(David Berger) Wegen versuchtem Mord, gefährlicher Körperverletzung, Herbeiführen einer Explosion und Sachbeschädigung wurden heute die inzwischen 17-Jährigen Sympathisanten des Islamischen Staats aus Essen, Gelsenkirchen und Schermbeck vom Landgericht Essen zu mehrjährigen Jugendhaftstrafen verurteilt.

Die drei damals 16-Jährigen hatten nicht nur engen Kontakt zu salafistischen Kreisen, sondern auch zusammen einen Anschlag auf den Sikh-Tempel in Essen geplant und schließlich eine selbst gebastelte Bombe im Eingangsbereich des des Tempels gezündet, für die Justiz versuchter Mord.

Kurz zuvor war in dem Tempel eine indische Hochzeit mit vielen Gästen gefeiert worden. Bei dem Anschlag im April des vergangenen Jahres wurden drei Menschen, unter ihnen auch ein Geistlicher des Tempels, teilweise schwer verletzt

Die drei damals 16-Jährigen sagten vor Gericht aus, dass sie motiviert vom Islam gehandelt hätten: Das sahen auch die Richter so, für die das Tatmotiv der Hass auf andere, nicht dem Islam zugehörige Religionen gewesen sei.

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Foto: (c) Screenshot youtube aus folgendem WDR-Bericht