(David Berger) Es waren Menschen mit Migrationshintergrund, die den ausreisepflichtigen, aber nie abgeschobenen Messer-Terroristen von Hamburg in Zaum hielten bis die Polizei kam. Dadurch konnte vermutlich Schlimmeres verhindert werden. Ohne Zweifel eine mutige und großartige Tat. Markus Hibbeler hat ihre Facebookprofile näher angesehen und erste Zweifel bekommen, ob sie die Perser wirklich rundum als Vorbilder eignen.

Schon bald nachdem die Nachrichten über das Messer-Massaker in Hamburg in ganzer Welt die Runde machten, tauchte im Internet ein Video auf, dass die Passanten zeigt, die den Allahu-Akbar-Terroristen in Schach hielten bis die Polizei kam. Dadurch konnte verhindert werden, dass Schlimmeres passierte.

Was sofort auffällt: es waren ebenfalls Menschen mit Migrationshintergrund, die hier – auch unter Inkaufnahme der Gefahr für ihre eigene Gesundheit und ihr Leben – aktiv wurden.

Sehr schnell stellte sich heraus, dass es sich bei den Helden von Hamburg um gebürtige Perser handelt.

Markus Hibbeler schreibt dazu:

„Dafür natürlich erstmal Respekt, denn letztlich haben diese Männer ihr Leben riskiert. Hätten die meisten deutschen Männer ohne Migrationshintergrund ähnlich gehandelt?

Ich will in diese Sache nicht zu viel hineininterpretieren, aber ich behaupte mal: Nein. Viele sind leider Angsthasen, komplett auf Deeskalation getrimmt (ich nehme mich da nicht aus) und schauen weg. Man sieht es in der ganzen Debatte um sexuelle Übergriffe und den radikalen Islam: Wie viele Mitglieder der Mehrheitsgesellschaft haben mich entfreundet, weil ihnen die innere Sicherheit und auch die Freiheit der Frauen am Allerwertesten vorbeigeht und sie lieber ihr politisch korrektes Weltbild konservieren wollen oder Angst vor beruflichen Nachteilen haben. Weshalb konnten z.B. die Frauen in Köln und anderswo an Silvester 2015 nicht beschützt werden?“ 

Später bekam die Heldenstory aber bedenkliche Risse. Ebenfalls Hibbeler schreibt heute morgen:

„Ich habe mir mal die fb-Profile der gebürtigen Perser angesehen, die den Terroristen von Hamburg stellten und so vermutlich Schlimmeres verhindert haben. Natürlich verdient das zunächst einmal Respekt, zumal ich ja ein Posting zuvor gerade unsere Kultur der mangelnden Zivilcourage und des Wegsehens kritisiert habe. Natürlich wird sich die Presse jetzt auf diese Helden stürzen.

Doch leider findet man auf mindestens zwei Profilen antisemitische Propaganda (Tenor: Israel sei Schuld am Terror, der Mossad habe das inszeniert), und auch sonst dominieren Macho-Posen: Fäuste, grimmige Blicke, Knarren… ein rein männliches Umfeld.

Frauen werden erst gar nicht gezeigt. Um hier keinen Internet-Pranger aufzumachen, werde ich hier weder Screenshots posten noch einen Link zu den Profilen einstellen. Ich bin aber eben dafür, kritisch zu sein.

♦ Wie stehen die Männer zur Gleichberechtigung oder zum Exitenzrecht Israels?

♦ Wie sehen sie als Perser die vom Iran unterstützte schiitische Terrormiliz Hisbollah?

Solche Fragen werden meine Pressekollegen ihnen vermutlich nicht gestellt haben. Doch gegen Terror zu sein, reicht nicht aus, um in unserer Gesellschaft integriert zu sein. Integration bedeutet die Annahme unserer Werte und letztlich Assimilation.“

Was zusätzlich auffällt: Die großen Medien vom „Tagesspiegel“ bis zu Focus-Online sprechen alle davon, dass der Terrorist „religös gekleidet“ war:

Auf dem Video ist von solch einer „religösen Kleidung“ nichts zu sehen. Hat er sie während des Terroraktes ausgezogen? Nie angehabt? Oder wurde sie ihm entrissen?

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