Progressive Kräfte haben eine alte deutsche Tradition wiederbelebt: Das Ausgrenzen. Wo man früher Gesetzte schrieb, um Volksschädlinge von den wertvollen Volksgenossen zu trennen, da filtert man heute einfach per App.

Das ist natürlich relativ plump und für einen Blog mit intellektuellem Anspruch ungeeignet. Deswegen haben wir ein neues Verfahren entwickelt:

Das progressiv-passive Deamifikationsverfahren, garantiert CO2 und gender-neutral.

  • Der Facebook Freundeskreis soll kleiner werden?
  • Sie sind es leid, jeden Tag Meinungen zu lesen, die Sie nicht mögen?
  • Es ist Ihnen peinlich mit Personen verlinkt zu sein, die Claudia Roth zitieren?

Wenden Sie unser neues Verfahren an, bevor wir es patentieren lassen.

Stufe 1 – Breitbandanwendung bei niedriger Intensität

  • posten Sie nationale Symbole nach Artikel 22 GG (schwarz-rot-Gold)
  • Zitieren Sie Art. 116 des Grundgesetzes (wer ist Deutscher) und je nach Laune noch einige Artikel der Grundrechte zu aktuellen Ereignissen.
    Also z.B. bei Demos ausländischer Islamisten, den Art. 8:
    „Alle Deutschen haben das Recht, sich ohne Anmeldung oder Erlaubnis friedlich und ohne Waffen zu versammeln.“
  • Liken Sie die AfD oder zumindest Bosbach.
  • Loben Sie Israel.
    Mögliche Gründe sind so vielfältig, wie es Themen gibt.
    Die einzige Demokratie im Nahen Osten, Achtung der Menschenrechte, das einzige Land im Nahen Osten in dem LGBTs sicher leben. Wenn das thematisch nicht passt, dann bleibt immer noch eine lobende Erwähnung des wunderbaren Wetters, bei dem die Sonne auf den noch wunderbareren Strand von Tel Aviv scheint und vergessen Sie nicht, die selbstverständlich Bikini-tragenden Frauen an diesem Strand zu erwähnen. Was sich problemlos überleiten lässt, zur

Stufe 2  – Zielgruppenspezifische Abschreckung mit mittlerer Intensität

  • in dem Sie der Schilderung der ungezwungenen Frauen am Strand von Tel Aviv, noch eine Bemerkung über die vorzügliche Wirkung, in Sachen Hautschutz, bei der in islamischen Ländern üblichen Badekleidung fallen lassen.
  • Sie können das Thema noch beliebig erweitern, z.B. durch den Hinweis, dass man in Tel Aviv selbstverständlich mit dem für manche verstörenden Anblick schwuler Pärchen rechnen müsse, was ja in anderen Ländern der Region durch den Anblick Schwuler, die von Baukränen herunterhängen ersetzt wird.
  • Liken Sie Akif Pirincci oder David Berger.
  • Zitieren Sie ein bißchen aus dem letzten Bericht des Bundeskriminalamts.
    Besonders die Belastung pro Einwohnerzahl bei Gewalt- oder Sexualdelikten zeigen eine gute, entfreundete Wirklung.
  • Auch der Verfassungsschutzbericht, Abteilung Islamischer Extremismus hat sich bewährt.
    Zur Wirkungsverstärkung nimmt man immer die betont niedrige offizielle Zahl von Anhängern des Islam im Land und rechnet die Anzahl der im Verfassungsschutzberichten erwähnten Radikalen in %  hierzu um.
    Wenn das noch wirkungslos bleibt: machen Sie das Gleiche bei deutschen Rechtsradikalen, stellen sie beide %Sätze nebeneinander und genießen Sie das Ergebnis.

Stufe 3 – Enge Streuung, maximale Intensität

Hier gilt es zunächst zu planen, wer entfreundet werden soll.

  • Grüne sprechen fast auf alle bisher erwähnten Mittel an.
    Deswegen -für ganz hartnäckige Fälle- fordern Sie Volksabstimmungen, z.B. beim Bau von Flüchtlingsheimen.
  • Sozialdemokraten sind liebenswerte Zeitgenossen und stehen während der Zeit, in der Martin Schulz den Vorsitz hat, unter Artenschutz, sie haben unser Mitgefühl bitter nötig.
  • Mit Mitgliedern der LINKEN sind Sie ja hoffentlich gar nicht erst befreundet?
  • Bei CDU Mitglieder empfehlen wir beliebige Auszüge oder Reden ihrer Vorsitzenden zum Thema Multikulti, Asyl, illegale Einwanderung. Würden wir alle Zitate hier anführen, unser Blog würde den Festplattenplatz sprengen.
    Das Risiko hierbei ist natürlich, dass Sie merken, dass diese Zitate dem CDU Fan peinlich sind und Sie merken, dass er gleicher Meinung wie Sie ist.
    Unser Tip: Behalten Sie ihn doch als Freund.

Unser progressiv-passives Deamifikationsverfahren funktioniert. Und niemand kann Ihnen vorwerfen, Sie würden keine anderen Meinungen tolerieren.

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