(David Berger) Sicher ist: Mehr als 10.000 mal innerhalb von nur 50 Stunden wurde der Artikel alleine auf Facebook gelikt und geteilt. Mehr als nahezu alle Artikel, die jemals auf Tichys Einblick erschienen sind. Unklar dagegen ist, wie viele dem geradezu penetranten Spendenaufruf, den die Seite beim Anklicken eines Artikels jedem aufdrängt, gefolgt sind.

Auf jeden Fall war die Zustimmung bei den Leserkommentaren deutlich überdimensional vertreten. Die Kommentare auf Facebook und Twitter zeigen: hier hat jemand ausgesprochen, was vielen auf dem Herzen und der Zunge liegt.

Es geht um den Artikel mit dem Titel: “Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten“. Autor des Beitrags, bei dem es vor allem um die Grünen geht, ist der ebenfalls auf meinem Blog regelmäßig als Gastautor tätige und geschätzte Jürgen Fritz.

Der Artikel erschien am vergangenen Freitag auf „Tichys Einblick“. Wer ihn heute versucht anzuklicken, der bekommt zwar keine Spendenanfrage mehr, aber auch der Artikel ist verschwunden. Stattdessen findet man dort ein kurzes Statement von Tichy und den Seinen:

„Der Beitrag “Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten“ hätte hier nicht erscheinen dürfen. Unterstellung von Pathologie ist für TE keine politische Diskussionsbasis. Davon distanzieren wir uns ausdrücklich. Roland Tichy und Redaktion bedauern das und bitten um Entschuldigung.“

Als etwas ausführlichere Rechtfertigung hat dann – wohl im Auftrag von Tichy und Redaktion – ein Alexander Wallasch die Feder ergriffen und stellt oberlehrerhaft einige Leserkommentare zu Fritzs Beitrag vor.

Ganz im Stile der von ihm betreuten Seite („Die Kolumnisten“), wo auch extrem abstruse Autoren noch Abstruseres von sich geben, übt er sich in belanglosem Wortgeklingel, das wo er etwas über die Leserkommentare hinaus Eigenes sagt, in einem seltsamen „Jein“ verbleibt.

So etwa hier:

„Denn eine Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner besteht nun mal aus beidem: aus der intellektuellen Grundfähigkeit zur dialektischen Auseinandersetzung ebenso wie aus einer gehörigen Portion Wut, die sich zwingend auseinandersetzen, keine, die nur zerstören und pathologisieren will.“

So unbestimmt im netten, keinem so richtig auf die Füße tretenden, dahinschwebenden Bereich, wie sich vieles in Tichys Blog liest, erscheint nun also auch die Rechtfertigung der ersatzlosen Löschung eines Artikels. Sollte der letzte Halbsatz nicht die Begründung sein bzw. der Vorwurf, Fritz wolle „nur zerstören und pathologisieren“.

Entscheidende Fragen bleiben unbeantwortet: Wurde der Beitrag nicht von Roland Tichy oder Fritz Görgen zuvor gelesen und redaktionell bearbeitet? Ist ihnen dabei nicht schon das aufgefallen, was sie nun bemängeln? Wenn nein, was sagt das dann über ihre redaktionellen Qualitäten? Wenn ja, warum haben sie ihn trotzdem gebracht? Und jetzt auf einmal wieder gelöscht? Woher die fast panische Angst, die häufig solche überstürzten Löschungen auslöst? Fanden sich in dem Beitrag justiziable Aussagen? Gab es eine einstweilige Verfügung und wenn ja, von wem veranlasst?

Und wenn Tichy und Görgen hinter dem Text standen, was hat sie dann bewegt, nun doch als reuige Büßer aufzutreten? Hoffnung auf eine Eintrittskarte für die hinteren Ränge im Theater des Nannyjournalismus? Hat das ein Journalist wie Tichy wirklich nötig?

