Der Krieg der Vereinten Nationen gegen Israels Juden ist im Kern ein Krieg gegen den Westen. Die UNO und ihre Unterstützer ebnen stramm den Weg für das europäische Kalifat. Ein Beitrag von Giulio Meotti (Gatestone Institut)

2016 ist für die Antisemiten und die Vereinten Nationen ein kostbares Jahr gewesen. Der UNO-Sicherheitsrat hat gerade auf die einzige Demokratie im Nahen Osten geschossen: den Staat Israel. Die scheidende Obama-Administration soll inszeniert haben, was sogar Ha’aretz als eine Kampagne des „hit and run“ zur Verleumdung des jüdischen Staates in der UNO bezeichnete, mit dem Israel seinem Schicksal überlassen werden soll, wo sich nur Konflikt und Hass auftürmen. Das ist ein kultureller Völkermord, der nicht weniger gefährlich ist als Terroranschläge. Er gründet auf antisemitischen Lügen und schafft eine Atmosphäre, mit der nicht „Frieden“ erzielt wird, wie unredlich behauptet wird, sondern ein Verewigen von Krieg.

Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats ist der Höhepunkt eines verwirrend fruchtbaren Jahres für Antisemiten. Letzten November beschlossen Komitees der UNO-Vollversammlung an einem einzigen Tag 10 Resolutionen gegen Israel, die einzige offene Gesellschaft im Nahen Osten. Syrien? Eine. Wie viele gegen den Schurkenstaat Nordkorea? Eine. Wie viele gegen Russland, als es die Krim annektierte? Eine.

Hillel Neuer von UN Watch stellte fest:

Sogar während der syrische Präsident Bashar Assad das finale Massaker an seinem eigenen Volk in Aleppo vorbereitet, beschloss die UNO eine Resolution – verfasst und mit unterstützt von Syrien – die Israel fälschlich wegen „unterdrückerischer Maßnahmen“ gegen syrische Bürger auf den Golanhöhen verurteilte. Das ist obszön.

Nicht eine einzige Resolution wurde für tatsächlich Menschenrechte verletzende Staaten wie Saudi-Arabien, die Türkei, Venezuela, China oder Kuba beschlossen, ganz zu schweigen von faktischen Tyranneien überall in Afrika. Nur eine Resolution wurde für das „Eigentum palästinensischer Flüchtlinge“ beschlossen, aber nicht ein einziges Mal wurde das Eigentum der irakischen Christen in Mossul erwähnt.

Eine weitere Resolution in diesem rassistischen Strauß der Vereinten Nationen erfolgte zur „Anwendung der Genfer Konvention in den besetzten Gebieten“. Es gibt Hunderte territorialer Dispute in der Welt, von Tibet bis Zypern, aber nur Israel verdient es zur Rede gestellt zu werden?

Nach Angaben der Lügner in den Vereinten Nationen ist Israel das übelste Land der Welt. UNO-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad und Jordaniens Prinz Zeid al-Hussein unterstützen jetzt gerade eine „schwarze Liste“ internationaler Firmen, die Verbindungen zu israelischen Firmen in Judäa, Samaria, Ostjerusalem und den Golanhöhen haben, um den Boykott Israels zu fördern; offensichtlichen besteht die Hoffnung die einzige Demokratie, den einzigen pluralistischen Staat in der Region wirtschaftlich zu vernichten: den jüdischen Staat.

Die UNO-Gesandte für Kinder und bewaffnete Konflikte, Leila Zerrougui aus Algerien, empfahl auch die israelische Armee auf die schwarze Liste der Länder und Gruppen zu setzen, die regelmäßig Kindern Schaden zufügen, zusammen mit Al-Qaida, Boko Haram, dem Islamischen Staat, den Taliban und Ländern wie dem Kongo und der Zentralafrikanische Republik, die für ihre Kindersoldaten berüchtigt sind – aber natürlich nicht die Palästinenser, die weiterhin dafür werben Kinder als Kombattanten und Kinder als „Märtyrer“ einzusetzen.

Wie kommt es, dass westliche Jurisprudenz, nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen um weitere Verbrechen gegen die Menschheit zu verhindern, heute gegen Demokratien eingesetzt und dazu genutzt wird weitere Verbrechen zu fortzusetzen?

Die UNO-Frauenkommission verurteilte Israel als den einzigen Verletzer von Frauenrechten. Nicht Syrien, wo Assads Streitkräfte Vergewaltigung als Kriegstaktik benutzt; oder den Islamischen Staat, der Frauen religiöser Minderheiten versklavt. Nicht Saudi-Arabien, wo Frauen bestraft werden, wenn sie in den sengenden Temperaturen keine islamische, den ganzen Körper bedeckende Kleidung tragen und wo sie kein Auto fahren oder auch nicht das Haus verlassen dürfen. Und wenn palästinensische Männer ihre Frauen schlagen, ist Israel Schuld, argumentierte UNO-Expertin Dubravka Simonovic mit unbewegter Miene.

Auch die Weltgesundheitsorganisation stellte Israel als weltweit einzigen Verletzer von „mentaler, physischen und Umwelt-Gesundheit“ heraus, obwohl Israel der einzige Staat der Welt ist, der sogar seine Feinde medizinisch versorgt (fragen Sie die Kinder der Hamasführer).

