Im Folgenden veröffentlichen wir den Brief einer jungen Leserin von „philosophia-perennis“, da er – angesichts der treffsicheren Einschätzung der gegenwärtigen Situation – die Hoffnung auf eine umfassende Wende in der Politik Deutschlands und Europas weiter stärken kann (DB).

Vielen Dank, dass Sie den Mut haben, Ihre Meinung, besonders in Bezug auf den Islam, so offen zu vertreten. Dazu braucht man Mut, viel Mut. Abgesehen davon, dass es nicht ganz ungefährlich ist, den Islam zu kritisieren, wird man schnell an den Medien-Pranger gestellt, wie man es an Ihrem Beispiel sehr deutlich sieht.

Wenn man vor fünf Jahren von Ihnen sprach, hieß es voll Bewunderung: „Ach, das ist doch dieser Schwule, der´s der katholischen Kirche mal so richtig zeigt.“  Heute heißt es nur noch abwertend: „Ach, das ist doch dieser Schwule Neonazi.“  Ein Satz und damit werden alle Argumente, die ich aus Ihren Artikeln übernommen habe, als unglaubwürdig erklärt.

Schubladendenken a la carte, ohne jegliche Toleranz. Es gilt der Spruch: „Wir tolerieren jede Meinung, außer jemand hat eine andere, als wir.“

Ich muss zugeben, dass ich vor fünf Jahren, als sich die Zeitungen mit Lobesartikeln über Sie überschlugen, dachte, dass Sie Ihr Fähnchen nach dem Wind drehen und sich an eine allgemein beliebte (und z.T. auch sehr berechtigte) Kirchenkritik anschließen wollen, um dadurch im Licht der Öffentlichkeit stehen zu können. Ich habe Ihnen Unrecht getan. Dafür will ich mich entschuldigen.

Ich teile zwar Ihre Kirchenkritik nicht ganz, denn ich wurde traditionell katholisch erzogen und lehne die katholische Einstellung zur Homosexualität nicht strikt ab (Das heißt natürlich nicht, dass ich Homosexuellen gegenüber nicht tolerant wäre. Ich toleriere und achte jede Meinung und verlange das selbe auch im Gegenzug), aber mittlerweile weiß ich, dass sie nie ein Opportunist waren.

Es ist heute schwierig, sich ein neutrales Bild über unsere Situation in Deutschland zu schaffen. Die meisten Medien berichten das selbe. Jeden zweiten Tag positive Artikel über die Integrationsbereitschaft der meist muslimischen Flüchtlinge, jeden zweiten Monat über einen Anschlag in Europa, der seltsamerweise immer von verwirrten Einzeltätern verübt wurde und jeden dritten Monat über einen konservativen Politiker, der seinen Doktortitel abgeschrieben oder einen unmöglichen Satz gesagt hat und dann zurücktreten muss.

Ein Einheitsbrei in der deutschen Medienlandschaft, wie er eintöniger nicht sein könnte. Doch wie wir aus der Geschichte wissen, sind Einzelmeinungen gefährlich, brandgefährlich.

Wie integrationsbereit Flüchtlinge sein können, welche einer Religion angehören, die von einem Mann gestiftet wurde, der eine Sechsjährige geheiratet hat; einer Religion, die sich fast ausschließlich durch Kriege verbreitet hat, deren heiliges Buch es erlaubt, Frauen aufs schärfste zu unterdrücken und Ungläubige zu töten, muss wohl kaum diskutiert werden. Es erscheint auch unglaubwürdig, dass die ganzen Anschläge in Europa nichts mit dem Islam zu tun hatten.

Abgesehen davon verstehe ich auch nicht, warum gerade linke Politiker, die eigentlich Toleranz und Vielfalt predigen den Islam so verharmlosen.

Aber vermutlich steckt dahinter eine kalte Berechnung: Die Flüchtlinge werden dauerhaft in Deutschland bleiben und irgendwann wählen dürfen. Sie werden keinen sozialen Aufstieg schaffen und deshalb Parteien wählen, die ihnen das meiste Geld geben, wie die Linke.

Aber es ist sehr seltsam, dass die Politiker linker Parteien nur sehr selten wegen irgendwelcher Skandale zurücktreten müssen. Dabei müsste man doch gar nicht lange recherchieren, um in der Vergangenheit der SED-Linke dunkle Flecken auf den Westen bestimmter Abgeordneter zu finden. Ebenso bei den Grünen, Stichwort Indianerkommunen …

Jedenfalls muss ich Ihnen meinen größten Respekt zollen. Es gehört unglaublich viel Mut dazu, die Wahrheit zu sagen und sich fast jeden zum Feind zu machen, um sich selbst treu bleiben zu können. Ich habe diesen Mut (noch) nicht und bin umso dankbarer, dass es Menschen wie Sie gibt, die hoffentlich Schlimmes verhindern können.

Ich habe mir schon überlegt, ob ich Journalismus studieren soll, weil ich momentan nicht weiß, was ich studieren soll und mir Schreiben an sich Freude macht. Aber ich habe diese Idee wieder verworfen, weil ich mir dann entweder alle zum Feind machen würde, oder gegen meine Überzeugung schreiben müsste.

Ich wünsche Ihnen jedenfalls auf Ihrem weiteren Lebensweg alles Gute, Gottes Segen und immer gute Freunde, die Ihnen Kraft geben, weiter für die Wahrheit zu kämpfen. Ich werde auf jeden Fall für Sie beten.

XX* – eine 19 Jährige, die nicht genau weiß, welchen Lebensweg sie wählen soll und die immer voll Respekt Ihre Artikel liest.

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*Name und Anschrift sind philosophia-perennis bekannt.

Foto: (c) Dasemarcalvarez (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)%5D, via Wikimedia Commons