(Kopekenstudent) In der Frage nach dem Warum dessen, was derzeit mit unserem Land geschieht, gibt es im Wesentlichen zwei Erklärungsansätze. Beide lassen sich in einem Wort zusammenfassen: entweder ist es Dummheit – oder Planung. Ich möchte einen dritten Ansatz vorstellen. Einen, der weit über die beiden anderen hinaus reicht. Dazu müssen wir allerdings etwas tun, das vielen Unbehangen bereitet. Wir müssen über Gott sprechen.

Nicht als abstrakte Idee, sondern als reale, lebendige, unsichtbare Person. Fromme Moslems tun das unentwegt. Wir haben es früher ebenfalls getan (wenn auch nicht unentwegt), aber davon abgelassen. Solange wir es noch taten, konnte der Islam uns nicht überwinden. Nun drängt er Schritt für Schritt unablässig in das von unseren Vätern übernommene Erbe, errichtet darin Bastionen, die er mit allen Mitteln verteidigt und von denen aus er weiter vorstößt. Ganz recht – das Vokabular entstammt dem Militärischen.

Deshalb ist es an der Zeit, dass auch wir wieder über Gott sprechen. Den Gott unserer Väter. Den Gott, der uns einst so wertvoll gewesen ist, dass Menschen seinetwegen die Sklaverei bekämpften, Armenhäuser und Allgemeinschulen errichteten, die prachtvollsten Kirchen bauten, unvergessene Kirchenmusik schrieben, im Konzentrationslager für ihn starben und unser Grundgesetz der Verantwortung vor ihm unterstellten.

Dieser Gott ist ewig und unveränderlich. Alles andere ist zyklisch und vergänglich. Es entsteht, wächst heran, hat seinen Höhepunkt, nimmt ab und vergeht. Tag und Nacht, die Jahreszeiten, jeder einzelne Mensch, jeder einzelne Atemzug – alles kommt und geht wieder.

Deshalb müssen wir zweitens über Vergänglichkeit sprechen. Ein Los, das auch Staaten und Nationen ereilt. Das Alte Testament – keine, wie oft behauptet wird, Sammlung von Geschichten mit Märchenbuch-Charakter – zeigt, dass hinter Aufstieg und Niedergang antiker Imperien, aber auch kleinerer Fürsten- und Königtümer, letztlich Gott selbst als waltende Instanz dessen steht, was Historiker lediglich politisch, militärisch oder ökonomisch erklären können.

Am längsten und eindringlichsten beschrieben wird der Aufstieg und Niedergang der Israeliten. Mehr als 20 der 39 alttestamentlichen Bücher führen vor Augen, wie eine Familie zum Stamm, ein Stamm zum Volk, ein Volk zur Nation, eine Nation zum Staat, ein Staat zur seine Region dominierenden Macht wird – und letztlich an sich selbst scheitert, bis sich der Zyklus von Aufstieg und Niedergang schließt.

Dieses Drama ist detailreich dokumentiert. Sein Umfang entspricht rund 1.300 Romanseiten. Ein in dieser Form einzigartiges Zeugnis, das von der Individual- bis zur Metaebene alles abdeckt. Gerade dieser Metaebene wegen – nämlich der Zeichnung eines konkreten historischen Prozesses als Wechselbeziehung zwischen Gott und einer Nation – müssen wir auf das antike Israel schauen, wenn wir die Entwicklung des heutigen Deutschland verstehen wollen. Ohne bleibt uns die Gegenwart ein Rätsel, dem wir uns nur mit unzureichenden Erklärungsansätzen (Kulturmarxismus, Globalisierung, Ausbreitung des Islam, etc.) nähern können.

Warum überhaupt können wir aus der Geschichte des antiken Israel auf Deutschland übertragbare Schlüsse zu ziehen? Weil es zwischen beiden Nationen etliche Gemeinsamkeiten gibt.

Und weil Gott damals und heute Derselbe ist und sich – anders als Allah – berechenbar gemacht hat, indem er sein Handeln an unveränderliche Prinzipien band. Diese galten gestern den Israeliten, und sie gelten heute den Deutschen. Damit sind nicht die 613 explizit jüdischen Fest- und Alltagsgebote gemeint, sondern Grundwesensheiten Gottes, deren Entsprechung er in das geistige Genom aller Völker einwob, als er den Menschen „in seinem Bilde“ schuf.

Einer dieser Charakterzüge ist Gottes Forderung nach einem gerechten Leben. Hier definiert die Bergpredigt den unverrückbaren Standard: liebe Deine Feinde, segne, die dir fluchen, glückselig sind die Barmherzigen, die Sanftmütigen, die Friedensstifter usw. Dies gilt allerdings auf der Individualebene – das heißt zwischen Mensch und Mensch – und ist nicht ohne Weiteres auf die Ebene staatlichen Handelns übertragbar. Wie zwischen Individuen Liebe, so soll auf überindividueller Ebene Recht und Gerechtigkeit als Handlungsmaxime fungieren.

Den Israeliten hatte Gott zu Beginn ihrer Nationwerdung die Folgen für beides – Einhalten und Brechen des Rechts – vorgelegt: Segen und Fluch. Die Israeliten wählten den Fluch. Und mussten seine bitteren Folgen tragen.

Werfen wir nun einen Blick auf die Gemeinsamkeiten dieser beiden Nationen – der antiken israelitischen und der deutschen.

  • Beide Nationen verstanden sich als Zusammenschluss verschiedener Stämme. Dort der zwölf hebräischen, hier der sechs deutschen.
  • Beide Nationen standen zu Beginn in Konflikt mit der dominierenden Großmacht. Israel mit Ägypten, die Deutschen mit den Römern.
  • Beide Nationen durchliefen einen mehrhundertjährigen Konsolidierungsprozess von territorialer Koexistenz zwischen Stämmen und Fürstentümern hin zu einem zentral regierten Staat.
  • Beide Nationen erlebten eine Phase der gefestigten Macht, der geordneten Verhältnisse, der geistig-kulturellen Blüte und militärischen Stärke. Beide Nationen verließen diesen Weg, hörten auf schlechten Rat, überhoben sich und brachen mit ihrer Tradition.
  • In beiden Nationen entbrannte Streit, der die Nation entzweite. Beide Nationen erfuhren eine Teilung, von der sie sich nie bzw. nur schwer wieder erholten: Israel in Nord- und Südreich, Deutschland in Ost und West.
  • Beide Nationen gingen (im deutschen Falle: gehen) in eine Phase des Niedergangs, die für Israel zur Eroberung Jerusalems und kurzzeitigem Vasallendasein, letztlich jedoch zu Vertreibung und zweitausendfünfhundertjähriger Diaspora – der Zerstreuung unter die Nationen der Welt – führte. Zwar lebten auch nach Babylon wieder Israeliten auf dem ehemaligen Territorium; doch Israel war vor 597 v.u.Z. bis zur Staatsgründung 1948 nicht mehr souverän.

