Ein Gastbeitrag von Barbara Köster

Ein unverfroren die Verhältnisse verdrehendes Argument lautet, Islamkritiker bekämpften die Freiheit, die Dhimmis unter der Scharia genössen. Dabei liegt klar zutage, dass der Islam Dhimmi-feindlich ist. Die Selbstachtung der Dhimmis soll gebrochen werden. Sie haben dem Muslim demütig, mit eingezogenem Kopf, gesenktem Blick und gebeugtem Rücken gegenüberzutreten. Die psychologisch korrekte Einstellung des Muslims zum Dhimmi ist Verachtung, die politisch korrekte ist Diskriminierung.

Im Islam ist Diskriminierung selbstverständlich. Respekt genießt nur der Muslim. Nicht „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ gilt, sondern „Der Respekt für Muslime ist unabdingbar.“

Der Dhimmi muss im öffentlichen Raum als solcher erkennbar sein, darum trägt er an seiner Kleidung ein gut sichtbares Zeichen. In der glorreichen alten Zeit, zu der die Salafisten und Dschihadisten zurückkehren möchten, war dies ein gelber Stern.

Die Nazis könnten die vielfältigen Repressalien, denen Juden im Dritten Reich ausgesetzt waren, direkt aus der islamischen Tradition entlehnt haben.

Nach den Regeln des sog. „Pakt von Umar“ hat er in der Öffentlichkeit über der Kleidung einen breiten Gürtel (arab. zunnâr), eine Art Mieder zu tragen, sodass er nur noch trippeln oder watscheln kann.

Die Haltung des Islams zu den Dhimmis ist dieselbe, die das Christentum jahrhundertelang zu den Juden eingenommen hat: Am Leben lassen, aber demütigen. Angehörige von Naturreligionen und solche ohne jede Religion haben allerdings nicht einmal das Recht auf Leben. Sie werden vor die Wahl Islam oder Tod gestellt. Nur im Islamsprech wird aus Dhimmitum Toleranz. Der gutgläubige Nichtmuslim schaufelt sich sein eigenes Grab, falls er Atheist ist, oder gibt Rechte auf, falls er sich als Buchbesitzer für das Dhimmitum qualifiziert.

An der Behandlung ihrer schwächsten Mitglieder beweist sich die islamische Gesellschaft als eine Kultur der Erniedrigung. Die Frustration, die der Muslim durch das Gebot der Unterwerfung auf sich nehmen muss, darf und soll sogar am Schwächeren abreagiert werden.

Man macht auch nicht vor den Toten Halt: Das iranische Regime zerstörte gleich nach der Revolution im Jahre 1979 das Grabmal Reza Schahs mit dem Bulldozer und richtete dort eine öffentliche Toilette ein, die ein hoher Vertreter der Revolution mit einem Pinkeln einweihte. (Azar Nafisi, Reading Lolita in Teheran, S. 228) Man darf vermuten, dass nach erfolgreicher Eroberung europäischer Kirchen, Museen und Denkmäler durch Dschihadisten sich ähnliches ereignen würde.

In der ausdrücklichen Vorschrift, einen Dhimmi zu demütigen, offenbart sich die ethische Rückständigkeit des Islams. Die Art und Weise, wie ein Mächtiger mit einem Ohnmächtigen umgeht, zeigt den Zivilisationsgrad einer Gesellschaft an. Islamische, durch die Scharia geprägte Beziehungsformen, ob innerhalb der Familie, des Arbeitslebens oder auf der Ebene des Gemeinwesens, sind geprägt von steilen Hierarchien und einem hohen Machtgefälle, das gewaltaffin ist.

Die Ethik im Islam ist an die Scharia gebunden. Ein Verhalten, das mit der Scharia übereinstimmt, kann nicht unethisch sein, so auch nicht der Fußtritt für die Tributpflichtigen. Der Anspruch des Islams, die wahre Moral zu besitzen, beruht auf der zentralen Stellung der Offenbarung in Glauben und Denken. Die Frage, wie es mit den ethischen und moralischen Grundsätzen dieser Offenbarung tatsächlich bestellt ist, gerät nicht ins Blickfeld.

