Impressionen vom Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt von Daniel Schweizer

Der Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt im vergangenen Jahr wirft auch dieses Jahr seine Schatten auf die Adventszeit. Am Wochenende zum 1. Advent hatte ich mit einem guten Kumpel einen gemeinsamen Weihnachtsmarkt -Besuch geplant. Doch ich hatte angesichts der Terrorgefahr auch nochmals die Frage in den Raum geworfen, ob wir tatsächlich hingehen sollen. Denn ganz frei von der Angst war ich nicht, ausgerechnet hier zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Nichts desto trotz entschieden wir uns zu diesem Weihnachtsmarktbesuch. Zum einen kann man auch sonst unterwegs in der Stadt zur falschen Zeit am falschen Ort sein. So unberechenbar ist der Terror geworden. Und vor allem: Wenn wir aus Angst vor dem Terror die Weihnachtsmärkte meiden, haben IS-Terroristen ihr Ziel erreicht.

Und es hat sich gelohnt, den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Genau genommen den Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt. Es war ein sehr schöner und erlebnisreicher Nachmittag. Und um ein Zeichen zu setzen, wollen wir mit Ihnen ein wenig die Impressionen teilen. Ein Zeichen an die Terroristen, dass wir euch nicht den Gefallen tun, uns unsere Art zu leben und unsere Kultur zerstören zu lassen. Und ein Zeichen an die Politik, das zum Handeln auffordert. Weil sich der 19. Dezember 2016 nicht wiederholen darf.

Der Ludwigsburger Weihnachtsmarkt besticht vor allem durch seine barocke Kulisse des historischen Marktplatzes. Als Eingeborener in Alt-Württemberg wird man sich dort eher wie in Oberschwaben, Italien oder Frankreich vorkommen. Wegen seiner barocken Architektur wird insbesondere das berühmte Schloss Ludwigsburg gerne als „Schwäbisches Versailles“ bezeichnet. Das Schloss Versailles diente auch als Vorbild. Tatsächlich setzte sich barocke Architektur deutlich mehr in katholischen Gebieten durch. Diente sie doch neben dem Absolutismus auch der Gegenreformation als Bollwerk. Also nicht verwunderlich, dass diese Architektur im protestantischen, häufig pietistischen Alt-Württemberg fast wie ein Stück Exotik wirkt.

Umso mehr haben dort einige Bauten in Stuttgart, aber vor allem die im 18. Jahrhundert von Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg gegründete barocke Planstadt Ludwigsburg ihren besonderen Reiz. Typisch für absolutistische Herrscher seiner Zeit setzte er mit der Errichtung Ludwigsburgs den Glanz seiner Herrschaft durch eine Residenz außerhalb der alten Hauptstadt Stuttgart in Szene. Nach dem Vorbild von Versailles. Die Gründung der Residenzstatt wie auch das dortige Leben des Herzogs war mit so manchen Anrüchigkeiten verbunden. Aber nichts desto trotz dürfen wir einfachen Bürger heute in der Ludwigsburger Altstadt diese traumhafte Barockkulisse genießen, die auch das Flair des Weihnachtsmarktes ausmacht. Und die auch die folgenden Impressionen prägen.

Und nein, die Impressionen dürfen – anders als Merkels Kartoffelsuppe und Blockflöte – nicht vom Ernst der Lage ablenken. Deshalb zu Beginn erst einmal die Inspektion der möglichen Merkel-Sperren. Bei denen wir aber Zweifel hatten, ob es sich um solche handelt:

Aber nun im Folgenden drei schöne Impressionen, die gezeigt haben: Es lohnt sich, den Einschüchterungsversuchen der Terroristen die Stirn zu bieten und die Weihnachtsmärkte zu genießen.

Ein wunderschöner Ausblick vom Turm der evangelischen Stadtkirche, auf das Schloss Ludwigsburg im Hintergrund, den Weihnachtsmarkt auf dem barocken Marktplatz und die gegenüberliegende katholische Kirche:

Und als krönender Abschluss die Glocken der prächtigen barocken evangelischen Stadtkirche in der abendlichen Beleuchtung, Weihnachtsmarkt in wunderschönem historischen abendländischen Ambiente:

Die Impressionen zeigen also: Es hat sich gelohnt, sich nicht von den Terroristen einschüchtern zu lassen. Die Belohnung war ein wunderschöner 1. Advent auf dem Ludwigsburger Barock-Weihnachtsmarkt. Die große Menschenmenge war ein Zeichen, dass viele andere auch den Einschüchterungsversuchen der Terrorgruppe Islamischer Staat die Stirn geboten haben.

Doch bekanntlich ist damit das Problem noch lange nicht gelöst. Erst am 24. Dezember wissen wir, ob unsere Weihnachtsmärkte alle vom Terror verschont geblieben sind. Und ob alle Weihnachtsmarktbesucher wieder lebend nach Hause gekommen sind.

Damit alle Weihnachtsmarktbesucher dieses Jahr auch einen so unbeschwerten Tag erleben dürfen und lebend wieder nach Hause kommen, müssen wir hiermit Gesetzgeber, Exekutive und Justiz in die Pflicht nehmen. Damit es keinen einzigen weiteren Terroranschlag mehr geben wird. Exekutive und Justiz müssen endlich alle schon vorhandenen gesetzlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um schon bei den Gefährdern anzufangen. Damit diese ihren Plänen keine Taten folgen lassen können. Und bestehende Gesetze endlich anwenden, um die Kontrolle zurück zu gewinnen, wer in unser Land einreist. Und wo die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Exekutiven und der Justiz noch Steine in den Weg legen: Hier hat der Gesetzgeber endlich die Gesetze zu verschärfen, um Terroristen bereits zu bekämpfen, bevor sie zur Tat übergehen.

Und jeder Einzelne von uns kann etwas tun, um der Politik Druck zum Handeln zu machen:

Bei Philosophia Perennis und anderen alternativen Medien Artikel einreichen, in denen das Versagen der Altparteien beim Namen genannt wird.
Die Alternative für Deutschland wählen, die einzige Partei, die die politischen Missstände klar beim Namen nennt.

Wer noch Mitglied in einer der Parteien Linke, Grüne, SPD, FDP, CDU oder CSU ist: Parteimitgliedschaft kündigen und ihnen ihr Versagen bei der Terrorbekämpfung als Spiegel vorhalten.

Zu letzterem Schritt: Ich verurteile keinen Menschen dafür, noch Mitglied in einer der Altparteien zu sein. Ich selbst habe lange damit gerungen, aber bin am Ende den entscheidenden Schritt gegangen: Austritt aus der Merkel-Union. Seither kann ich viel befreiter der Politik den Spiegel ihres Versagens vorhalten. Weshalb ich den Schritt nur weiterempfehlen kann, aus den Parteien auszutreten, die uns diese Terrorgefahr eingebrockt haben.

Wichtige Anmerkung: Wie zu lesen ist, war ich gemeinsam mit einem guten Kumpel auf dem Weihnachtsmarkt. Er selbst möchte anonym bleiben. Die von mir im Artikel geäußerten Standpunkte spiegeln nicht zwangsläufig unsere gemeinsamen Standpunkte wider. Jeder von uns hat zu jedem politischen Thema seine Meinung. Zu den Schnittmengen unserer Meinungen gehört aber nach wie vor unsere Ablehnung von Merkels Migrationspolitik.