Was jedoch im Falle Deutschlands dereinst noch allgemeingültig fixiert werden muss, ist im Falle Israels längst geschehen: die Analyse der Ursachen des Niedergangs. Denn dieser war für Israel keineswegs zwangsläufig, sondern eine Folge eklatanter Fehlentscheidungen. Die wesentlichen Schritte auf dem Weg zum Verlust der Souveränität und zur Vertreibung lauten:

1. Der Wunsch nach einem eigenen König. Israel begehrte damit, so zu sein wie die Völker, die es umgaben, obwohl Gott beabsichtigt hatte, dass es sich von diesen unterscheiden sollte.

2. Die Einführung des Götzendienstes unter Salomo, der durch Heiratspolitik mit Töchtern aus angrenzenden Reichen seine Macht zu festigen versuchte. Eines von Gottes Geboten jedoch lautete, sich nicht mit diesen Völkern zu verheiraten. Erneut begehrte Israel, sich mit dem zu vermischen, von dem es sich trennen sollte.

3. Die Teilung des Reiches unter Salomos Nachfolger als direkte Auswirkung des Götzendienstes.

4. Eine fatale Bündnispolitik, die Israel in immer schwerere Bedrängung führte.

5. Der totale Abfall infolge exzessivsten, abscheulichsten Götzendienstes mit Menschenopfern, ungezügelten Fruchtbarkeitskulten, Zauberei und Totenbeschwörung. Es grassieren Unrecht und Tyrannei, die herrschende Elite quält das Volk, Propheten, die auf die Mißstände hinweisen, werden verfolgt und getötet.

6. Gott wendet sich von Israel ab. Der Staat kann sich seiner Feinde nicht mehr erwehren. Jerusalem wird erobert, das Volk verschleppt, der Staat hört auf zu existieren.

Besonders die Bücher 2. Könige und 2. Chronik zeichnen in verdichteter Form, oft nur in wenigen Sätzen, den Niedergang Israels nach. „Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn“ urteilt die Schrift über etwa zwei Drittel der Herrscher. „Er trieb es ärger, als alle zuvor“ heißt es an einer, „er tat mehr Böses, als die Völker, die der Herr vor Israel vernichtet hatte“ an anderer Stelle.

Mancher König, der gut begonnen hatte („und er tat, was recht war in den Augen des Herrn“), wandte sich später dennoch zum Schlechten. Insgesamt brachte die rund vierhundertjährige Zeit der Könige Israels kaum mehr als eine handvoll guter Herrscher hervor. Nur drei Könige regierten vorbildhaft. Salomo gehört nicht dazu.

Wie für andere Reiche – etwa das späte Rom – so gilt auch hier: dem äußeren Sturz ging der innere Zerfall voraus.

An Israel jedoch lässt sich von allen historischen Beispielen am besten darlegen, dass dieser innere Zerfall die explizite Folge der Abkehr von Gott gewesen ist. Was in dieser Eindeutigkeit eben nicht für alle Nationen zutrifft, da viele niemals eine vergleichbare Bindung an den Gott Israels besaßen. Genau das aber ist der Grund, weshalb dieser Zusammenhang sehr wohl für Deutschland gilt.

Denn abgesehen vom schlichtweg wichtigsten Punkt, dass nämlich Christus für alle Zeiten ein Jude bleibt, spielte Deutschland wie Israel im Völkergemenge seiner Zeit durchaus eine ähnlich bedeutende Rolle als Träger und Bewahrer des Glaubens und der Schrift.

Hier überlebte das einfache, ursprüngliche Christentum die Jahrhunderte nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches – nicht im Vatikan, sondern bei den Waldensern und den Hussiten.

Hier begann mit Luther die eigentliche Reformation, die das Mittelalter beendete und die Neuzeit begründete. Von hier aus revolutionierte das Bewusstsein der direkten Verantwortung vor Gott und die individuelle Rechtfertigung aus Glauben und dem Wort der Schrift die Welt. Hier fiel deshalb der Hammerschlag der Religionskriege am heftigsten nieder. Hier erwuchsen die im Zuge der geistigen Befreiung hervorgebrachten Kulturleistungen zur höchsten Blüte, hier war für anderthalb Jahrhunderte der musikalische, philosophische, dichterische und wissenschaftliche Nabel der Welt, von dessen Ruf Deutschland heute noch zehrt.

Doch wie Israel lief Deutschland, als es ihm zu gut ging, falschen Göttern hinterher. Die Ergründung der Welt wurde zunehmend im Menschen selbst gesucht, das Ich und der Mensch als „Maß aller Dinge“ rückten ins Zentrum der Betrachtung. Die Emanzipation des Bewusstseins aus der Herrschaft des Klerus führte bald zu Emanzipationsbestrebungen von Gott selbst. Wer aber Gott nicht mehr untertan sein brauchte, brauchte es auch Menschen nicht zu sein. So fiel der jakobinische Frühkommunismus der französischen Revolution auch in Deutschland auf dankbaren Boden. Zwar konnte sich die neue Ideologie lange nicht durchsetzen, gedieh aber als wucherndes Unkraut unangetastet unter dem Weizen.

Hegels Dialektik, die aus Herrschaft menschlicher Vernunft und unausweichlich evolutionärer Entwicklung das Prinzip eines universalen Weltprozesses behauptete, Schleiermachers Religionstheorie, die im Glauben nichts Objektives mehr, sondern lediglich subjektives Gefühl sah oder Feuerbachs „Erkenntnis“, dass Gott lediglich eine Projektion des menschlichen Selbst sei führten sukzessive weg von Gott hin zum Radikalatheisten Marx und seinen damaligen und heutigen Geisteskindern. Mit Freuds Psychoanalyse wurde die Sünde überflüssig; richtiges und falsches Verhalten sollte nurmehr eine Funktion von triebhafter Steuerung sein.

