Ein Gastbeitrag von Barbara Köster

Die Kopftuch-, Burka- und Niqab-Trägerinnen sind im Westen die Vorhut der islamischen Machtübernahme. Sie testen den Widerstand und sondieren das Gelände. Das Kopftuch ist das Symbol zur Kennzeichnung einer neo-islamischen Identität. Es soll ausdrücklich die Zugehörigkeit zur islamischen Gemeinschaft zeigen.

Es ist keine Folklore und keine Sitte, die Frauen schon immer so gepflegt haben, sondern ein Zeichen der Abgrenzung. Es erklärt die muslimische Frau als zum islamischen Korpus gehörend, unvermischbar mit der westlichen Lebensart.

Das Kopftuch ist ein politreligiöses Statement. Frauen unter das Kopftuch zu zwingen, ist ein politisches Projekt wie das Moscheebauprogramm. Es hat überdies hohe Priorität.

Viele Menschen im Westen wollen das Kopftuch immer noch nicht als Politikum wahrnehmen, sondern auf der ästhetischen Ebene belassen, als reine Geschmacksfrage. Wenn ich mir ein Argument ganz auf dieser Ebene erlauben darf: Das Kopftuch zu tragen in Gegenden, wo es nicht üblich ist, ist geschmacklos. Dies gilt auch für die Kleidchen der Männer, nicht zu reden von bestimmten Gebetsstellungen, die ebenfalls in der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Soweit zu meinem subjektiven ästhetischen Empfinden.

Oft wird das Kopftuchtragen auch als wichtiges Stadium der individuellen Identitätsfindung betrachtet. Dazu ist zu sagen: Es gibt in der islamischen Kultur keinen Raum für eine individuelle weibliche Identität.

Erziehungsziel für Mädchen und Frauen ist die widerspruchslose Einfügung in die muslimische Gemeinschaft, was gleichbedeutend ist mit der Unterordnung unter Vater oder Ehemann. Auch dafür steht das Kopftuch.

Das Posing mit dem Kopftuch auf westlichen Straßen und Plätzen ist vor allem eine Darstellung von Selbstgerechtigkeit und Selbsterhebung über die Frauen, die es nicht tragen.

Das Kopftuch ist ein Werkzeug zur Unterscheidung von Moral und Unmoral. Der Neo-Islam benötigt unmoralisches Verhalten, um selbst als moralisch gelten zu können. Diese Unmoral muss produziert werden. Eine Frau ohne Kopftuch wird zur Schlampe erklärt.

Das Kopftuch ist Teil der Körpersprache. Es bedeutet Unterwürfigkeit innerhalb der eigenen Gruppe. Gegenüber der fremden Gruppe signalisiert es Anderssein, Unnahbarkeit und Stolz.

Ich verspüre Unbehagen, wenn Frauen mit Kopftuch auf der Straße bewusst den Blickkontakt mit mir meiden und mich wie Luft behandeln. Diese Frauen sind vereinnahmt. Sie treten nicht als Person auf, sondern als Mitglied der Umma. Sie geben zu verstehen, dass sie selbstverständlich andere Werte vertreten und dass ihre Loyalität einer anderen Seite gehört. Eine Muslimin ist einer Nichtmuslimin prinzipiell zu nichts verpflichtet. Ich gehe sie nichts an. Das Kopftuch signalisiert dieses Desinteresse.

Dieser Einstellung Solidarität zu bekunden, bedeutet Unterwerfung. Im Begriff Unterwerfung liegt die Essenz des Islams als Religion der Gewalt. Diese offizielle Doktrin ist die zentrale Forderung an alle. Der Aufruf zur Unterwerfung ist eine unverhüllte Aggression, Drohung und Nötigung.

Der Islam will grundsätzlich Dominanz. Der Terrorismus ist angetreten, diesen Willen noch zu forcieren. Der Bundespräsident eines nichtmuslimischen Staates wie Österreich ist nicht berufen, die Ziele des politischen, imperialistischen Islams zu unterstützen. Es ist absonderlich, dies überhaupt betonen zu müssen.

Das Kopftuch ist so wenig nur ein Stück Stoff, wie Geld oder ein Diplom nur ein Stück Papier ist. Unsere Reden sind nicht nur Schall. Alles hat Bedeutung.

Das Kopftuch ist ein Mosaikstück eines totalitären Anspruchs auf Gehorsam und Verfügbarkeit.

Westliche Politikerinnen, die mit Kopftuch posieren, stimmen implizit zu, dass sie und die Frauen, die sie politisch vertreten, im Hause eingesperrt, bei Unbotmäßigkeit geschlagen und sogar getötet werden dürfen. Das ist Scharia. Die Verschleierung ist ein tragbares Haus, und Frauen vollständig unter Verschluss in einem Haus aus Mauern zu halten, wäre nur die logische Fortsetzung der eingeschlagenen Richtung.

Konsequent weiter gedacht, wird Deutschland bald nicht nur über das Kopftuch und die Burka, über Gebetspausen am Arbeitsplatz, das Fasten im Ramadan, Polygamie und Kinderehe diskutieren müssen, sondern auch über die Tötung von Ungläubigen, also über das Einverständnis mit dem eigenen Tod.

Der Dschihad könnte als zur „Religionsfreiheit“ zugehörig erklärt werden, wie sie bisher von deutschen Gerichten verstanden wurde, so z.B. im Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zum Kopftuch vom 13. März 2015. Wenn das Kopftuchtragen zum religiösen Kern erhöht wird, kann dies auch mit anderen angeblich „religiösen Regeln“ geschehen. Der Dschihad gehört dann zu Deutschland. Mitgegangen, mitgefangen und mitgehangen. Der Weg der Dehumanisierung ist beschritten.

Islamverbände könnten das Recht für sich reklamieren, nicht nur Frauen zu unterdrücken, sondern Ungläubige vollständig zu vernichten. Die freiwillige Unterwerfung Ungläubiger unter den Islam hat jedoch sowieso schon suizidale Züge.

Das Mittel der Wahl der Unterwerfungsverweigerer ist eine beständige Islamkritik, die die Gültigkeit sogenannter „religiöser Regeln“ von Grund auf prüft. Als Instrument zur Abwehr einer autoritären, reaktionären, diskriminierenden Ideologie, die der Freiheit und Gleichheit aller Menschen Hohn spricht, ist sie in einer Zeit, zu der westliche Politiker sich offensichtlich mit dem Islam verbünden, umso wichtiger.

Wer dies nicht begreift und Islamkritiker Phobiker oder Rassisten nennt, ist kein Adressat. Man kann nicht jeden dort abholen, wo er steht. Ideologiekritik ist keine Sozialarbeit.