Und ist solches Verhalten nicht geradezu tödlich für die Verkaufszahlen seines eben erst den Markt erobernden Druckmagazins, von dem sich viele eine Alternative zu eben jenem linksgrünen Nannyjournalismus versprochen hatten? Einen zweiten Focus braucht ja keiner wirklich. Und dass die Grünen zusammen mit Frau Merkel nun alle aus Dankbarkeit Tichys neues Magazin abonnieren, scheint doch eher unwahrscheinlich. Sind diese doch von der ARD bis zur „Süddeutschen“ und „taz“ bereits vollends eingedeckt mit Medien, die ihnen nach dem Mund reden.

Wie auch immer: Nachprüfen kann die von Wallasch indirekt erhobenen Vorwürfe der vom Blogbetreiber und den Seinen wohl nicht so recht ernst genommene Leser natürlich nicht mehr. Denn der Beitrag wurde ja einfach mal so eben gelöscht.

Von Mut oder Fairness wollen wir hier gar nicht reden. Aber auch feiner Journalismus, mit dem man sich bei Tichys Einblick sonst gerne schmückt, geht ganz anders.

⇒ Update: Der Artikel ist nun hier wieder lesbar: https://philosophia-perennis.com/2017/01/08/gruen-linke-gutmenschen/

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Was, wenn wir Jakob Augstein nicht hätten? – philosophia perennis„Die Unbestechlichen“ sind da – philosophia perennisPeter Christian Nowakfelixaustria03News 11.01.2017 – Cybersenat Recent comment authors
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[…] ein oder andere mag an die Aktion Anfang Januar erinnert sein, als Tichys Einblick einen Artikel von mir publizierte und Roland Tichy dann […]

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[…] Berger) Während die einen fusionieren, die anderen zunehmend den alternativen Weg verlassen und daher überflüssig werden, entstehen derzeit immer wieder neue Blogs, die zu dem Einheitsbrei […]

Peter Christian Nowak
Gast
Peter Christian Nowak

Hallo, Herr Dr. Berger! wie richtig sie doch mit Ihrer Einschätzung liegen! Danke!
Auch TE domestiziert sich. Oder besser, wird domestiziert.

Heiko Paul
Gast
Heiko Paul

Als zufällig hier gestrandeter Waldgänger fühle ich mich ermuntert, an dieser Stelle ebenfalls von der Kommentarfunktion gebrauch zu machen. Viel zu lange haben sich viel zu viele Menschen in den politischen Diskurs nicht eingemischt. Viel zu lange waren zu viele Menschen nur Zaungäste. Viel zu wenige von uns haben ihren Standort im politischen Koordinatensystem klar bestimmt und sich nach außen hin offen dazu bekannt. Wer ein Liberaler ist, soll sich dazu bekennen und dazu stehen. Wer ein Grüner ist, soll sich dazu bekennen und dazu stehen. Wer ein Konservativer ist, soll sich dazu bekennen und dazu stehen. Wer oder was… Mehr lesen »

Wilfried Bergmann
Gast

„Sind diese doch von der ARD bis zur „Süddeutschen“ und „taz“ bereits vollends eingedeckt mit Medien, die ihnen nach dem Mund reden.“ Das stimmt zum Glück nicht so! Die taz ist eine der wenigen Zeitungen, die durchaus konträr berichten. Ich kann jedem nur raten, die Wochenendausgabe der taz zu lesen. Da redet niemand jemandem nach dem Mund. Die taz ist eine Zeitung im Gutel Alten Sinn. Sie vertritt und läßt auch konträre Ansichten zu Wort kommen. In der taz gab es zum Beisüiel am 8. Oktober 2016 einen Artikel von Paulina Unfried, einer Austauschschülerin, die statt in NY oder LA,… Mehr lesen »