Dann wurde der kanadische Juraprofessor Michael Lynk als „unparteiischer“ UNO-Ermittler für die vermeintlichen israelischen Menschenrechtsverletzungen ernannt – trotz seiner langen Geschichte antiisraelischer Lobbyarbeit, einschließlich der Mitglied im Vorstand vieler pro-palästinensischer Organisationen, darunter Friends of Sabeel und das National Council on Canada-Arab Relations.

Letzten Oktober ging die UNO-Kulturorganisation UNESCO unter niederträchtiger Mittäterschaft des Westens daran die jüdisch-christlichen Wurzeln Jerusalems auszulöschen, indem sie antike biblisch-jüdische Stätten auf magische Weise zu „islamischen“ erklärte, obwohl es den Islam historisch bis ins siebte Jahrhundert, hunderte Jahre später, noch nicht einmal gab.

Den Versuch zu unternehmen alle jüdische und christliche Geschichte auszulöschen, glauben zu machen, dass alle Welt ursprünglich und für immer nur islamisch sei, ist eine grässliche Manipulation. Das ist ein Jihad. So sieht ein Jihad aus. Es sind nicht nur orange Overalls, Enthauptungen und Sklaverei. Wenn man Geschichte löschen und umschreiben kann, kann man die Zukunft umdirigieren. Wenn du nicht weißt, woher du kommst, welche Werte willst du dann verteidigen, für welche kämpfen?

Namen sind wichtig. Wenn das Land jüdisch ist, wird es „Judäa und Samaria“ genannt; ist es „Palästina“, kann man sagen, die „Juden haben es gestohlen“ und dass Israel ein „kolonialistisches Gebilde“ ist, das auf „Unrecht“ gründet. Warum zeigt dann niemand auf den gesamten Kontinent Südamerika, der von Cortés, Pizarro und Europäern mit Waffengewalt erobert wurde?

In der jüngsten Resolution des UNO-Sicherheitsrats gegen Israel geht es nicht nur um „Siedlungen“, sondern um die Altstadt von Jerusalem. Die Ratsmitglieder wollen die Geschichte nicht auf 1967 zurückdrehen, sondern auf 1948, das Jahr, in dem Israel geboren wurde.

Als Marcel Breuer und Bernard Zerfuss das Gebäude der UNESCO aus Beton und Glas an der Place Fontenoy in Paris entwarfen und Pablo Picasso Fresken dafür spendete, stellten sie sich höchstwahrscheinlich die Wiedergeburt der westlichen Kultur nach den Tragödien des Krieges, des Holocaust und des Nazi-Albtraums vor. Niemals wurden an einer anderen Stelle auf der Erde Worte wie „Bildung“, „Wissenschaft“, „Kultur“, „Freiheit“, „Frieden“ und „Brüderlichkeit“ so oft wiederholt. Es gab Hoffnung und Engagement, damit die Zukunft besser sein würde – nicht schlimmer. Aber der Traum dauerte nicht länger als die paar Minuten der Verkündung.

Die Sowjetunion hatte sogar schon das Kulturprogramm der UNESCO mit dem Rot des Kommunismus befleckt, so als die UNESCO für eine „neue Welt-Informationsordnung“ warb, deren Ziel es war die Dominanz der westlichen Presse zu beenden – die als „Bedrohung“ der „kulturellen Identität“ der „Dritte-Welt“-Staaten dargestellt wurde.

Unter dem Eiffelturm übernahm dann die autoritäre und antiwestliche Dritte Welt die Kontrolle über das Kulturzentrum der UNO, das nach Angaben der Washington Post „allzu bürokratisch, teuer, verschwenderisch und mit antiwestlicher, antikapitalistischer Einseitigkeit durchtränkt“ wurde.

Seitdem wird Israel von diesen ideologischen und leibhaftigen Kriminellen an der Seine weiter als Paria behandelt. Selbst danach beging das UNO-Gremium 1975 „Verrat an sich selbst“, indem es die antisemitische Ritualmordlegende „Zionismus ist Rassismus“ verbreitete.

Letzten Monat trug der Präsident der UNO-Vollversammlung, Peter Thompson. stolz das berühmte karierte Tuch, die Keffiyeh, ein Symbol des „palästinensischen Widerstands“ (sprich: Terrorismus). Das ist schlicht die Fortsetzung der kulturellen Vernichtung Israels, die als nächstes dessen physische Vernichtung rechtfertigen soll.

Das Schicksal der jüdisch-christlichen Zivilisation – der Christenheit wie des Judentums – auf der all unsere Werte basieren, ist an das Schicksal des Staates Israel geknüpft. Wenn Israel aufhört zu existieren, passiert dasselbe mit der Christenheit. Die Welt ist Zeuge gewesen, wie die wenigen Christen und anderen Nichtmuslime, die im restlichen Nahen Osten – einst das ruhmreiche christliche Byzanz – noch übrig sind, abgeschlachtet werden, da jetzt die Juden und Griechen weg sind.

Der Krieg der Vereinten Nationen gegen Israels Juden ist im Kern ein Krieg gegen den Westen. Die UNO und ihre Unterstützer ebnen stramm den Weg für das europäische Kalifat.

Zum Autor: Giulio Meotti, Kulturredaktor für Il Foglio, ist italienischer Journalist und Autor.  Übersetzung: H. Eiteneier

-> Hier geht es zur Seite des Gatestone-Instituts!