Nach dem Trauma des zweiten Weltkrieges übernahmen die Kulturmarxisten die Deutungshoheit über nahezu alle Felder und bereiteten den Weg für aggressiven Atheismus, Verachtung des Eigenen, Familienzerstörung – und, wie wir heute sehen müssen – Zerstörung der Sprache, Zerstörung des Rechts- und Nationalstaates, sich am Horizont deutlich abzeichnende Tyrannei und Verfolgung von Juden und Christen. Das Unkraut wuchs zur reifen Pflanze heran.

Doch schon Salomo – einst für seine jugendliche Weisheit gerühmt – erkannte im Alter desillusioniert, dass es nichts Neues unter der Sonne gibt. Alles, was kommt, war schon einmal gewesen. Und so leidet auch Deutschland wieder an den Gebrechen des antiken Israel. Wie Israel opfert das heutige Deutschland seine Kinder dem Moloch (Abtreibung), betet Mammon (Geld), Astarte (Weiblichkeit, Sex) und Baal (Macht, Wachstum, Sex) an. Nur heißen diese Götzen heute anders. Eloquent und euphemisierend nennt man sie „Selbstbestimmung“, „Freiheit“ und „Lebensqualität“. Dabei übertrifft die offizielle Zahl der Abtreibungen sogar die offizielle Zahl der ermordeten Juden im zweiten Weltkrieg. Inklusive Dunkelziffer dürfte längst die Zehn-Millionen-Marke allein in Deutschland überschritten sein. Nur über wenig hat sich Gott im Alten Testament erzürnter geäußert, als über Kindesopfer. Ob diese nun in eine Feuerstätte oder zerhackt in einen Mülleimer geworfen werden, spielt am Ende keine Rolle; es zieht Fluch und Gericht nach sich. Der Mensch indes versucht, sich aus der eindeutigen Anklage herauszuwinden, indem er das Ungeborene zum Nicht-Menschen erklärt, obwohl sein Erbgut von Beginn an feststeht.

Wie das antike Israel betreibt Deutschland eine für seine Existenz fatale Bündnispolitik. NATO, USA und EU haben dem Land in den vergangenen Jahren außerordentlich arg geschadet. Wie das antike Israel krankt unser Land an Treulosigkeit. Kein Amtseid ist noch sein Papier wert. Wie im antiken Israel entspricht die politische Praxis eher der Verherrlichung des Bösen. Keine Ordnung, die nicht ins Chaos gestürzt werden soll (der Diabolos ist wörtlich der Durcheinander-Werfer), kein Tag ohne vernichtende Selbstanklage (Satan heißt wörtlich der Verkläger) oder Eigenverdammung („ewige Schuld“). Das ist alles nicht vom christlichen Erlösungsgedanken getragen, sondern Ausfluss eines hassenden Antigeistes.

Wie das antike Israel verfolgt Deutschland seine Propheten, die es zurechtweisen wollen. Wie das antike Israel leidet Deutschland unter Herrschern, die tun „was Böse ist in den Augen des Herrn“ und die es „schlimmer treiben, als alle zuvor“.

Und dann ist da noch Israel selbst. Gott hat diese Nation niemals aufgegeben. Weshalb sie sich nach über 2500 Jahren in ihrem angestammten Territorium wieder neu konstituieren konnte. Jerusalem, so schreibt der Prophet Sacharja, soll zum Taumelbecher und zum Laststein der Völker werden. Was sich spätestens seit Trumps Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels vor aller Augen entrollt. Wer immer Israel antastet, tastet Gottes Augapfel an, heißt es, und Gott selbst wird gegen ihn zu Felde ziehen. Auch in dieser Hinsicht hat Deutschland die schlechteste Regierung seit dem zweiten Weltkrieg. Denn nie zuvor in der bundesrepublikanischen Geschichte war eine deutsche Regierung Israel feindlicher gesonnen. Indes sie gleichzeitig Israels Feinde – allen voran die sogenannten Palästinenser – offen und heimlich umwirbt, stützt, fördert, bestätigt und verteidigt.

Es scheint deshalb weder zuerst Dummheit, noch Planung zu sein, was Deutschland widerfährt. Vielmehr drängt sich das Bild Ägyptens auf, dessen Pharao Gott in geistiger Umnachtung erstarren ließ, damit er sein Gericht vollstrecken konnte. Eine geistige Umnachtung, die auch die letzten Könige Israels befiel, die sie stur und uneinsichtig machte und deren Gefolge all das beinhaltete, was wir auch im heutigen Deutschland vorfinden: eine unfähige Regierung, verkommene Sitten und der Feind vor den Toren. Dies sind unverkennbare Zeichen des Gerichts an einer gefallenen Zivilisation.

Wie vom antiken Israel wird Gott sich deshalb auch von Deutschland abwenden, sollte es dieser Nation nicht gelingen, zum Gott ihrer Väter zurück zu kehren. Denn auch in dieser Hinsicht können wir vom Alten Testament lernen:

wann immer das Volk umkehrte, erbarmte Gott sich seiner und errettete es von seinen Feinden. Wir können nur noch beten, dass unserem Land noch einmal eine solche Phase der Umkehr geschenkt wird. Ansonsten dürfte gelten: „schrecklich ist es in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.“

Auch wenn es nicht so klingen mag – dieser Text soll Ihnen Hoffnung machen. Gesegnete Weihnachten!

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35 Kommentare

  1. Richtig! Das Volk Israel ist und bleibt der „Augapfel Gottes“ ! Man lese die Reden und Predigten von Peter Beier, bis zu seinem frühen Herzinfarkttod 1996 Präses (= Landesbischof) der Evangelischen Kirche im Rheinland, der genau dies immer wieder – und wortwörtlich – hervorgehoben hat. War aber ein Kirchenführer, der – unabhängig von aller sozialpolitischen Bewegtheit und durchaus mit beiden Beinen in der Gesellschaft stehend ( Johannes Rau hielt bei seiner Beerdigung die Trauerrede!) – seinen kirchlichen Kernauftrag nie aus den Augen verloren hat. Leuchtendes Gegenbeispiel für die Herren Marx, Bedford – Strohm, Dröge Woelki und Genossen unserer Tage !

    • Einer der populärsten theologischen Irrtümer ist die Aussage, dass „wer Israel antastet, Gottes Augapfel antastet“.

      So aber steht es nicht in Sacharja 2,12. Selbst Studenten des einfachen Hebraicum sollten wissen oder in den Kommentaren u.a. von Rabbi Hirsch und Prof. Ehrlich nachlesen, dass das Suffix im „angetasteten Auge“ (eno) sich nicht auf Gott, sondern auf den Antastenden (hanogea) bezieht.