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[…] dem genauen Hergang der Löschung des Artikels: „Kritik an Grünen: „Tichys Einblick“ entschuldigt sich und löscht Artikel“. Und wenn sie wissen wollen, was im Hintergrund noch eine Rolle gespielt hat, empfehlen wir […]

kgenzow
Gast
kgenzow

Habe mich noch nicht endgültig entschieden:
Entweder sind „Gutmeiner“ ideologisch verbohrt oder haben ein „Helfersyndrom“ oder beides…..
Bin selbst Arzt und hatte früher auch mal ein Helfersyndrom, daher weiss ich, wovon ich rede.
Dieses hat tatsächlich Krankheitswert!
Man kann es überwinden, wenn man die Realität anerkennt.
Insofern: Gute Besserung!

Tipp: „Die Physiker“ von Dürrenmatt lesen.

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[…] Gestern hatte philosophia-perennis als erstes Medium von der Löschaktion auf Tichys-Einblick berichtet: Ausgangspunkt der Debatte war ein auf Tichys Einblick erschienener Artikel mit dem Titel “Warum […]

Andreas Huber
Gast
Andreas Huber

Zentrale Aussage des Beitrags war oder ist, daß es keinen Sinn hat, mit Menschen zu diskutieren, die ausschließlich ihr eigenes Weltbild kennen und etwas anderes (gleichgültig aus welchen Gründen) nicht zulassen – mithin auch darüber nicht diskutieren (wollen und / oder können). Ob das beschriebene Symptom nun pathologisch einzuordnen ist, kann ich nicht beurteilen. Auch weiß ich nicht, ob Roland Tichy oder seine Redaktion dies kann. Ich fand jedenfalls nach Lektüre des Artikels keinen Anlass zur Empörung. Vielleicht testet die Redaktion hier das Verhalten ihrer Leser? Die Annahme einer pathologischen Erscheinung entbehrt m.E. schon deswegen des Wallungswerts, da die Betroffenen… Mehr lesen »

Heike
Gast
Heike

Es wird noch besser… Als (bisher) begeisterte Tichy-Leserin hatte ich versucht, dort einem Leser, der den Text ob der ganzen Aufregung gern selber gelesen hätte, mitzuteilen, dass der fragliche Text hier vollständig zu finden sei… Nun ja, diese Mitteilung wurde nicht einmal veröffentlicht…

Marc Bisop
Gast
Marc Bisop

Schade, daß diejenigen, die im Interesse Deutschlands miteinander können müßten, es nicht können…

Uwe Brandt
Gast
Uwe Brandt

Scheint mir in diesen Zusammenhängen auch sehr gut zu passen – vor allem, wenn ich das Inhaltsverzeichnis betrachte. Habe ich auch im Regal stehen – leider – wie vieles – ungelesen noch. http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8654580.html Alfons Silbermann: Von der Kunst der Arschkriecherei Inhaltsverzeichnis des Buches: I Zur Einstimmung: Knigges „Über den Umgang mit Menschen“ II Begrifflichkeiten: Beliebt dem Herrn, den hintern Teil zu küssen III Tugend und Untugend: Menschliches, Allzumenschliches IV Zweckideologie: Weder gut noch böse V Opportunismus: Sich unterwerfen, wo es notwendig ist VI Interlude: Keine Frage des Charakters VII Lügen, Heucheln, Schmeicheln: Das Einmaleins der Täuschung VIII Intrige und Perfidie:… Mehr lesen »

The Cathwalk
Gast

Hat dies auf KathStern rebloggt.

