(David Berger) Es gehört mit zu den festen Regeln eines seriösen Journalismus, dass man das Privat- und besonders das Intimleben von Politikern oder anderen Personen des öffentlichen Lebens nicht in die Öffentlichkeit zieht, um es politisch gegen sie zu instrumentalisieren.

Aber inzwischen ist es mit dieser Regel nur noch ebenso weit her, wie mit jener, die Nazivergleiche zum No go erklärt. Wenn es gegen die „Richtigen“ geht, ist alles erlaubt.

Das hat man in der Woche nach dem AfD-Parteitag in Köln sehr deutlich gesehen. Ob es um das Sexualleben der Bundestagswahlkampf-Spitzenkandidatin Alice Weidel oder deren Wohnort und ihre Kinder geht, alles wurde auf einmal sehr schnell hervorgezogen.

Und jene Medien, die sonst sofort „Homophobie“ schreien, wenn ein Politiker gewisse und leider auch berechtigte Besorgnisse gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare hat, bedienten sich nun übelster homosexuellenfeindlicher, teilweise auch fremdenfeindlicher Klischees.

Damit machten sie wieder einmal klar, dass die immer wieder von ihnen beschworene Toleranz gegenüber Homosexuellen und auch Migranten nur so lange gilt, wie sie als Schoßhündchen der linksgrünen Politiker schön „Pfötchen“ und „Sitz“ machen.

Alice Weidel hat nun selbst dazu Stellung genommen und die Medien darum gebeten, sich doch wieder an ihre Regeln zu halten:

„Die Berichterstattung der vergangenen Tage war durch eine nicht nachvollziehbare Aufregung über meine Person geprägt und verleitete so manchen unseriösen Journalisten zu allerhand unsinnigen Spekulationen, denen ich nun durch die Darlegung simpler Fakten ein Ende bereiten werde.

Seit 2013 mache ich ehrenamtlich und aus voller Überzeugung Politik für die AfD in Deutschland, ohne einen Cent dafür zu erhalten.

Ehrenamtlich werde ich die AfD auch als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. Nicht zuletzt aufgrund dieses Vollzeitengagements habe ich meinen Lebensmittelpunkt in Deutschland, wo ich auch gemeldet bin.

Steuerrechtlich sind die Verhältnisse vollkommen klar definiert, Spekulationen darüber erübrigen sich.

Meine Schweizer Partnerin arbeitet in der Schweiz, weswegen es völlig normal ist, dass ich dort einen Zweitwohnsitz habe. Unsere Kinder leben bei ihrer Mutter, so dass ich mich wie jedes berufstätige Elternteil selbstverständlich darum bemühe, die wenige freie Zeit bei meiner Familie zu verbringen, wenn meine Familie nicht bei mir in Deutschland ist.

Meine Partnerin und ich bedauern es zutiefst, wie die Medien in den letzten Tagen versucht haben, unsere intimste Privatsphäre an die Öffentlichkeit zu zerren, um haltlose Stories zu produzieren.

Ich appelliere deshalb an alle Medienvertreter, dies aus Respekt vor meiner Familie zukünftig zu unterlassen und die gesetzlich festgelegten Grenzen nicht zu überschreiten.