(David Berger) Wer gedacht hätte, Frau von der Leyen hätte als Verteidigungsministerin nicht genügend Biss und als Frau zu wenig Aggressivität, der wird nun eines Besseren belehrt. Nicht dass sie das Land vor der illegalen Masseneinwanderung schützen würde. Nein sie hat einen Feldzug begonnen, der seinesgleichen in der Geschichte der Bundesrepublik vergeblich sucht. Seit einigen Tagen wird zurückgeschossen, und keiner von denen, die“schon länger hier wohnen“, kann auf Gnade hoffen:

Selbst verdiente, ehemalige Bundeskanzler unserer Republik müssen daran glauben: So wurden tatsächlich die Studenten der Bundeswehr-Universität Hamburg angewiesen, ein Foto von Helmut Schmidt von der Wand zu nehmen.

Das Kriminelle an dem Foto: es zeigt Schmidt – ohne a-historische Schönfärberei und psychopathische, erfahrungsgemäß gefährliche Verdrängungsmechanismen – in Wehrmachtsuniform.

Auch den deutschen Spruch „Wo man singt, das lass dich nieder, böse Menschen kennen keine Lieder“, hat die sonst so musikalische Frau Minister nun widerlegt.

Von der Leyen hat mit sofortiger Wirkung die Ausgabe des Bundeswehr-Liederbuches „Kameraden singt!“ verboten.

In dem Buch finden sich skandalöserweise kaum englische Songs und sehr viele traditionelle deutsche oder ins Deutsche übersetzte Volks-, Wander- und Marschlieder.

So etwa „Schwarzbraun ist die Haselnuss“, ein Soldatenlied aus dem 19. Jahrhundert, das laut SPON „im vergangenen Jahrhundert von vielen deutschsprachigen Armeen gesungen wurde, so auch von der Deutschen Wehrmacht und danach von der Bundeswehr und vom Österreichischen Bundesheer.“

Inwiefern die von Heino interpretierte Fassung weiter vertrieben werden darf, ist noch völlig unklar. Bevor sie auf Youtube für Konsumenten mit deutscher IP gesperrt wird, sei den Heino-Fans empfohlen, sie sich irgendwie – auf legale Weise! – zu sichern:

Alleine die Tatsache, dass diese Lieder von den Nationalsozialisten missbraucht wurden, genügt offensichtlich schon, sie nun für den Gebrauch in der Bundeswehr zu verbieten.

Inwiefern und wann an eine Entnazifizierung der Soldatenlieder bei den Eidgenossen und in Österreich vom deutschen Bundesverteidigungsministerium aus, gedacht ist, ist nicht klar.

Wenn wir fairerweise einmal davon ausgehen, dass von der Leyen mit dem Maulkorb für die Bundeswehrsänger nicht die eigene Konkurrenz zu einer von ihr 1978 mit Eltern und Geschwistern aufgenommenen Single mit zwei Volskliedern (Hipper Titel: „Wohlauf in Gottes schöne Welt“) ausschalten wollte …

… muss man doch sagen:

Der radikale Feldug von der Leyens, gibt dieser die Chance sich endlich als Panzerministerin zu präsentieren. Nur um welchen Preis?

Konsequent geschlussfolgert, bedeuten die Reinigungsmaßnahmen, die gar keinen Hehl daraus machen, sich als Entnazifizierung der Bundeswehr zu verstehen, einen Vorwurf an die gesamte Institution der Bundeswehr, bevor sie von der Leyen vor gut drei Jahren übernahm:

Dass es sich bis vor wenigen Tagen bei der Bundeswehr um eine Nazi-Institution handelte.

Von der Leyens Aktionen implizieren aber auch den Vorwurf, dass all ihre Vorgänger bislang blind waren für diese nationalsozialistische Durchseuchung des Wehrstandes:

Angefangen von Franz Josef Strauß (CSU) über Peter Struck (SPD) bis hin zu Karl-Theodor zu Guttenberg und Thomas de Maizière (CDU). Auch wenn es diejenigen von ihnen, die noch unter uns weilen, noch nicht bemerkt haben: Sie sitzen auch auf der Anklagebank im Von der Leyen-Gerichtshof.