      Daher ist jeder Bezug, dass derjenige, der Israel antastet, Gottes Augapfel antastet, falsch, denn es muss heißen:

      „Jemand, der Israel antastet, schädigt seinen eigenen Augapfel und untergräbt damit den Rechtsboden seiner eigenen Existenz, ohne einem anderen dafür die Schuld geben zu können.

      Er macht sich selber blind – und damit blind für die Wahrheit.“

      [http://www.gott-ist-gut.com/wichtiges/3024-blinde-blindenleiter.html] .

      Wenn Gott das Gericht über Israel verhängte, hat er wohl dabei in Seinen eigenen Augapfel gegriffen?

  2. Übrigens, es geht hier um Wahrheitsanspruch, gerade ist die „jüngste“ Religion auf dem Weg, die Welt zu erobern, und somit das Judentum und auch das Christentum auszulöschen, egal ob man Atheist oder gläubig ist.

    Vielleicht, bei allen Diskrepanzen, auch daran denken?

  3. „Der Vater erstellts, der Sohn erhälts, dem Enkel zerfällts“.
    Dieser Spruch der Kaufmannsgilde lässt sich auf ganze Staaten anwenden, auf den Deutschen im Moment besonders.

    Was unsere Großväter nach dem Krieg aufgebaut haben, was unsere Eltern erhalten haben, sehen wir jetzt zerfallen!

    Genauso lässt sich das in meinen Augen auch auf den Glauben anwenden, Der Vater wusste dass er mit Gottes Hilfe etwas erstellt, der Sohn glaubte dass er mit Gottes Hilfe etwas erhält, die Enkel heute wissen (meistens) nichts mehr von Gott.

    Es ist nicht nur Israel und D. dieser Zerfall durch Hochmut erwischt alle Staaten wenn es ihnen zu gut geht. Die USA wird es vielleicht am nächsten erwischen.
    Welche Nationen sind denn im Moment als Völker Stabil? Eher die ehem. Ostblockstaaten die unter dem Sozialismus Versklavt wurden und die Freiheit noch nicht lange haben.
    Gesundes Mißtrauen und ein sich AbGRENZEN hat noch keiner Nation geschadet.
    Man muss noch lange nicht auf jeden Modezug aufspringen nur weil das HIP ist.

    Ich zweifle nicht an Gott nur weil ich seinen Plan nicht kenne!

  4. Lieber Herr Berger,

    herzlichen Dank für diesen guten und fundierten Beitrag aus biblischer Sicht. Hier kann ich jedes Wort unterstreichen!

    Ich wünsche Ihnen ebenfalls weiterhin viel Kraft und Gottes Segen für die Zukunft!

    Herzlichen Gruß

    Baldur

    Dazu schreibt ein Jude:

    Israel: Jerusalem, unser Goldenes Kalb
    Theologisch spricht nichts für die schwärmerische Identifikation der Israelis mit ihrer Hauptstadt. Es handelt sich im Gegenteil um einen götzendienerischen Messianismus.

    http://www.zeit.de/2017/53/israel-jerusalem-hauptstadt-theologie

    • Danke für das Lob: es sollte dem Gastautor gelten, der den Beitrag verfasst hat, den ich gerne hier auf meinem Blog publiziert habe. Aber ich will mich nicht mit fremden federn schmücken. „Kopekenstudent“ liest hier mit und ich bin mir sicher, er wird sich über das Lob freuen

    • Sie nehmen hier allerdings einen linken „Alibijuden“ zur Hand, der ihre Meinung zwar darstellen mag, aber nicht unbedingt relevant ist. Auch Juden können Idioten sein, werden aber gerne für Antizionisten oder sagen wir verbrämt, solche die Gesamt Israel nicht wohlgesonnen sind, herangezogen.

      Er schreibt zum Beispiel in der absolut linken und realitätsfernen israelischen Zeitung Haaretz.

      Ist eigentlich Ury Avnery nicht mehr relevant? Dem Philosoph nicht mehr zu doof?

      Von Geschichte keine Ahnung?

  5. Lieber Herr Berger, ich wünsche Ihnen eine Gesegnete Weihnacht.
    Außerdem wünsche ich Ihnen die Kraft, der Rufer in der Wüste zu verbleiben.
    Letztlich, passen Sie auf sich auf, Sie werden gebraucht, mehr jeden Tag!

  6. Ich möchte diese Aussagen einmal richtig stellen, denn es kann niemals eine Verständigung geben, wenn gewisse Übersetzungs-und Deutungsfehler nicht ausgeräumt werden.

    Zunächst einmal gäbe es kein Christentum, wenn es nicht die ältere Bruderreligion gegeben hätte, denn sie bezieht ihre Lehre aus der Thora, das kann nun niemand bestreiten.

    Das Zitat: Im AT gab es eine Zeit der unbegrenzten Rache
    später die Einschränkung auf die begrenzte Rache „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, erst durch die Worte Jesu jedenfalls so wie sie im NT festgehalten sind wurde daraus die Aufforderung auch deine Feinde zu lieben. Zitatende

    Stimmt so nicht.

    Denn trotz Aufklärung, trotz der Erkenntnis, daß die Bibel an sich, sei es das sogenannten Alte Testament (schon dort liegt die erste Fehldeutung, denn was bedeutet Testament? Für die Juden ist es Lehre oder Weisung) sei es das Neue, sich aus einer Vielzahl von Autoren und Geschichten zusammensetzt, daß der Urtext (Tanach) im hebräischen Original (mit einzelnen aramäischen Passagen) erhalten geblieben ist, die „Septaguinta“ eine Übersetzung ins Griechische ca. 270 v.u.Z. in Alexandria vorliegt, die zwar von den Christen sehr geschätzt, von den Juden aber wegen ihrer vielen Fehlübersetzungen abgelehnt wird und man sich vor Augen halten sollte, in welchem geschichtlichen Kontext dies alles geschrieben wurde.

    Das Schlimmste von allen: Auge um Auge – Zahn um Zahn.