Peter
Gast
Peter
Johannes Kaiser
Gast

Ich weis nicht ob der Autor des ursprünglichen Artikels diesen Beitrag gesehen hat, aber er untermauert seine These. Die gewollte und vollzogene Demoralisierung des Westens hat Generationen hervorgebracht, die unfähig sind, mit Information die ihre Ideologie wiedersprechen umzugehen. Hier ein Bericht von einem KGB Überläufer der gerade im Geschäft der „Demoralisierung“ tätig war, zu diesem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=zeMZGGQ0ERk

Ralf Strässer
Gast
Ralf Strässer

Das klärt die Fronten und ist von daher zu begrüßen – man will ja nicht mit falschen Freuden zechen, von denen man anschließend gemeuchelt wird!
Zudem kann ich mich jetzt moralisch absolutiert fühlen, dass ich immer (bis auf eine Ausnahme) »Ich unterstütze bereits« angeklickt habe. Jene eine 10-Euro-Ausnahme verzeihe ich mir und verbuche den gerollten Schein als in den Arsch geschoben. Glück auf, Herr Berger – und danke für den tiefen Einblick, Herr Tichy!

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[…] eine „bürgerliche, liberal-konservative“ Meinungsseite der Meinung ist, vor dem linken Massenstrom einzuknicken, weil jene, die andauernd beleidigen, sich beleidigt fühlen, dann schafft eben jene Seite einen […]

Uwe Brandt
Gast
Uwe Brandt

Ich fand den Artikel zwar in der Bezeichnung „pathologisch“ auch schwierig, aber wenn ich mich richtig erinnere, ging dem Ganzen wieder mal eine umstrittene Argumentation von Grüner Seite aus. Weiß jetzt nicht mehr, ob das bereits die Polizeikritik von Frau Peter (Silvester Köln Einsätze gegen die sogen. „Nafris“ und Diskussion um diesen verkürzten internen Polizeibegriff) war. Ich würde solche Haltungen dann eher als ideologisch bezeichnen. Und klar: Man verzweifelt manchmal an solchen Argumentationslinien, weil man selbst völlig anders denkt und eher auf der Seite der Betroffenen vermeintl. Opfer dann steht. Andererseits muss man wohl zur Kenntnis nehmen, dass Menschen unterschiedlich… Mehr lesen »

Helle
Gast
Helle

Es gibt renommierte Psychologen, die Gutmenschentum als Sucht (pathologisch) und als sehr gefährlich für die Gesellschaft bewerten. Selbst wenn diese Aussage in einem Artikel überspitzt war/wäre, so sollte man mal vergleichen, wie die Seite der Gutmenschen „rechte“ Kritiker, Andersdenkende, Alternative und Wertkonservative regelmäßig mit schlimmen Beleidigungen überzieht und kriminalisiert.

Roland Tichy müßte deshalb nicht als perfekter, moralischer Saubermann auftreten und auch nicht zu zimperlich. Und er muß nicht jeden Artikel bei „Tichys Einblick“ voll teilen. Er darf ihn sogar kritisieren. Aber gleich löschen??

Simone Janas
Gast
Simone Janas

“Unklar dagegen ist, wie viele dem geradezu penetranten Spendenaufruf, den die Seite beim Anklicken eines Artikels jedem aufdrängt, gefolgt sind.“

Bis hierher hätte ich Ihnen ein außerordentlich gutes Nervenkostüm bescheinigt. Aber wenn ein einziges, einmaliges Werbefensterchen Sie schon veranlasst, sich bedrängt zu fühlen…
Ein wenig sehr aufgebauscht, hm? 😉

Zur Sache selbst: Mit Gegenwind war doch zu rechnen. Freut euch über die zusätzliche Aufmerksamkeit.

Sabrina
Gast
Sabrina

Herr Fritz gehört zu den ganz Wenigen, der auch in heutiger Zeit einer sich immer totalitärer entwickelnden Meinungsdiktatur öffentlich mutig gegen diese Mißstände und die sich daraus ergebenden fatalen Folgen wortgewaltig und überzeugend angeht.
Die Reaktionen und Aktivitäten, die er infolge seines aktuellen Beitrags ausgelöst hat, sprechen für sein Vorgehen.
Auch die Löschung seines Beitrags auf TE lassen in unheimlicher Weise erahnen, in welcher Gemengelage aus vorgenommenem Druck, Schere im Kopf und sonstigen Einflüssen, wie Veröffentlichungen in unserem „Rechtsstaat“ inzwischen selbst in vermeintlich konservativen Medien zensiert werden. In einer Demokratie heißt es aber: „Eine Zensur findet nicht statt!“
q.e.d.!