Trotz aller sich selbst attestierten Moral ist die islamische Gemeinde innerlich zerrissen und braucht einen äußeren Feind, um dies zu verdecken. Dieser Feind ist der Westen. Der Westen aus islamischer Sicht ist in alphabetischer Reihenfolge:

Arroganz, Dekadenz, Demokratie, Entwurzelung, Frivolität, Gefühllosigkeit, Geldgier, Hybris, Kälte, Kosmopolitismus, Materialismus, Mechanik, Moderne, Oberflächlichkeit, Trivialität, Unglaube, Zivilisation. Zivilisation ist geistige Verdorbenheit. Demokratie ist moralische Verkommenheit. Westliches Denken ist Klugheit ohne Weisheit, Problemlösung statt Heilssuche. Der Westen ist das Reich des Materialismus’, der Osten ist das Reich tiefer Spiritualität. Zusammengefasst ist dies Okzidentalismus.

Die Grundsätze der amerikanischen Revolution von 1776 lauten: Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Mehrheitsregel, Minderheitenschutz, Meinungsfreiheit, Wissenschaftsfreiheit, Religionsfreiheit, auch negative, Anerkennung der Suche nach persönlichem Glück. Dies sind die „westlichen Werte“.

Der Islam hat kein Konzept von Freiheit außer der Freiheit, sich für Allah und für den Islam zu entscheiden.

Davon führt kein Weg zurück. Eine Freiheit vom Islam gibt es nicht. Es geht auch niemals um persönliches Glück. Es ist aber gerade „the pursuit of happiness“, was sich auch viele Muslime am meisten wünschen.

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Ein alter Stich zeigt, wie sich ein Dhimmi dem Islam unterwirft und seine Kopfsteuer entrichtet hat.

Als Nichtmuslim den Islam zu fördern und zu verteidigen, bedeutet, denjenigen, die ihm ausgeliefert und sich davon zu befreien suchen, und denjenigen, die unwissend gehalten werden und zu schwach sind, sich zu wehren, in den Rücken zu fallen. Wen er damit stützt und fördert, sind die Mächtigen und die Nutznießer. Respekt für eine Kultur ist in Wirklichkeit Respekt für die Anführer und Profiteure. Er vernachlässigt die Unterdrückten dieser Kultur, die sich von der Macht der Anführer befreien und anders leben wollen. Die Freiheit liegt darin, aus der eigenen Kultur ausscheren zu können.

Der Islam ist ein Rechtssystem. Die Scharia, nicht die Theologie, ist die Hauptsache. Wer Respekt für die „Religion“ Islam einfordert, meint damit die Unterwerfung unter ein Gesetz, das angeblich göttlich und ewig und von Menschen nicht veränderbar ist.

Vor der Scharia sollen alle in Schockstarre verfallen, und jede Diskussion muss beendet sein.

Die Scharia ist ein Kodex der Stützung der Macht männlicher Muslime. Wenn auf der einen Seite die Macht von weißen christlichen Männern nicht mehr hingenommen wird, muss auch die Macht von Muslimen über Frauen und Nichtmuslime bekämpft werden. Die Scharia ist die Speerspitze dieser Macht. Alle Menschen der Welt mit Ausnahme der muslimischen Männer sind davon in ihrer nackten Existenz bedroht, denn die Muslimen von der Scharia zugestandene Verfügungsgewalt über ihre Frauen und Töchter und über Lebensbedingungen und Eigentum von Nichtmuslimen ist nahezu unbegrenzt.

Der Islam spaltet Gesellschaften. Die spaltenden Dynamiken sind die Geschlechtertrennung und das Dhimmitum. Ein Feminismus, der in jedem Muslim einen Bundesgenossen im Kampf gegen die Vorherrschaft des weißen Mannes sieht, ist verblendet.

Er übersieht das grundlegend diversitätsfeindliche Weltbild des Islams, das dem heutigen Feminismus genau entgegengesetzt ist. In der Zwangsgestalt der ewigen Scharia gibt es im Islam für Frauen nur eine Form der Existenz: als Untertanin ihrer Familie. Der Islam gendert nicht. Dies würde als Auflehnung gegen die natürliche Ordnung betrachtet, nach der es nur zwei Geschlechter mit ihren spezifischen Eigenschaften gibt. Daraus folgt ein Verbot der Nachahmung des anderen Geschlechts in der Art und Weise zu sprechen, zu gehen, sich zu kleiden, sich zu bewegen usw. Darin eingeschlossen ist das Verbot der Homosexualität.

Nur nebenbei sei erwähnt, dass der Islam auch einem vegetarischen oder veganen Lebensstil nichts abgewinnen kann. Es gibt einen Hadith, nach dem Mohammed sagte:

„Wer vierzig Tage kein Fleisch genießt, dessen Charakter wird schlecht.“ (zit. bei Ignaz Goldziher, Muhammedanische Studien, Teil II, S. 394)

Die Hadithe sind neben dem Koran Rechtsgrundlage der Scharia.

Inzwischen dürfte offenkundig sein, dass insbesondere die offiziellen Muslimverbände anstreben, ein eigenes Rechtswesen für Muslime in Europa zu schaffen und damit das islamische Recht auf Europa auszudehnen. Dies würde bedeuten, säkulare Staaten zumindest partiell in Gottesstaaten umzuwandeln.

Das Endziel ist, alle Einwohner Europas und der Welt unter die Scharia zu zwingen, was auf eine globale Theokratie hinausliefe.

Islamunterstützer stärken eine Ideologie, die die gesamte westliche Gesellschaft von innen heraus zerstören kann und sie selbst als vormals selbstbestimmte Individuen in die Knechtschaft führt. In heiliger Ehrfurcht und Empfindsamkeit werden die Augen vor dieser Gefahr verschlossen. Die Überzeugung, dass alle Kulturen gleich gültig und gleichwertig sind, hat die Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen genährt. Die Gültigkeit der westlichen Kultur wird mehr und mehr entwertet und geschwächt.

Inzwischen misst man offen mit zweierlei Maß. Was auf der einen Seite ein kulturelles Recht ist, ist auf der anderen Seite Rassismus. Wenn der Islam Sonderbehandlung verlangt, ist dies kein Rassismus gegen die Anderen, aber wenn die Anderen diese Sonderbehandlung verweigern und Muslime behandeln wie andere Bürger auch, ist dies Rassismus. Wenn das Engagement gegen Verschleierung, Polygamie und Kinderehe Gefahr läuft, als rassistisch und als Beleidigung des Islams zu gelten, ist der gesamte moralische Kompass einer Gesellschaft ins Trudeln geraten.

Muslimische Interessengemeinschaften nutzen die Bereitschaft der westlichen Gesellschaften aus, sich zugunsten von Schwachen und Unterprivilegierten zu engagieren, und präsentieren sich als schwach und unterprivilegiert.

Intern herrscht Konsens, dass der Islam die stärkste Religion der Welt ist und Muslime allen anderen Menschen überlegen sind.

Dass der Islam die beste aller Religionen ist, mag jeder denken dürfen, der sich damit wohlfühlt. Wenn der Gedanke jedoch auf eine Weise in die Tat umgesetzt wird, dass Andersgläubige als Menschen zweiter und dritter Klasse behandelt werden, muss dies in einer demokratischen Gesellschaft Widerstand hervorrufen. Religionen dürfen abgelehnt werden, wenn sie Schaden anrichten. Respekt vor Überzeugungen ist nicht immer angebracht.

Muslime sind mehrheitlich überzeugte Antisemiten. Auch sind Einzelne und die Gesellschaft als Ganze nicht dazu verpflichtet, einer Gruppe für ihre selbst definierten Ansprüche unbeschränkt Anerkennung zu zollen. Die „Kultursensibilität“ hat ihre Grenze in der Freiheit des Individuums und in den Sicherheitsbedürfnissen des Gemeinwesens.

Freiheit und Gleichheit vor dem – von Menschen gemachten – Gesetz sind unverhandelbare Grundrechte.

Der Islam wendet sich gegen Freiheit und individuelle Lebensgestaltung. Wenn der Westen dies im Namen der Diversität erlaubt, verliert er alles.

Freiheit und Unterwerfung sind nicht gleichwertig. Eine Kultur der Freiheit und eine der Unterwerfung sind nicht gleichwertig. Für Unfreiheit gibt es keinen Kulturvorbehalt. Freiheit ist eine Universalie. Unfreiheit ist Unfreiheit, in welcher Kultur auch immer.

Ablesbar an den Äußerungen der deutschen Bundeskanzlerin, zuletzt über Gestalt und Zusammensetzung des deutschen Volkes, verdichten sich die Indizien, dass es eine bisher ungeklärte und unerklärte Interessenidentität zwischen islamischen Lobbygruppen und der Regierungsspitze zu geben scheint, eine Interessenidentität, die sich gegen das Wohl des grundgesetzlich definierten Staatsvolkes auswirkt.

Die Exekutive privilegiert augenscheinlich den Islam und setzt mit ihm ein Zwangssystem gegen den Souverän in Gang. Der autoritäre Islam und ein sich zunehmend autoritärer aufführender Regierungsapparat gefährden die Demokratie.

Es geht um Freiheit oder Islam. Der Islam weist die menschliche Freiheit ab. Wer frei sein will, muss den Islam abweisen und jegliche Komplizenschaft mit ihm unterbinden.

Es geht jetzt um die Rettung der europäischen emanzipatorischen Kultur vor einer neuen theozentrischen Bevormundung.

Es geht um die Verhinderung der islamischen Wende, herbeigeführt von einer schwarz-rot-grünen Orthodoxie, die offenbar mit Macht die deutsche Nation und das deutsche Volk zur Vergangenheit machen will.

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Von der Autorin ist zuletzt erschienen: „Der missverstandene Koran: Warum der Islam neu begründet werden muss Taschenbuch“

Die bekannte Bürgerrechtlerin und Publizistin Vera Lengsfeld dazu in der „Achse des Guten“:

köster buchl„Seit der merkelschen Grenzöffnung sind über eine Millionen Muslime nach Deutschland gekommen. Täglich werden es mehr. Wenn ich diesen Text zu Ende geschrieben habe, werden weitere hunderte Muslime angekommen sein. Inzwischen wird uns „Integration“ als Allheilmittel für die bereits bestehenden und sich ständig verschärfenden Probleme mit der ungeregelten Zuwanderung angepriesen. Grüne Politikerinnen wie Claudia Roth wollen gar den „Integrationsturbo“ anwerfen. Frau Göring – Eckardt behauptet, in den Flüchtlingsunterkünften würden „unsere Regeln des Zusammenlebens gelten“. Beide haben wieder einmal keine Ahnung, wovon sie sprechen. In unseren Flüchtlingsunterkünften werden Christen und Frauen gnadenlos schikaniert. Wer wissen will, was uns bevorsteht, wenn wir nicht schnellstens umsteuern, sollte sich mit den Verhältnissen dort vertraut machen. Was die Illusionen über die Integration von Millionen Muslimen angeht, sollten sich alle verantwortlichen Politiker, Journalisten, Willkommenskulturalisten et tutti quanti über den Koran und den Islam kundig machen. Ich kann dafür ein hervorragendes Buch empfehlen, geschrieben von Barbara Köster: „Der missverstandene Koran. Warum der Islam neu begründet werden muss“.“