    Kaum eine Woche vergeht, ohne dass in Presse, Rundfunk oder Predigten unter diesem Motto auf die „alttestamentarische Strenge“ oder „Gesetzesstarrheit“ hingewiesen wird. Von dem jüdischen Rachegott ist es dann nur ein gedanklicher Katzensprung zur „grausamen Vergeltungsmoral der Juden“, so dass das sogenannte „Talionsgesetz“ zu einem der Lieblingsklischeè nicht nur für Journalisten geworden ist. Dabei müsste doch schon im Zusammenhang mit dem israelischen „Sklavengesetz“ diesem Missverständnis der Zahn gezogen sein:

    Die geringste Beschädigung, bzw. Verletzung des Auges oder auch nur eines Zahnes gewährleistet nämlich den „alttestamentarischen Frontarbeiter“ die sofortige Freilassung (Ex 21, 26f). Und dieser Sinn sollte sich bei einem freien Israeliten nicht bewähren? Auch die sprachliche Gestalt der Wendung in der hebräischen Bibel schließt diese Deutung einer austauschbaren Gleichwertigkeit aus.

    Dagegen ist gemeint: Der Schädiger muss dem Beschädigten etwas geben, das an Stelle des Gliedes oder des Organs tritt, das nicht mehr die voll Funktion erfüllen kann, der Richter setzt die Höhe der Wiedergutmachung fest, die der Täter seinem Opfer zu leisten hat, wobei dem Täter die private Vergeltung entzogen wird (Ex 21,1), folglich muss jemand, der seinen Mitmenschen eine Verletzung schlug, nicht selbst eine erhalten, sondern einen Gegenwert, oder eine richterliche Ersatzzahlung leisten, kurzum diese bibelwidrige Verzerrung in ein angebliches „Rachegebot“ fußt auf drei sachlichen Fehlern:

    1.) Rache ist wie gesagt in der hebräischen Bibel ausdrücklich verboten: Sei nicht rachsüchtig – sondern liebe Deinen Nächsten wie dich selbst (Lev.19,18) und ist keine Erfindung des Christentums, denn Jesus bezog seine Lehre aus dem Tanach. Dieses Grundgebot wird noch durch das Wort verstärkt: Mein ist die Ahndung (nicht Rache), spricht der Herr (Dt. 32,35) oder auch: Du sollst nicht vergelten. (Lev. 19,18)

    2.) Der Urtext lautet: Wenn aber Lebensgefahr droht, so gib Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn (Ex.21,23f) Also nicht vom Geschädigten ist hier die Rede, der Rache oder Vergeltung nehmen soll, sondern vielmehr vom Schädiger, der vor dem Richter Wiedergutmachung leisten muss.

    3.) Das Schlüsselwort in der hebräischen Bibelstelle „tachat“ heißt gar nicht „um“ oder „für“, sondern „anstelle von“, daher hat Buber diese Stelle sowohl sinngetreu als auch textgemäss übersetzt: Geschieht also das Ärgste aber, so gib Lebensersatz für Leben, Augenersatz für Auge, Zahnersatz für Zahn.

    Mit anderen Worten: die humanitäre Universalregel „Maß für Maß“, die auch Jesus dreimal empfiehlt (Mt 7; Mk 4,24; Lk 6,38;) wird zum Rechtsprinzip der Geldentschädigung und des Schmerzengeldes in allen Fällen von Körperverletzung erhoben.

    Nur in diesem Sinne der Abgeltung durch Schadensersatz wurde dieser Bibelvers im Judentum lange vor Jesus verstanden und auch angewandt, wie der Talmud (BQ 83b-84a, Ketubot 38a) deutlich beweist.. Indem die hebräische Bibel den Einzelnen an den Richter verweist, hat sie dadurch das Verlangen nach Vergeltung auf das Ausmaß des erlittenen Schadens begrenzt. Dies bezieht sich auf jeden Menschen, mit dem man im Umkreis des Zusammenlebens jeweils unmittelbar zu tun hat, denn darin ist auch der „Fremde“, der „Nächste“ in gleicher Weise einbegriffen (Lev 19,33;)

    Das verpönte Talionsgesetz ist also ein wesentlicher Fortschritt gegenüber der Wüstenethik der vorbiblischen Zeit (Blutrache ect.) und der erste wesentliche Schritt zu einer allmählichen Verfeinerung der menschlichen Moralität, wie sie später auch bei vielen Propheten zum beredten Ausdruck kommen wird.

    https://quotenqueen.wordpress.com/2011/03/20/ist-die-bibel-richtig-ubersetzt-teil-1/

  7. „Wie das antike Israel verfolgt Deutschland seine Propheten, die es zurechtweisen wollen. “
    Das ist in der Tat die Wahrheit!
    Bereits 2012 und 2013 wurde geweissagt das Gott der Herr wilde Tiere ins Land schicken würde. Nun sind Sie halt da. Doch dabei bleibt es nicht, denn es ist ein Gericht mit 4 Phasen:
    Pest, Krieg und Hungersnot kommen auch noch.
    In diesem Sinne

    • Die Pest haben wir, viele eingeschleppte Krankheiten (z. B. Tuberkulose).
      Krieg haben wir, jeden Tag sterben Deutsche bei Gewalttaten.
      Die Hungers-not noch nicht, aber selbst unbedarfte Gemüter können sich Vorstellen was los ist wenn eine Woche der Strom ausfällt.
      Durchschnittliche Bevorratung in einem Supermarkt unter einem Tag.

      Nicht erst seit 2012 wird uns dies übrigens Vorausgesagt. Eine gute Zusammenstellung liefert hier das Buch von Stephan Berndt, „3 Tage im Spätherbst.“

      Für mich am Schockierensten ist immer wieweit die Voraussagen der „Seher“ (Irmaier, Mühlhiasl, Hepidannus von St. Gallen, Hildegard v. B., Pater Pio, Johanson, u.v.a.) bereits eingetroffen sind.
      Von Kindesbeinen an hat mich das Fasziniert. Bei „unserem“ Irlmaier war meine Oma noch Persönlich.

  8. Dieser Artikel ist nur ein weiterer Kommentar zum Erklärungsansatz „Dummheit“. Dass eine Kultur, die ihre Kinder- in egal welchem Entwicklungsstadium- in großer Zahl tötet, früher oder später ins Hintertreffen gerät gegenüber Volksgruppen, die sich ungebremst vermehren, ist selbstverständlich. Um zu dieser Erkenntnis zu kommen, braucht man kein Gericht Gottes sondern lediglich einen funktionsfähigen Taschenrechner.