Stephan Krämer
Gast
Stephan Krämer

Ich sage es ganz ehrlich: Habe eben mein Abo gekündigt. meine Zugangsdaten zu XING finde ich nicht, sonst hätte ich meinen Account dort auch noch aufgelöst 😉

Carl Eugen
Gast
Carl Eugen

Das Argument des Pathologischen ist ein Arguemntum ad hominem. Die alternative Blogszene beschwert sich beinah täglich, daß die Mainstreampresse solche Arguemnte verwendet, daß sie sich nicht fair mit dem politischen Gegner auseinandersetzt. Aber sich selbst setzt sie niedrigere Ansprüche?
Ich hatte den Artikel bei Tichy gelesen und fand ihn reichlich unsubstantiiert. Das ist natürlich nicht das Problem, aber die Diagnose: die Position des Gegners oder sein Festhalten daran sei pathologisch ist einfach unsachlich und noch dazu nicht hinreichend begründet. Meines Erachtens hat Tichy recht, und das ist eben keine Frage der politischen Korrektheit, sondern der Qualität und der Fairness.

Rohrpost
Gast
Rohrpost

Die von Herrn Fritz diagnostizierte weitverbreitete Krankheit heißt „political correctness“. Hoffen wir, dass aus den USA, wo die Epedemie begann, auch das Gegenmittel kommt.

Rohrpost
Gast
Rohrpost

Die Geschichte mit Xing erinnert ein wenig an die Kampagne von Gerald Hensel von der Werbeagentur Scholz & Denunzianten gehen die „Achse des Guten“. Wenn ich unterstelle, dass Herr Tichy nicht die Kontakte hat wie Herr Broder und folglich nicht das entsprechende Standing, dann kann ich das Zurückziehen des Artikels verstehen.

Brockenteufel
Gast
Brockenteufel

Nun “ Tichys Einblick“ lese ich nur, wenn B. Röhl ihre Kolumne veröffentlicht.

Matthias Mala
Gast

Ich habe mich vorhin schon gewundert, was das für Wutwind auf Twitter war, mit dem so viele gute Menschen auf Tichy holzten und ihn zum Nazi erklärten. Nun weiß ich es und wundere mich. Fritz hat über die Psychopathologie sich selbst als Gutmenschen meinenden Grünen & Co. philosophiert. Das ist ja sein Job. Ich selbst denke mir jeden Tag, die halbe Welt ist vom Wahnsinn befallen, wenn ich Nachrichten lese oder höre. Und die andere Hälfte, die den vorgekauten Wahnsinn wiederkäut, ist nicht minder vom Wahnsinn infiziert. Was also war an dem Artikel falsch, der empfahl, was ich seit langer… Mehr lesen »

Rohrpost
Gast
Rohrpost

Auch „links-grüne Gutmenschen“ unterstellen dem politischen Gegner pathologische Störungen. Die Konstruktion ist immer folgende: andere haben eine andere Meinung nicht aus Vernunftgründen, sondern aus a) „Hass“, z. B. die katholischen Polen sind „Islamhasser“, b) „denken nicht“ – z. B. Briten stimmen unüberlegt für den Brexit, c) „Dummheit, z. B. die Amerikaler sind so dumm, dass sie auch „Fake-News“ reinfallen und den bösen Trump wählen. Soll ich den Artikel schlecht finden, weil er umgekehrt den gleichen Verdacht äußert, oder soll ich ihn gerade als Retourkutsche wegen der gleichen Mittel gut finden? Auf jeden Fall ist der Artikel eine gute Anregung, die… Mehr lesen »

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[…] Zu dem genauen Hergang der Löschung des Artikels: „Kritik an Grünen: „Tichys Einblick“ entschuldigt sich und löscht Artikel“. […]

