Ein Gastbeitrag von Akif Pirinçci

Einen Tag bevor sie ihre Wiederkandidatur für das Bundeskanzleramt angekündigt hat, rechtfertigte Angela Merkel auch die Mehrausgaben für Flüchtlinge, die der Staat zu leisten hat – und zwar als „gut investiertes Geld“. Dazu ein kurzes Statement von Akif Pirinçci

„Die Ausgaben für Flüchtlinge gingen nicht zu Lasten der übrigen Bürger, betonte die Kanzlerin. `Wir steigern auch Ausgaben in anderen Bereichen – für die, die schon immer in Deutschland leben. Und deshalb muss niemand zurückstecken.“

Die gut in Flüchtilanten investierende alte Frau hat wie jeder ältere Mensch zunehmend schwere Gedächtnislücken. Selbst elementare Dinge, die sie selbst, ihren Beruf und ihre Historie ausmachen, kann sie nicht klar mit dem dazu gehörigen Wort oder Begriff benennen.

Deshalb greift sie wie der Schlaganfallpatient zu umständlichen Umschreibungen für das, was schon ein Kleinkind wie aus der Pistole geschossen mit der einzig richtigen Bezeichnung titulieren könnte. Hier erkennt man es ganz deutlich:

„… für die, die schon immer in Deutschland leben.“

Ja, das klingt irgendwie sowohl nebulös als auch etwas lustlos, und ebenso verzweifelt. Wer soll das sein, die, die schon immer in Deutschland leben? Rehe, Germanen, dänische Südschleswiger, Roberto Blanco? Die arme Frau.

Der richtige Begriff wäre übrigens „Deutsche“ gewesen.

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Foto: (c) European People’s Party (Flickr: EPP Summit March 2011) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)%5D, via Wikimedia Commons