  9. Folgende Stelle vermischt etwas was nicht zusammengehört:“Einer dieser Charakterzüge ist Gottes Forderung nach einem gerechten Leben. Hier definiert die Bergpredigt den unverrückbaren Standard: liebe Deine Feinde, …“
    Das ist aus der Bergpredigt des Neuen Testamentes und steht neben am alttestamentlichen Gottes- und Menschenbild.
    Im AT gab es eine Zeit der unbegrenzten Rache
    später die Einschränkung auf die begrenzte Rache „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, erst durch die Worte Jesu jedenfalls so wie sie im NT festgehalten sind wurde daraus die Aufforderung auch deine Feinde zu lieben.
    Also 3 ganz verschiedene Entwicklungsschritte, die nicht vermischt werden dürfen.
    Die jüdische Religion steht in ihren Schriften immer noch auf der zweiten Stufe, das ist dem Gebot der begrenzten Rache.

    • Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, das NT als einen Gegenpol zum AT darzustellen, in dem plötzlich die quasi unbegrenzte (i.S.v. bedingungslose) Vergebung gilt.

      Vergebung war im AT und ist im NT immer an Reue und Umkehr gebunden. Der letzte Satz des Artikels ist ein Zitat aus dem NT (!)

      Gleichzeitig war die unbegrenzte Rache im AT ausschließlich ein Merkmal der von Gott abgefallenen Menschheit (siehe 1. Mo. 4,23/24). Dieses Beispiel zeigt außerdem, dass Gott auch im AT der Rache / Strafe enge Grenzen setzte. Kain – obwohl er seinen Bruder ermordet hatte – wurde eben von Gott dafür nicht getötet, sondern sogar in besonderen Schutz vor jeglichen Mordanschlägen gestellt. Gleichwohl ist seine Strafe (Verbannung) für ihn sehr hart.

  10. Ein wirklich guter Text, vielen herzlichen Dank! Und mir hat er Hoffnung gegeben, ich werde weiter beten. Auch freue ich mich sehr über Ihre Antworten auf Kritik in manchen Kommentaren. Diese Antworten haben es in sich. Danke auch dafür.

  11. …—sondern bei den Waldensern und Hussiten……Hier begann Luther die eigentliche Reformation…..

    Hier habe ich aufgehört zu lesen. Der Doktor aus Wittenberg hat nichts reformiert, sondern die Christenheit gespalten und eine neue „Kirche“ gegründet, der er seinen Namen gab.
    Sämtliche Lutheraner, Waldenser und Hussiten mögen sich Blutdrucktabletten einwerfen aber Christus hat nur EINE KIRCHE GEGRÜNDET, nämlich die, die auf dem Felsen Petri steht, Matth 16,18.
    (So sind diese Leute: nennen sich bibeltreu und wenns drauf ankommt, müssen sie mit dem Hund runter, oder so ähnlich).

    • „Der Doktor aus Wittenberg hat nichts reformiert, sondern die Christenheit gespalten und eine neue „Kirche“ gegründet, der er seinen Namen gab.“

      Das ist so pauschal falsch.
      Weder hat Luther eine Kirche gegründet, noch einer Kirche seinen Namen gegeben. Er verwehrte sich dagegen, dass man sein Namen verwenden wollte; deshalb brachte er selbst den Begriff „evangelisch“ ins Spiel, aber nicht um die Kirche zu spalten, sondern um die bestehende zu reformieren. Und dass diese reformbedürftig gewesen ist – darüber besteht ja nun kein Zweifel.

      „aber Christus hat nur EINE KIRCHE GEGRÜNDET, nämlich die, die auf dem Felsen Petri steht, Matth 16,18.“

      Auch das ist so pauschal falsch. Christus hat überhaupt keine Kirche gegründet. Das Wort, welches landläufig (aber eben falsch) mit „Kirche“ übersetzt wird, lautete im ekklēsian und bedeutet wörtlich „die Herausgerufene“ – d.h. die aus der Welt (nämlich ins Reich Gottes hinein) herausgerufene Nachfolgerschaft.

      Nun kommt’s drauf an: Sind Sie bibelfest – oder müssen Sie jetzt mit dem Hund Gassi gehen? 😉

    • Martin Luther hat niemals das Fundament des christlichen Glaubens umgeschrieben, sondern er hat aufwendig in alten Quellen geforscht und nachdem der Vatikan teils aus Unvermögen, teils aus Machtgier und Machtmissbrauch wie den Ablasshandel die christliche Lehre den Gläubigen manipulativ vorenthielt oder nicht richtig wiedergab, machte Luther die Wiedergabe der christlichen Lehre für die Menschen zugänglich. Er räumte auf mit dem bis dahin gepflegten Aberglauben, dass es neben der dualen Beziehung Mensch und Gott eine dritte Dimension des Teufels in der Hölle gibt und das man sich von Sünden frei kaufen kann auf. Die Spaltung der Kirche kam erst nach Luther auf durch gesellschaftliche Umwälzungen, aber nicht durch Luther. Der Vatikan hatte teils gute Hirten, teils schlechte Hirten, wie die Borgias, die mit ihren Giftmorden berühmt wurden. In dem neuen Testament, das Luther übersetzte und den Gläubigen bis dato vorenthalten wurde, eröffnete ganz neue Perspektiven die geistliche Welt des christlichen Glaubens zu verstehen. Das Problem waren immer die schlechten Hirten die sich nicht nur als Stellvertreter Gottes aufspielten, sondern deren Gier nach Macht, nach Herrschaft, was auch der derzeitige Papst Franziskus wieder versucht, weil er die freien vor Gott verantwortlichen Christenmenschen wieder unter die Kontrolle bekommen möchte, die seinem Weltbild zu folgen haben, aber nicht dem, was die heilige Schrift lehrt. Man kann über die sehr freie Sicht Luthers als Geistlicher streiten, der seine Katharina heiratete und auf das Zölibat pfiff, aber das er die Christen gespalten hat, ist Blödsinn. Im Gegenteil, er hat mit seinem Lebenswerk die stark geknechteten Christen, die durch einen rachsüchtigen Gott geängstigt wurden vom Klerus , damit die Ablasshändler kräftig Kasse machten, aufgeräumt.

      • sorry, aber Sie haben keine Ahnung von Luther, gerade Luther hat es beständig und andauern mit dem Teufel! So sehr dass er ihn auch visualisiert hat, damals auf der Wartburg!

      • Aber Luther war auch ein ausgesprochener Judenhasser und der GröFaz hat seine Thesen 1 zu 1 übersetzt.

        1543 schreibt er, man solle Synagogen sowie jüdische Häuser und Schulen „mit Feuer anstecken und was nicht verbrennen will, mit Erden beschütten, dass kein Mensch ein Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich“.