Claudia Trabelsi
Gast

Der bekannte Blogger Hadmut Danisch hat auch schon Erfahrungen mit  Tichys Einblick (TE)  gemacht! Ist der Bruder von Tichy in einen Korruptionsskandal verwickelt? „Vor ein paar Monaten meldete sich mal ein Journalist bei mir. Er habe mein Blog gelesen und wolle ein Interview mit mir machen, wie das Blog und meine Aktivitäten und Ansichten denn zustandegekommen seien. Er schreibt häufig für Tichys Einblick und wollte das dort publizieren. Also haben wir das Interview gemacht und ich habe darin erzählt, was an der Uni Karlsruhe so alles gelaufen ist (ohne den Dekan Walter F. Tichy namentlich zu erwähnen, aber ein paar… Mehr lesen »

nur gemeinsam sind wir stark
Gast
nur gemeinsam sind wir stark

„… Dass man stattdessen gleich den gesamten Artikel in orwellscher Manier aus dem Gedächtnis des Internets löscht …“ Keine Angst, das Internet vergißt nichts! Ich speichere mir so manchen Artikel in der waisen Voraussicht, daß er eines Tages verschwunden sein wird . LOL ;0)

Hairbert
Gast
Hairbert

Danke Emannzer und PP, dass ihr erneut die Chance zum Lesen bietet.
Ein Artikel mit immerhin 348 Kommentaren (das ist bei TE weit über Durchschnitt!), dabei kritische, anregende, ergänzende und zumeist zustimmende, hat dann wohl doch irgendwie in Schwarze getroffen :)))

gebenhoeh
Gast
gebenhoeh

Bei Roland Tichy hat sich wohl die Schere im Kopf, die ihm sicher während seiner Tätigkeit bei der von Holtzbrinck Mediengruppe eingepflanzt worden war, auf einmal wieder schmerzhaft bemerkbar gemacht. „Qualitätsjournalismus“ muss wohl glauben, nicht auch ohne Restriktionen auskommen zu können. C’est la vie.

lichtreichfoto
Gast
lichtreichfoto

Die Artikel von Jürgen Fritz zählen für mich zu den zeitlosen, fundierten und anspruchvollen Texten die ich hier oder bei Tichy lesen konnte. Vermutlich gehören seine Texte eben nicht in ein rein politisches Blatt, welches zudem in finanzieller Abhängigkeit befindet. Ken Wilber (einer der mir bekanntesten Autoren im Bereich „Philosophia perennis“) schrieb schon vor vielen Jahren, dass die Demokratie durch sich selbst vernichtet werden kann, wenn eben die Dinge/Personen nicht beim Namen genannt werden. Es gibt Stufen (und Ebenen) des Bewusstseins und wenn diese nicht erkannt und benannt werden, so wird mit den Mitteln der Demokratie (Hintertür der Demokratie) diese… Mehr lesen »

Emannzer
Gast

So, habe meine Meinung auch bei Tichys Einblick einen Kommentar geschrieben – und bin gespannt, ob der durchkommt: „Pardon: Ich habe neulich erst wieder gespendet und ärgere mich gerade! Da redet Herr Wallasch über einen Artikel, der nun gelöscht wurde (durch ihn oder per Insistierung?) und zitiert ellenlang Leserkommentare. Letztendlich zeigt dass doch auf, was von solch einem ‚Pluralismus‘ zu halten ist. Alle Leserkommentare hat man stehen lassen, in dem Artikel von Herrn Fritz. Aber das, worauf diese Inhalte sich beziehen – dass findet man nun nicht mehr. Das ist letztendlich enttäuschend. Nicht für den Ursprungsartikel, sondern für eine Redaktion,… Mehr lesen »

