Plane qualis dominus, talis et servus* 

(David Berger) „Wie der Herr, so’s Gescherr“, haben sich vermutlich viele gedacht, als sie die Reaktionen des Medienchefs von Rainer Maria Kardinal Woelki, Dr. Ansgar Mayer (43), auf den Erfolg der AfD bei der Bundestagswahl mit Kopfschütteln lasen.

Herr Mayer ist nach der Selbstaussage des Erzbistums 2016 mit dem Schwerpunkt eingestellt worden, unter Kardinal Woelki „die Etablierung einer digitalen Kommunikationskultur“ zu ermöglichen.

Schauen wir uns mal an, wie sich diese digitale Kommunikationskultur bei ihm gestaltet:

Wenige Stunden, nachdem klar war, dass die AfD die größten Zugewinne bei der Bundestagswahl einfahren konnte und dieser Erfolg auch auf Mittel- und Ostdeutschland, besonders Sachsen, zurückzuführen is, ließ der der Medienchef des ebenfalls immer häufiger durch verstörende Aussagen auffallenden Kölner Kardinals folgende Weihrauchwolke auf Twitter entfleuchen:

Dabei handelte es sich erst um den letzten Hassrede-Ausbruch eines Mannes, der bei Twitter eine ganze Legion an Weinflaschen zum Vorschaubild gewählt hat, dem bereits einige andere Tweets ähnlichen Inhalts vorausgegangen waren – jeweils im Stundentakt:

Und natürlich durfte auch eine Nazi-Reminiszens nicht fehlen:

Letzterer Tweet klingt fast so, als habe sich Herr Mayer auch andere Gags ausgedacht, mit denen Kardinal Woelki Frau Merkel zeigt, dass er Muttis kleiner Liebling ist. So etwa jenen mit dem Flüchtlingsboot als Fronleichnamsaltar oder die Auftritte Woelkis mit einem Fahrrad („Klimawandel“) oder eine Rettungsweste („Schlepperorganisationen“).

ScienceFiles bemerkt zutreffend zu all dem Wahnsinn, der sich so innerhalb weniger Stunden entlud:

„Betrachtet man diese Tweets des Medienchefs von Rainer Maria Kardinal Woelki, dem Erzbischof von Köln, dann muss man feststellen, dass in der katholischen Kirche von Köln der Hass an die Stelle der Liebe getreten ist, die Katholiken offiziell zu verbreiten behaupten.

Es innozenzt, wie man sagen könnte. Im Erzbistum hat man offensichtlich Blut geleckt und freut sich schon auf die kommenden verbalen Kreuzzüge, die für die Vielfalt geführt werden, aber gegen alle Sachsen und alle, die die AfD gewählt haben. Es lebe der ideologische Krieg im Namen des Herren.“

Später wurde es dann dem Sprecher unter dem promovierten Medienfachmann unter all den Weinflaschen des Herrn doch etwas unwohl. Und er ließ wissen, diese Tweets seien natürlich ganz persönlich und hätten mit seinem Job gar nichts zu tun. Hier einen Zusammenhang zwischen dem Erzbistum herzustellen, sie „absurd“. Schließlich gehe es hier um ein Thema (AfD), das mit Katholischem oder Religiösem gar nichts zu tun habe.

Eine Aussage, die angesichts der permanenten öffentlichen Kundgebungen seines Dienstherren zu allen möglichen Fragen, die mit der katholischen Kirche rein gar nichts zu tun haben, entweder ironisch, perfide oder schlicht dumm ist. Und unsererseits die Frage aufkommen lässt, wie viele der auf dem Twitterprofil präsentierten Weinflaschen noch voll sind.

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*Wie der Herr, so auch der Sklave (aus: Titus Petronius, Gastmahl des Trimalchio)

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