        In der NS-Zeit beriefen sich radikale Antisemiten in Staat und Kirchen bevorzugt auf Luther.

        „Wenn mir Gott keinen anderen Messias geben wollte, als die Juden ihn begehren und erhoffen, so wollte ich viel, viel lieber eine Sau als ein Mensch sein“, schlussfolgerte der Reformator 1543 in seiner Schrift „Von den Juden und ihren Lügen“, dem hasserfülltesten und maßlosesten Text.

        Dennoch:

        Luther äußerte mehrfach seine Hochschätzung der hebräischen Sprache. Besonders deutlich kommt dies in Äußerungen Luthers bei Tisch vom Anfang der dreißiger Jahre zum Ausdruck: „Die ebräische Sprache ist die allerbeste und reichste in Worten, und rein, bettelt nicht, hat ihre eigene Farbe. Wenn ich jünger wäre, so wollte ich diese Sprache lernen, denn ohne sie kann man die h. Schrift nimmermehr recht verstehen. Denn das neue Testament, obs wol griechisch geschrieben ist, doch ist es voll von Ebraismis und ebräischer Art zu reden. Darum haben sie recht gesagt: Die Ebräer trinken aus der Bornquelle; die Griechen aber aus den Wässerlin, die aus der Quelle fließen; die Lateinischen aber aus der Pfützen.

        Er meinte: Die Übersetzung vom Hebräischen ins Deutsche sei so schwierig, „tanquam si philomela cuculum cogatur, deserta elegantissima melodia, unisonam illius vocem detestans, imitari.“ („als wenn die Nachtigall gezwungen würde, den Kuckuck nachzuahmen, und so ihre schönste Melodie aufgäbe zugunsten von dessen verwünschter Eintönigkeit“ – WA Br 4, 484.17f.) – so Luther gegenüber Wenzelslaus Link Mitte 1528.

        Mögen heutige Menschen es besser machen und endlich damit aufhören, ihre älteren Brüder, aus dem sie den Born trinken, zu verungimpflichen.

        Zum Wohle der Menschheit.

    • Absolut korrekt! Danke! Christus hat nur eine Kirche gegründet. Nämlich die eine wahre Kirche. Die heilige, römisch-katholische, apostolische Kirche!

      Lutherkirche ist eine menschengemachte Kirche!

      • Sorry, aber Jesus selbst hat keine Kirche gegründet,

        Vergessen?

        „Geht nicht auf einen Weg der Nationen, und geht nicht in eine Stadt der Samariter; geht aber vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel“ (Mt 10,5.6)

        Erst Paulus hat Proselyten gesucht und die Lehre verbreitet – denn erst dann die zum Glauben an Christus gelangte Heiden machten Paulus zur tragenden Säule der christlichen Kirche und gaben ihm in ihr einen bleibenden Ort.

        Was danach mit den Juden geschah, braucht niemand auch nur abzustreiten – 2000 Jahre Verfolgung, 2000 Jahre versuchte Ausmerzung – Gottes Wille?

        http://www.fr.de/kultur/paulus-von-tarsus-der-gruender-des-christentums-a-1165991

  12. Hier finde ich in unvergleichlicher Klarheit und Analyse Gedanken, wie sie auch in mir rumoren. Tatsächlich glaube ich und bete dafür, dass nur eine Rückkehr und Besinnung zu Gott uns aus unserer Dämmerung bringt; aus unserer persönlichen, aber auch zivilisatorischen Dämmerung. Diese Glaubenserneuerung wünsche ich mir so ergreifend und vitalisierend, dass auch die Muslime die Liebe Gottes erfahren und verstehen. Der Glaube und die Anbetung an den lebendigen Gott wird uns verändern und wieder erden, so dass der Himmel seine Wirkung entfalten kann. Heißt es nicht, der Glaube versetzt Berge?

  13. „Denn abgesehen vom schlichtweg wichtigsten Punkt, dass nämlich Christus für alle Zeiten ein Jude bleibt, spielte Deutschland wie Israel im Völkergemenge seiner Zeit durchaus eine ähnlich bedeutende Rolle als Träger und Bewahrer des Glaubens und der Schrift.“

    Da muß ich entschieden widersprechen. Wird Christus im Koran wenihgstens noch als unbedeutender Prophet erewähnt, kennt das alte Testament ihn überhaupt nicht- spielt Christus im AT überhaupt keine Rolle. Also kann er für AT überhaupt keine Bedeutung gehabt haben. Das ist ja eben der gravierende Unterschied. Die Juden warten bis heute noch auf die Ankunft des „Messias“, haben also “ verpennt“ daß er vor zwei tausend Jahren schon da war

    Außerdem gibt es mit Jahwe im jüdischen ein ganz anderes Gottesbild als im christlichen Glauben. Wir haben das Bild des „gerechten, liebenden Gott“, das Judentum kennt nur den „strafenden Gott“ ähnlich wie im Islam. Judentum und Islam sind sich sehr viel ähnlicher, was man auch an den Sitten unnd Gebräuchen erkennen kann (Beschneidung, Schweinefleischverbot usw.), als dem Christentum Und wir kennen das schon aus der Physik – gleiche Ströme (Strömungen) stoßen sich nun mal ab.

    • „Wird Christus im Koran wenihgstens noch als unbedeutender Prophet erewähnt, kennt das alte Testament ihn überhaupt nicht- spielt Christus im AT überhaupt keine Rolle.“

      Selbstverständlich tut er das. Nur eben nicht als die konkrete Person Jesus von Nazareth. Sehr wohl aber in seiner Rolle als Messias / Christus, sonst könnten die Juden ihn ja gar nicht erwarten. Im ganzen AT gibt es sehr viele Begriffe für ihn: Friedefürst, Sohn Davids, Ein Kind bzw. Sohn das „Ewig-Vater“ genannt werden wird usw.

      „Außerdem gibt es mit Jahwe im jüdischen ein ganz anderes Gottesbild als im christlichen Glauben. Wir haben das Bild des „gerechten, liebenden Gott“, das Judentum kennt nur den „strafenden Gott“ ähnlich wie im Islam.“

      Bitte googeln: Psalmen+Barmherzigkeit.
      Oder lesen: Hesekiel Kapitel 16.

      • „Im ganzen AT gibt es sehr viele Begriffe für ihn: Friedefürst, Sohn Davids, Ein Kind bzw. Sohn das „Ewig-Vater“ genannt werden wird usw.“

        Ja, natürlich, so hat man ihn definiert und definiert ihn wohl auch heute noch so! Aber die Juden haben nicht begriffen oder anerkannt, daß er schon längst erchienen ist.

