Ein Gastbeitrag von Adam Elknakhal

Weltweit ist es das Normalste überhaupt: Ein Staat unterhält seine Botschaft in der jeweiligen Hauptstadt des gastgebenden Staates. Eine allgemein anerkannte Ausnahme gilt lediglich für das Königreich der Niederlande, weil ’s-Gravenhage (Den Haag) dort der Regierungssitz mit allen wichtigen politischen Schaltstellen ist und auch die Königliche Familie ebendort ihren Hauptsitz hat und nicht im Aushängeschild Amsterdam. Eine weitere Ausnahme sind die Vertretungen beim Heiligen Stuhl; was der Tatsache geschuldet ist, dass der Staat Vatikanstadt räumlich doch sehr begrenzt ist.

Ansonsten ist es jedoch auf dem gesamten Globus üblich, dass die Botschaften in der Hauptstadt residieren.

Nur in Israel war dies bis dato anders. Sämtliche Botschaften im einzigen jüdisch geprägten Staat haben ihren Sitz in Tel Aviv, um die arabische Seite nicht zu verärgern. Lediglich Costa Rica und Ecuador ließen den Botschafter bis Mitte 2006 in Jerusalem residieren, bevor man auch hier dem Druck stattgab und in die moderne Mittelmeermetropole umzog.

Abgesehen davon, dass bereits das Alte Testament Jerusalem erwähnte, lange bevor es den Koran gab – der Jerusalem kein einziges Mal erwähnt -, haben sämtliche zentralen staatlichen Organe Israels ihren Sitz in Jerusalem.

Allen voran genannt sei die Knesset, das Parlament, welches das Herzstück der einzigen freien Demokratie von der Westspitze Afrikas bis nach Zentralasien ist. Die Knesset garantiert sogar, dass die arabisch-muslimische Minderheit in Israel am demokratischen Prozess der Gesetzgebung teilhaben kann. Ferner hat das Staatsoberhaupt seinen Sitz in der Hauptstadt, außerdem das Oberste Gericht als höchste Instanz des israelischen Gerichtswesen.

Mit dem Tempelberg, der auch in Merkel-Deutschland noch ‚Tempelberg‘ und nicht ‚Felsendomberg‘ heißt, beherbergt Jerusalem die heiligste Stätte im Judentum.

Wenn die jüdische Religion einen geographischen Mittelpunkt hat, dann in der Altstadt Jerusalems. Die islamische Religion stellt ja selbst klar, dass Mekka und Medina für sie die heiligsten Stätten darstellen und Jerusalem erst an dritter Stelle folgt.

Trotzdem tun viele Medien so als sei Jerusalem sowohl für das Judentum als auch für den Islam die heiligste Stadt. Dabei trifft dies auch nach einhelliger innerislamischer Ansicht nicht zu.

Von Mekka und Medina liegt Jerusalem denn auch deutlich weiter entfernt als beide Städte untereinander. Es sind fast 1000 Kilometer, die beide Städte von einander trennen und es ist mehr als fraglich, ob Mohammed im siebten Jahrhundert tatsächlich jemals einen Fuß in die Stadt Jerusalem gesetzt hat.

Das islamische Jerusalem, in dem der selbsternannte Prophet seine angebliche Himmelfahrt angetreten haben soll, scheint eine von vielen Lügen zu sein, an welche die islamische Welt krampfhaft festhält.

Gleich: US-Präsident Donald Trump hat jetzt für politisch klare Fakten gesorgt und sich ganz klar hinter den Staat Israel und seine Hauptstadt gestellt. Am Dienstag (05.12.) kündigte er an, dass die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Jerusalem Quartier nehmen wird.

Das muss kein großer Akt werden: Das jetzige Generalkonsulat der USA in Jerusalem würde zur Botschaft befördert und die jetzige Botschaft in Tel Aviv würde als Generalkonsulat ‚herabgestuft‘.

Es ist ein kleiner Schritt, der schon jetzt eine große Wirkung entfaltet. Denn er symbolisiert die Konsequenz des Präsidenten Trump ohne falsche Kompromisse zur einzigen freien Demokratie im Nahen Osten zu halten und auch den Konflikt mit dem islamextremistischen Terror nicht zu fürchten.

Es ist eine Konsequenz, von der sich viele westliche Staaten, die gerne warme Worte in den Mund nehmen, eine gehörige Scheibe abschneiden könnten.

