(David Berger) Wie die Presseagentur OpenPr in ihren News meldet, soll es nun doch – wohl als private Initiative – eine Gedenkminute für die Toten vom Berliner Weihnachtsmarkt geben. Sollte die Initiative erfolgreich sein, könnte dadurch die Zivilgesellschaft damit auch ein Zeichen setzen gegen die offensichtlich bewusst vorgeführte Teilnahmslosigkeit unserer Regierung. In der News-Meldung heißt es:

„Am 19. Januar 2017 um 20 Uhr, genau einen Monat nach dem Terroranschlag von Berlin, gedenkt ganz Deutschland für eine Minute still der Toten vom Breitscheidplatz: Jeder bleibt dort stehen, wo er oder sie gerade ist.

Wir halten inne auf dem Bürgersteig, auf einem Parkplatz, zu Hause, in einer Kirche, Synagoge oder Moschee, im Sportverein, am Arbeitsplatz, im Supermarkt oder im Restaurant.

Jeder und jede unterbricht für einen Moment das Gespräch und wenn möglich das, was er gerade tut. Wer möchte, entzündet um 20 Uhr eine Kerze. Man kann auch eine Taschenlampe anknipsen oder ein Windlicht ins Fenster stellen.

Das gemeinsame Schweigen und Erinnern verbindet uns. Es verbindet alle Menschen, die guten Willens sind.

Bitte teilen Sie diese Ankündigung mit so vielen Menschen wie möglich!“

***

Foto: (c) David Berger

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Didi
Gast
Didi

Einen Gedanken verschwenden unsere Politiker an die Opfer der Terrorattacke nicht, sie gehen lieber zur Elb-Philharmonie-Eröffnungsfeier, da gibt es sicherlich wieder vieles für Umsonst! Einen Palast für „Schöngeister“ (Kosten: 866 Millionen!) zu eröffnen ist denen wichtiger:
„…….Bundeskanzlerin Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Der Hamburger Bürgermeister Olaf Scholz, der Architekt Jacques Herzog und der Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter………“, Gauck war auch mit von der Partie.

Natürlich hat man das Viertel abgesichert, den „Gedenkenverweigerern“ darf ja nicht das gleiche Schicksal wie den Berliner Opfern zuteil werden:

„…………Mit Betonpollern, Sprengstoff-Spürhunden und vielen Einsatzkräften sicherte die Polizei die Eröffnung ab……..“

Nachzulesen unter:
http://www.zeit.de/kultur/musik/2017-01/elbphilharmonie-eroeffnung-livestream

Hans von Walleshausen
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in dieser minute schleif ich das schwert meines zorns und halte nicht inne.

Karin Adler
Gast
Karin Adler

Es stimmt dieToten haben immer noch keine Gesichter.
Aber je mehr Menschen diesen Gedanken der Besinnung und des Respekts aufgreifen, desto beschämmerder für die Regierung. Wir können die Regierung nicht dazu zwingen, aber wir können ein Beispiel geben, der Mitmenschlickkeit gegenüber Denen , die getötet wurden und Derer die darunter leiden weil ihnen jemand fehlt.

lichtreichfoto
Gast
lichtreichfoto

Im Geiste habe ich mir die Situation gerade vorgestellt, wenn tatsächlich einige Menschen plötzlich stehen bleiben und gedenken. Ich bekam gerade eine Gänsehaut und hatte Tränen in den Augen. Es wäre wundervoll und würde zwar den Opfern (noch) kein Gesicht geben, aber den Angehörigen zeigen, dass sie nicht alleine gelassen wurden und vielleicht daraus eine Bewegung entsteht, die der Regierung Merkel all die Wut und Verachtung entgegenschlägt und aus Ohn-Macht Mut entsteht, daß sich das DEUTSCHE Volk seine Macht zurück zuerobert. So wie der CSD jedes Jahr an die Aufstände der Transen und Schwulen in Amerika erinnert, so wünsche ich… Mehr lesen »

Armin Aubin
Gast
Armin Aubin

Schön und Gut! Dann dürfen wir gespannt sein, ob sich auch Nachrichtensprecher an der Aktion beteiligen

floydmasika
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floydmasika

Den Toten gibt es ja noch immer kein Gesicht.

Tobias
Gast
Tobias

Als Berliner hätte ich mir gewünscht, es gäbe einen Ort, zu dem man gehen könnte, um gemeinsam Andacht halten zu können.
Ich bin sicherlich einer der am wenigsten extrovertierten Menschen im Lande, aber nachdem man so sehr versucht hat Alles wegzuschweigen, wäre es mir ein Zeichen von Rückgrat gewesen, nicht nur heimlich Anteil an der Trauer zu nehmen.

Gaby Kraal
Gast
Gaby Kraal

Nach sehr viel Druck aus der Öffentlichkeit möchte man „sein Gesicht“, das der Verachtung meine ich, nicht verlieren

https://vk.com/wall380554212_3119