(David Berger) Eigentlich sind sie die großen Heiligen der neuen Refugees welcome-Religion: die Flüchtlingsräte, -helfer und -paten. Umso erschütternder, wenn Fälle auftauchen, bei denen sich zeigt, dass der Heiligenschein ganz gewaltig schief sitzt.

So jetzt wieder in Leipzig. Gestern meldete die Leipziger Volkszeitung:

„Flüchtlingsrat Leipzig meldet Insolvenz an – Strafanzeige gegen Brogiato“.

Brogiato das ist die Vorsitzende des Vereins, der seit einigen Jahren – mit Hilfe von „Ehrenamtlichen“ – Immigranten durch Patenschaften, „Bildungsprogramme“ und Beratungen unterstützen möchte.

Nun hat der Flüchtlingsrat große Schwierigkeiten zu belegen, wo immerhin rund 168.000 Euro Zuschüsse von der Stadt geblieben sind.

Was ganz nebenbei ein erschreckendes Licht auf die Großzügigkeit der Stadt wirft, wenn nur das Wort „Flüchtling“ ins Spiel kommt. Jetzt allerdings hat die Stadt umgehend die Zahlungen gestoppt, überlegt sogar, ob sie Gelder zurück verlangen soll. Vorsichtshalber hat deshalb der Verein Insolvenz angemeldet, was ihn zahlungsunfähig macht.

Brogiato gibt sich allerdings als Opfer: Wer sich rund um die Uhr für die Flüchtlinge aufopfere, der habe keine Zeit sich so profanen Dingen wie dem Nachweis darüber, wo hundert Tausende von Euro geblieben sind, hinzugeben.

Mehr Rechtsbewusstsein zeigt nun der Kassenwart des Vereins, der Anwalt von Beruf ist und nun sich selbst, Brogiato und ein weiteres Vorstandsmitglied angezeigt hat – und zwar nicht nur wegen Insolvenzverschleppung, sondern auch wegen des Verdachts der Veruntreuung von Spendengeldern.