Allen voran unsere Kanzlerin, die über Israels Existenzrecht als „deutsche Staatsräson“ spricht, könnte nun ihren als leer empfundenen Worten Taten folgen lassen und die deutsche Botschaft in Israel ebenfalls dorthin verlegen, wo sie auch hingehört: In die Hauptstadt Jerusalem!

Die Wahrscheinlichkeit, dass dies in absehbarer Zeit passieren wird, geht freilich gegen Null.

Trotzdem bleibt der Schritt der Vereinigten Staaten ein Hoffnungsschimmer und vielleicht setzt er einen Dominoeffekt in Gang – auf dem Weg zur Normalität.

Das von Feinden umgebene Israel kann aufatmen. Der große Bruder steht wieder freundschaftlich an der verwundbaren Seite. Trump sei Dank!

***

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free yourself
Gast
free yourself

Zwei Artikel zum Thema:
„… deutsche Mitschrift der Rede von Präsident Donald Trump, die er gestern Abend am 6. Dezember 21017, im „Diplomatic Reception Room“ des Weißen Hauses in Washington hielt.“

http://www.achgut.com/artikel/trumps_jerusalem_rede_auf_deutsch

„Trump und Jerusalem – Wiederkehr der klassischen Machtpolitik“

https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/trump-und-jerusalem-wiederkehr-der-klassischen-machtpolitik/

trackback

[…] und ist natürlich satirisch gemeint. Aber auf das, was Presse und Deutschland zu der Nachricht der Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem von sich gaben – und was vermutlich nicht irgendwie unernst gemeint war, kann man vermutlich […]

derfluglotse
Gast

Auch wenn ich mich beim Israel-Palästina-Konflikt immer etwas rausgehalten habe, und auch, wenn ich fürchte, dass diese Entscheidung Trumps nicht ohne Tote vonstatten gehen wird, so kann ich mich einer gewissen gar nicht so klammheimlichen Freude nicht erwehren. Das liegt vor allem daran, dass mir der Islam (zumindest in seiner gegewärtigen Erscheinungsform) in der letzten Zeit gar zu sehr auf die Nerven gegangen ist, bzw. vor allem die westlichen Dhimmis, die sich in vorauseilendem Gehorsam schon im Staube wälzen, Füße waschen, und im Internet eine Löschorgie veranstalten, als gelte dort bereits die Scharia. Je suis Charlie? – würde heute wohl… Mehr lesen »

Patricia Steinkirchner
Gast
Patricia Steinkirchner

Ein guter, wunderbarer Tag! Endlich hat einer den Mut, diese längst fällige Entscheidung zu treffen. Danke, Mr. President! Schalom.

Churchill
Gast
Churchill

Herr Jens:“ dass der Staat Israel in dem Gebiet anderer Menschen gegründet wurde.“ Da erzählen Sie ein Märchen aus 1001 Nacht. Klar, Araber Glauben daran!

Brockenteufel
Gast
Brockenteufel

„Trotzdem tun viele Medien so als sei Jerusalem sowohl für das Judentum als auch für den Islam die heiligste Stadt.“

Auch für das Christentum spielt Jerusalem eine überaus wichtige Rolle und es wurde auch im Mittelalter von den Christen erobert

Hans Adler
Gast
Hans Adler

Ein Jeder mag von Trump halten was er möchte, doch in einem Punkt ist er ein großes Vorbild: er tritt den Bückbetern kräftig in die hochgelupften Eroberungs-Ärsche und gibt Ihnen das, was ihnen zusteht. Dank an Donald Trump, der im Gegensatz zu den EU-Vorgartenzwergen kein widerlich kriechender Muselpfannenschwenker ist.

Knorke Knooshood
Gast
Knorke Knooshood

Da sieht man es wieder: Trump ist ein durchaus vernunftbegabtes menschliches Individuum, ein Mann, der definitiv nicht so schlecht, inkompetent, Film und verrückt ist, wie man ihn gern im merkeltreuen Mainstreammedienzirkus hinstellt. Generell gilt: Das Existenzrecht Israels steht außer Frage und sollte von einem jeden echten Demokraten verteidigt werden, insbesondere gegen die menschenverachtende Hassreligion des Islam und ihre Hardliner, die dieses schöne, moderne und nicht nur in technologischer Hinsicht für die Welt wichtige Land am liebsten brennen sehen und vernichten wollen. Diese islamische Höllenconnection überbietet sich gegenseitig in Vernichtungsphantasien. Es ist praktisch unmöglich, aufseiten der Palästinenser zu sein, die sich… Mehr lesen »

Ed Piper - pip-news
Autor

Guter Beitrag! Unerträglich, wie Moslem-Hetzer angesichts der Jerusalem Entscheidung Trumps ihren notorischen Israel-Hass nun als „Kränkung“ verkaufen wollen und dabei auch von deutschen MainstreamMedien unterstützt werden.

