(David Berger) Den Besuch von Angela Merkel bei den Vereinigten Arabischen Emiraten nahm deren Botschafter in Berlin, Ali Abdullah al-Ahmed, zum Anlass die Bundeskanzlerin indirekt zu einer weniger naiven Asylpolitik – gerade im Zusammenhang mit der Einwanderung von Muslimen nach Deutschland zu warnen.

Die Aufnahme hunderttausender muslimischer Flüchtlinge durch Merkel sei zwar nett gemeint gewesen, aber nicht ohne Risiko. In diesem Zusammenhang sprach er direkt auch die zahlreichen radikalen islamischen Prediger in Deutschland an:

„Es ist sehr wichtig, dass man darauf achtet, welche Art von Botschaft Prediger in der Moschee in Europa an die Einwanderer weitergeben.“

Er sieht die Naivität des Anfangs („so viele Einwanderer wie möglich“) als tragisch an. Und könne die Menschen verstehen, die sich nun immer öfter fragen, ob die deutsche Gesellschaft „all diese Menschen verdauen“ kann und wie hoch die Risiken und Sicherheitsprobleme der Flüchtlingwelle tatsächlich sind.

Erleichtert zeigte sich der Botschafter dagegen angesichts des politischen Wechsels in den USA. Auch das Atomabkommen, das Obama mit dem Iran abgeschlossen habe und das von der Bundesregierung besonders begrüßt wurde, habe die Gefahr, die der Iran für seine Nachbarvölker darstellt, überhaupt nicht in den Blick genommen.