„Es gibt derzeit keine gesicherten Quellen, die belegen, dass Assad für den Giftgasanschlag verantwortlich ist.“
Deutschlandfunk, 06.04.2017

(David Berger) Nun hat Trump also reagiert und die deutsche Presse jubelt zum ersten mal über ihn. Obwohl völlig unklar ist, wer für den Giftgasangriff in Syrien zuständig ist, ja eine Verantwortlichkeit des syrischen Regimes eher unwahrscheinlich erscheint, haben die US nun erstmals Luftangriffe gegen des Assad-Regime geflogen. Zu der Problematik der die US-Reaktion auslösenden Vermutungen:

(Alexandra Bader) Geht es nach manchen Medien, haben syrische Regierungstruppen die eigene Bevölkerung mit Giftgas angegriffen – und das ausgerechnet jetzt, wo wieder einmal eine Friedenslösung in Aussicht ist. Offenbar wird auf die Dummheit des Publikums spekuliert, das sich nicht mehr daran erinnert wird, dass Giftgasbestände der syrischen Regierung im Jahr 2014 im Auftrag der UNO vernichtet wurden.

Auch zuvor wurden sie nicht eingesetzt, sondern waren gut bewacht von Elitesoldaten verwahrt. Wir sehen jetzt altbekannte Akteure, die uns als glaubwürdige Quellen verkauft werden: die White Helmets und natürlich die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Man beachte, dass Russland zwar weiter Bashar Al-Assad unterstützt (bei seinem „Kampf gegen Terroristen“), jedoch verlangt, dass Beweise gesichert werden und man feststellt, was wirklich geschehen ist.

RT zitiert den Syrien-Experten Enrico Ivanov:

„Das erscheint mir wie eine False-Flag-Operation. Mit einem Chemieangriff wäre Assad die Person, die am meisten verlieren würde. Er mag durchaus schlecht sein, aber er ist kein Psychopath. Er wird keine Chemiewaffen benutzen, wenn er bereits auf der Gewinner-Seite steht. Der Angriff ist zum Vorteil der Rebellen und Dschihadisten. Die syrische Armee hat bereits fast alle verlorenen Gebiete in Hama zurückerobert.“

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