        „Heute uns erschienen ist,
        des Herren Christ Emanuel…“ heißt es in einem christlichen Weihnachtslied.

      • Was Sie hier von einem strafenden GOTT schreiben stimmt so nicht!
        Auch der GOTT im AT ist ein Gott der Liebe. ER ist aber auch ein GOTT der Gerechtigkeit.

        Jeremia 31,3 Der HERR ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je geliebt; darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.

  14. Ganz herzlichen Dank für diesen Artikel! Sie sprechen mir wirklich aus der Seele und schon lange habe ich nach einer geistigen Analyse der momentanen Verhältnisse gesucht. Die Zuspitzung mit Israel und der Anerkennung von Jerusalem sehe ich genauso. Ich bin auch total entsetzt wie ignorant sich unsere Regierung hierzu verhält. Beschämend! Präsident Trump hat offenbar das nötige geistige Wissen und weiß seine Nation durch richtige Entscheidungen zu schützen. ( Thema Abtreibung und Jerusalem). Uns bleibt nur noch zu beten und zu hoffen!
    Fröhliche Weihnachten!

  15. Ich begrüße es sehr, nicht nur politisch, sondern auch spirituell vorzugehen.
    Seit ca. 4 Wochen bete ich einmal die Woche gemeinsam mit zwei anderen Freunden für Deutschland: für seinen Schutz, daß die Deutschen von ihrem Schuldkomplex erlöst werden und ihre Selbstachtung zurück erlangen. Aber auch dafür, daß die Invasion beendet wird und die, die zu uns gekommen sind, wieder in ihre Heimat zurückkehren können und dort ihr Auskommen finden.

    In diesem Zusammenhang sei auch darauf hingewiesen, daß es eine vom göttlichen Willen getragene Schicksalsgemeinschaft ist, einem bestimmten Volk anzugehören. Migration und Auswanderung bzw. Einwanderung in andere Länder sollte deshalb eine evtl. vorübergehende Ausnahme sein; jedenfalls nicht die Regel.

  16. Könnten wir Gott nicht einfach einmal den sein lassen der ER für viele Menschen auf unterschiedliche Weise ist und auch sein darf ?

    Insbesondere und gerade zu Weihnachten darf sich jeder Christ seinen Gott so vorstellen wie er IHN am besten lieben und ehren kann. Was spricht dagegen ? Weshalb an dieser Stelle ein Dogma wo keines sein muß ?

    Manches Mal frage ich mich ernsthaft ob Theologen wirklich echte Gläubige sind oder ob sie diese ihre Gläubigkeit nur vorgaukeln um ihre unterschiedlichen Sichtweisen „an den Mann“ zu bringen bzw. neue Dogmen unter`s Volk bringen zu können.

    Mir als Christin ist derlei Firlefanz aber so etwas von gleichgültig … und darin stimme ich mit vielen anderen Bekannten und Verwandten überein.

    Sicherlich gibt es mehr als eine Möglichkeit Gott zu betrachten und zu erleben, – aber DAS entscheidet eben noch Jeder für sich selbst.

    Ehrlich gesagt mag ich Menschen nicht die selbst das hoch private Spirituelle noch auseinander fummeln, immer wieder neu zusammen setzen und den Menschen vor das Gesicht klatschen.

    Meine Art Gott zu erleben ist für mich die richtige Art – wie sich bisher bestätigt hat in meinem Leben – und deshalb schraubt Ihr Theoretiker mal schön weiter. Mir scheint ihr habt den für euch richtigen Gott noch immer nicht erlebt und projeziert das eben nun auf Andere.

    Danke nein, – schreibt lieber neue schöne Kindergeschichten.

    • „Könnten wir Gott nicht einfach einmal den sein lassen der ER für viele Menschen auf unterschiedliche Weise ist und auch sein darf ?“

      Sie wollen den „bunten“ Pluralismus, der gerade unser Land zerreißt, auch auf Gott anwenden?

      „Insbesondere und gerade zu Weihnachten darf sich jeder Christ seinen Gott so vorstellen wie er IHN am besten lieben und ehren kann. Was spricht dagegen ?“

      Nichts. Nur ging es darum in dem Artikel gar nicht.

      „Mir als Christin ist derlei Firlefanz aber so etwas von gleichgültig … und darin stimme ich mit vielen anderen Bekannten und Verwandten überein.“

      Ist das jetzt ein Argument? Wie konnten Sie denn dann überhaupt jemals glauben? Aus Überzeugung ja wohl nicht, oder?

      „Meine Art Gott zu erleben ist für mich die richtige Art – wie sich bisher bestätigt hat in meinem Leben“

      Wodurch hat es sich denn bestätigt? Sagen Sie jetzt bloß nicht, dass es sich gut und richtig „anfühlt“…

      Ihrer Meinung nach bestimmen allein Sie, wer oder was Gott für Sie ist.

      Das widerspricht jeglicher Idee eines echten Gottes. Denn ein solcher lässt sich nicht von einem Menschen sagen, wer oder was er zu sein hat. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Doch diese Vorstellung geht Ihnen wie Millionen anderen gegen den Strich.

      Es muss anscheinend erst wieder ganz schlimm werden, bis die Menschen von ihrer Hybris lassen und zu fragen anfangen:

      Wer bist Du eigentlich und was willst Du?

      (Im Vertrauen: die Antwort darauf wird sich diametral von jeglicher weichgespülten Käsmann-Vorstellung eines knuddelbaren Plüschtier-Gottes ohne Ansprüche und Erwartungen unterscheiden.)

  17. Dieser Artikel ist die richtige Analyse über unser Land.

    Ich befürchte, dass die meisten Menschen das als Hirngespinst abtun, weil sie Gott als nicht existent betrachten.

    Ich versuchte immer wieder, den jetzigen Zustand Deutschlands mit Gottes Handeln an Israel in Verbindung zu bringen, und drehte mich im Kreis.

    Sie haben mit diesem Artikel meine Gedanken bei weitem übertroffen, und Sie haben das Wesentliche korrekt herausgearbeitet!
    Vielen Dank!

  18. Vielen Dank für diesen Artikel!

    Meines Erachtens wird hier der Kern aller Probleme angesprochen. Ob daraus aber rechtzeitig die notwendingen Konsequenzen gezogen werden, bezweifel ich. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Frohe Weihnachten 🙂

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