(David Berger) Die Drohungen von Heiko Maas und das grüne Licht, das ihm die Bundesregierung gestern für seinen Kampf gegen politisch unliebsame Positionen und Nachrichten, die nicht ins Konzept der derzeitigen Regierung passen, gab, zeigen sehr schnell erste Wirkungen.

Dabei scheint das Vertrauen in die selbst ernannten Hüter der wahren Nachrichten mit dem Namen „Correctiv“ nur bedingt.

Nein, die ganze „Community“ soll in den Aufbau eines Netzwerks, in dem nur die reine Lehre herrscht beteiligt werden. Und sich in diesem Sinne gegenseitig auf Verfehlungen hin ausspionieren:

Dazu schaltet Facebook ein neues Informations-Tool frei. Mit diesem sollen politische engagierte Facebook-Zensoren verdächtige Nachrichten als Fake News identifizieren und dann melden.

Ob diese Meldungen dann noch einmal von einem Fachmann geprüft werden oder einfach die Zahl der Meldungen darüber entscheidet, ob es zu einer Sperre des „Verbreiters von Fake-News“ und zur Entfernung des Links aus allen News-Feeds kommt, ist noch nicht ganz klar.

Bereits ab heute soll den deutschen Facebook-Usern das Tool im News-Feed begegnen.

Xing-News weiß schon mehr: „Insgesamt bekommen laut Nachrichtenagentur dpa Mitglieder des Online-Netzwerks in 14 Ländern drei Tage lang einen Banner mit zehn Empfehlungen angezeigt. Dabei erscheint zunächst ein Info-Kasten mit der Headline „Tipps zum Erkennen von Falschnachrichten“. Tappt der Nutzer darauf, gelangt er zu einer Seite im Hilfebereich von Facebook, auf der zehn solcher Tipps aufgelistet werden. Die Nutzer werden etwa angehalten, die Glaubwürdigkeit einer Quelle zu hinterfragen, Überschriften kritisch zu überprüfen oder Datumsangaben zu checken.“

Schöne, neue Welt …

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ACHTUNG: Damit der Schuss von Maas & Co nach hinten losgeht: Auf vielfache Anregung von Lesern hin, soll eine PP-Facebook-Meldegruppe per e-mail-Verteiler gegründet werden, die gezielt in gemeinsamen Aktionen Meldungen und Nachrichten aus den Lückenmedien meldet: Interessenten schicken bitte eine Mail mit dem Stichwort: PP-FB-Meldegruppe an den Macher dieses Blogs