(David Berger) Der bekannte Journalist Henryk M. Broder hat in dem Onlinemagazin „Achse des Guten“ Margot Käßmann wegen ihres auf dem Kirchentag gefallenen und lautstark beklatschten Satzes „Zwei deutsche Eltern, vier deutsche Großeltern: Da weiß man, woher der braune Wind wirklich weht“ scharf kritisiert. Er schreibt:

„Was will uns Frau Käßmann damit sagen? Vermutlich das: Man wird als Nazi geboren. Alles, was dazu nötig ist, sind zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern. Das ist Rassismus pur, die Fortsetzung der Nürnberger Gesetze, diesmal nur andersrum. Brauchte man früher zwei jüdische Eltern und vier jüdische Großeltern, um als „Volljude“ eingestuft zu werden, wird jeder, der zwei deutsche Eltern und vier deutsche Großeltern hat, automatisch zum Vollnazi.“

Diese Aussage sei noch tollkühner als besoffen eine rote Ampel zu überfahren, meinte Broder.

Auch bei den Reaktionen evangelischer Christen überwiegt die bisweilen herbe Kritik: Über 1800 vor allem entsetze Kommentare finden sich inzwischen auf Käßmanns Facebook-Profil. Viele kündigten ihren sofortigen Kirchenaustritt an oder wollen Strafanzeige wegen Volksverhetzung erstatten, so Oppposition24. Gerade noch mehr Kirchenaustritte kann sich die evangelische Kirche nicht leisten. Schon 2015 meldete „Domradio“: „Im vergangenen Jahr haben so viele deutsche Protestanten ihre Kirche verlassen wie seit 20 Jahren nicht mehr. Die Zahl der Austritte stieg 2014 auf deutlich mehr als 200.000.

Inzwischen wird es auch Käßmann immer unwohler. Allerdings nicht wegen ihrer Aussagen, sondern wegen der Kritik daran. Wie die Morgenpost berichtet, denkt Margot Käßmann jetzt daran „rechtliche Schritte“ gegen Netzwerke einzuleiten, die ihre Rede auf dem Evangelischen Kirchentag falsch wiedergegeben haben. Besonders Twitter ist ihr da ein Dorn im Auge.

Mein Vorschlag, um das Problem zu lösen:

Wenn Heiko Maas ab September nicht mehr Justizminister ist,

Frau Käßmann aus der evangelischen Kirche wegen rassistischer Äußerungen und gedankliche Nähe zu den Nürnberger Gesetzes ausgeschlossen wurde,

und „Correctiv“ sich ganz auf das Ausspionieren des Sexuallebens von Nicht-SPD-Politikern spezialisiert hat,

… können sie zusammen ja ein Netzwerküberwachungs-Agentur eröffnen.

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Und so hat sich Imad Karim auf Facebook geäußert: