(David Berger) Das Problem ist seit langem bekannt: Fast alle Asylbewerber, die hier in Deutschland eintreffen, sind bestens mit Mobiltelefonen ausgestattet. Manchmal in einer Qualität, die deutsche Jugendliche vor Neid erblassen lassen.

Fast genauso viele, nämlich gut zwei Drittel, kommen allerdings ohne Ausweispapiere an. Das ist kein Zufall. Wer ohne Papiere kommt, der kann sich eine oder mehrere neue Identitäten zulegen. Was auch sehr häufig geschieht. Manchmal „nur“, um möglichst oft Sozialleistungen abgreifen zu können. Aber es wird gerade auch von denen genutzt, die sich in Deutschland als „Gefährder“ aufhalten

Anis Amri etwa, der Tunesier, der das LKW-Massaker auf dem Berliner Weihnachtsmarkt anrichtete, hat sich insgesamt 14 mal an verschiedenen Orten unter 14 verschiedenen Identitäten angemeldet. Und unsere Behörden haben mitgemacht.

Es ist davon auszugehen, das der Fall Anis Amri nur die Spitze eines Eisbergs ist, den die Behörden willig bzw. auf Anweisung übergeordneter Stellen mit mit aufgebaut haben.

Um diesem zum Prinzip gewordenen Missbrauch des Asylrechts entgegen zu treten, raten Fachleute schon seit langem an, die Handys der Asylsuchenden zu durchsuchen, um Hinweise auf deren echte Identität festzustellen.

Obwohl dies juristisch möglich ist, geschieht diese Durchsuchung der Mobiltelefone der Asylbewerber offensichtlich nicht.

Auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ antwortete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) :

„Es findet keine Durchsuchung der Mobiltelefone von Asylsuchenden durch die Entscheider bei der Anhörung statt. Das Vorzeigen von zum Beispiel Fotos oder Videos, um die eigene Fluchtgeschichte zu untermauern, basiert auf Freiwilligkeit der Asylsuchenden“.

Ist solches Verhalten Hilflosigkeit, Naivität, Bequemlichkeit oder schlicht gewollt?

Je mehr Details zum Umgang mit Migration, Verbrechen und Terror in Deutschland bekannt werden, umso schwieriger wird es, nicht zum Verschwörungstheoretiker zu werden.

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