Udo
Gast
Udo

Und schon fängt der kleine Erdogan an zu drohen! Warum wirft man ihn nicht einfach aus der NATO, Griechenland bietet sich doch auch für eine strategisch günstige Lage an?!

Heike Tröger-Werner
Gast
Heike Tröger-Werner

UPS! Nun wird auch noch von Merkel gefordert, dass sie klare Position bezieht! Im Moment bläst ihr wirklich ein starker Wind ins Gesicht. Ich befürchte jedoch, wir werden eher per Gesetz zum Burkatragen verpflichtet……

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Jerusalem ist die Hauptstadt der Juden. Und die Tatsache, daß es einen Naostkonflikt gibt, ist Resultat islamisch-arabischerer Eroberungen im Frühmittelalter. Die Gründung des Staates Israel ist späte Rückgabe an den eigentlichen Eigentümer resp. seine Erben. Zudem leben zahlreiche Araber, die sich nicht mit dem Kunstwort „Palestinenser“ benennen müssen (ein Wort aus dem Lateinischen!), friedlich und gleichberechtigt in Israel, dem einzigen Land im nahen Osten, in dem es demokratisch zugeht. Aber was der böse Trump anerkennt, kann ja nicht richtig sein. Und nun krähen alle Islam-Freaks und Terroristenversteher. Warum haben sie im April nicht gekräht? Vielleicht werfen sie mal einen Blick… Mehr lesen »

Kulleraugen
Gast
Kulleraugen

damit die AXT an den Weltfrieden gelegt

Jens
Gast
Jens

Vielleicht etwas einseitig, denn dass es den derzeitigen Konflikt überhaupt gibt ist dem Unstand geschuldet, dass der Staat Israel in dem Gebiet anderer Menschen gegründet wurde. Rückgängig zu machen geht da natürlich nicht mehr.
Daher stimme ich zu, dass der Konflikt endlich gelöst werden muss. Und da die seit Jahrzehnten gefahrene Politik der Zugeständnisse gescheitert ist, bleibt nur noch die Lösung der Härte.

ceterum_censeo
Gast
ceterum_censeo

‚…. die deutsche Botschaft in Israel ebenfalls dorthin verlegen, wo sie auch hingehört: In die Hauptstadt Jerusalem!‘

Aber nein doch! Das kann man den ISlamikern keinesfalls zumuten!

Kriegen die doch wie gerade gehabt schon bei der Nennung des ‚St. Martins-Tages ‚ die Krise und müssen zum Jihad aufrüsten!

Churchill
Gast
Churchill

Jetzt wird es aber höchste Zeit, wenn dies nicht schon geschehen ist, dass die deutschen Medien, alle anführend Claus Kleber, Marietta Slomka und der Rest der linken Mischpoke, Abbas und sonstige angemaßte Präsidenten ihre Bedenken, sorry, ihren Hass auf Israel, äußern lassen Und damit den Deutschen helfen, Trump als einen Von Unberechenbarkeit Und Kriegslust getriebenen Egozentriker zu sehen. Gleichzeitig setzen die Meinungsmonopolisten aber eine betroffenes Gesicht auf, sobald irgendetwas mit Holocaust und „nie wieder“ Gegenstand der Berichterstattung ist. Denn der gute Jude ist nur der tote Jude.

free yourself
Gast
free yourself

Geht es nach dem islamischen Glauben, so gehört die ganze Welt den Muslimen und nicht den jeweiligen angestammten Bevölkerungen. Wenn also irgendwann Berlin, Paris, London, Washington, Moskau oder ganze Staaten zu islamischen Gebieten erklärt werden, braucht sich niemand zu wundern. Die Muslime haben sich nur das genommen, was ihnen laut Koran immer schon gehörte. Sobald sie sich irgendwo genügend ausgebreitet haben, erheben sie Besitzansprüche, siehe Myanmar. Klappt das nicht, erklären sie sich zu Opfern. Illegale Einwanderung, Bevölkerungsjihad, Terroranschläge, Unterwanderung, moralische Erpressung und sich zu Opfern stilisieren, sind Strategien, die islamische Agenda der Welteroberung durchzusetzen. Da alle Andersgläubigen oder Religionsfreie nach… Mehr lesen »

Peter Krauss
Gast
Peter Krauss

Jerusalem, Hauptstadt des freien jüdischen Staates Israel!
Meine volle Sympathie für euch!