Hans von Walleshausen
Gast

kurz gesagt, ziel aller notwendigen kritik ist keine peters, das sind trainierte affen aus dem politzirkus, die grade weil sie an den hebeln sitzen, aber auch ernstgenommen werden müssen, sondern me die frankfurter schule. ich warte auf den, der sich horkheimer zur brust nimmt, oder den, der zb eine arendt auf die heutigen verhältnisse so anwendet, dass die banalität des bösen dieser oberflächlichen leute sichtbar wird. die weltdeutung muss man an sich reissen. alles andere ist doch geplänkel und der rest folgt.

erschreckend
Gast
erschreckend

Solche gestörten Dogmatiker, Gutmenschen, findet man oft in Kindergärten und Schulen die dann normal denkende Kinder als gestört erklären und die dann dahin schicken wo sie eigendlich selber hingehören. Das kommt dabei heraus wenn geistige Verwirrtheit die Staatsdoktrin bestimmt.

trackback

[…] Auch der von mir geschätzte David Berger hat gerade was zu den Grünen auf seinem Blog veröffentlicht. Außerdem geht es um die (bisher von mir gern gelesene) Seite von Roland Tichy. So wie es aussieht hat Tichy / Redaktion einen kritischen Beitrag über die Grünen gelöscht. Aber lest selbst bei Berger. […]

floydmasika
Gast
floydmasika

Ein plötzliches Löschen dieser Art erinnert auch an die Bundeszentrale für Politische Bildung, die aufr linksgrünen Zuruf einen Artikel von Prof. Konrad Löw in ehrenabschneidender Weise aus dem Verkehr zog und dafür vom Bundesgerichtshof zur Wiedergutmachung verurteilt wurde.

floydmasika
Gast
floydmasika

Ja, es war ein guter Artikel. Ähnliches hat Manfred Kleine-Hartlage über Kognitive Dissonanz und Political Correctness bravourös geschrieben. http://korrektheiten.com/2011/04/19/kognitive-dissonanz-und-political-correctness/, aber der Artikel enthielt im einzelnen noch neue oder erfrischende Aspekte, und die beanstandete Pathologisierung war aus dem Kontext gut verständlich: der Artikel beschreibt tatsächlich ein Geistesversagen, das sich zu einer Art krankhaftem Defekt steigern kann und häufig tut. Alexander Wallasch zeigt manchmal selber Anzeichen von Versagen dieser Art, wenn er etwa mit der Katenschere argumentfrei auf irgendwelche Rechten, z.B. Björn Höcke, eindreschen zu müssen glaubt, um seine Positionierung in einer Mitte zu unterstreichen, die er durch liberale Begründungen seiner Standpunkte… Mehr lesen »

Eckard
Gast
Eckard

Schade, ist aber nicht zu ändern.
Kotau vor Grüfris geht gar nicht. Eine Seite Pflichtlektüre weniger. Mehr Zeit für den Abwasch.

Siart Peter
Gast

Psychiater: “Gutmenschen sind klinisch geisteskrank”
bayernweit.blogspot.com
Gutmenschen sind klinisch geisteskrank
http://bayernweit.blogspot.co.at/2014/10/psychiater-gutmenschen-sind-klinisch.htm

Emannzer
Gast

Falls es gestattet ist: Der Google-Cache hat ihn noch, den Artikel. So kann sich jeder seine Meinung bilden. Ich bin ziemlich entsetzt über soviel PC bei TE. Daher hier der Inhalt mit . Hervorhebungen kamen von Kissler: „Für Gutmenschen sind andere böse – ein Konter Warum Sie mit psychopathologisch gestörten Gutmenschen nicht diskutieren sollten Debatte: „Schonen Sie also bitte Ihre Nerven und tun Sie es nicht. Reden Sie lieber mit denen, die geistig offen, die – abgesehen von kleinen psychischen Störungen, die wir wohl alle haben – innerlich weitgehend gesund sind. Das ist befriedigender und kann Positives bewirken.“ Ein wütender… Mehr lesen »