Ein Gastbeitrag von Jürgen Fritz

Leonard Cohen ist diese Woche gestorben und Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Ersteres bedaure ich außerordentlich. Was für ein wunderbarer Sänger! Traurig, dass er nun nicht mehr unter uns ist. Ein großer Verlust!

Der früher als Sänger durchaus verehrte Konstantin Wecker – ich erinnere mich gut an ein grandioses Konzert von ihm damals in Mannheim, als ich noch Teenager war, muss so Anfang der 1980er gewesen sein – hat diese beiden Ereignisse, die ja faktisch so gar nichts miteinander zu tun haben, wahrscheinlich ob der zeitlichen Nähe und weil sie ihn beide emotional tief berührt haben dürften, wie folgt zueinander in Beziehung gesetzt:

„Liebe Freunde, Leonard Cohen ist tot und Donald Trump ist Präsident der USA (nur gewählt, aber noch nicht inthronisiert, aber geschenkt, jf). Umgekehrt wäre es mir lieber gewesen. :(“

wecker

Dazu möchten wir folgendes anmerken: Neueste Untersuchungen haben bestätigt, was viele schon länger vermutet hatten:

Eine stark überdurchschnittlich gute Entwicklung der Stimmbänder sowie der Musikalität geht zumeist mit einer reziprok (umgekehrt) proportionalen Entwicklung von Intellekt und Moralität einher.

Erste Stimmen fordern jetzt bereits, dass daher insbesondere Sängern das Sprechen in der Öffentlichkeit verboten werden, ihre Liedtexte auf „Na-naaa-na-na-naaa“ und Ähnliches konzentriert werden solle.

Von letzteren Forderungen möchten wir uns hiermit distanzieren. Es ist gut, um das genannte reziproke Verhältnis zu wissen, um solche Aussprüche wie von Konstantin Wecker und anderen für sich einordnen zu können. Wir sollten hier jedoch nicht einem naturalistischen Fehlschluss anheim fallen (aus einem Sein kann kein Sollen abgeleitet werden, aus deskriptiven Aussagen keine präskriptiven).

Will sagen: Lasst sie singen und reden! So what?

P.S.: Für Schauspieler soll übrigens häufig Ähnliches gelten wie für Sänger.

***
Zum Autor: Jürgen Fritz ist sein Ende Juli regelmäßiger Gastautor auf philosophia perennis

***
Foto: © von Fraktion DIE LINKE. im Bundestag (Konstantin Wecker Uploaded by indeedous) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons.

 

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Gertraud Schwilick StratomeierVölkermord ist buntOld-ManGabiAttila Recent comment authors
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Gertraud Schwilick Stratomeier
Gast
Gertraud Schwilick Stratomeier

Auf Facebook habe ich dem H. Wecker schon kurz nach Erscheinen der Traueranzeige geschrieben wie unmöglich ich seinen Beitrag finde. Ein so kleiner Geist wie H. Wecker instrumentalisiert den Tod Leonard Cohens für seinen Ärger über Leonard Trump. Später hab ich den Beitrag nicht mehr gefunden und Beiträge von H. Wecker auf meiner Seite gesperrt.

Völkermord ist bunt
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Konstantin Wecker ist ein Antiweißer.

Old-Man
Gast
Old-Man

Ich freue mich immer wieder über schöne Kunst,Ich liebe gute Musik,Ich liebe Gemälde,Ich bin selber seit über 50 Jahren Hobbyfotograf .
Früher mochte Ich auch einmal Konstantin,aber nach Suff und Kokain Eskapaden haben seine grauen Zellen wohl so sehr gelitten,der Mann ist einfach nur noch peinlich!!

Die anderen so genannten Künstler sollten sich auf ihre Arbeit konzentrieren,davon verstehen sie etwas,aber zur Politik sollten sie sich geschlossen halten!!
Könnte durchaus sein das beschimpfte Politiker ihnen den Hahn zudrehen(öffentliche Förderung u.s.w) oder ihre Behörden kümmern sich intensiver um sie?

In den Staaten werden die Hasstiraden gegen Trump noch sehr vielen der „Promis“ bitter leid tun!!

Gabi
Gast
Gabi

Schämen sie sich,Herr Wecker.Ich habe sie immer für einen geistvollen und konstruktiv kritischen Menschen gehalten.Aber so kann man sich irren und mit ihrem Demokratieverständniss ist es auch nicht weit her.Zukünftig werde ich abschalten,wenn sie mal im Radio zuhören sein sollten(ist ja eigentlich nicht oft der Fall,fällt mir gerade auf).

Attila
Gast
Attila

Nun, da scheint wirklich was dran zu sein:
In dem Buch von Salcia Landmann „Der jüdische Witz“ sind etliche Einträge darüber enthalten, dass schon zu alten Zeiten Witze über den Vorsänger in der Synagoge, den Chasan, gerissen wurden!
Weil dieser als außergewöhnlich dummer Mensch verschrieen war…

Heinz
Gast
Heinz

Ja, ja der Konstantin,
da sicht der Geist dahin,
die Droge war fatal,
da hatte er die Wahl,
ganz unten sitzen bleiben
oder den Sinn rausschneiden,
so mußte er entscheiden.
Lieber oben Schwachsinn krähen,
als unten Pfennige zählen.

josefine
Gast
josefine

Ich möchte so ehrabschneidende, dumme Statements von Mainstream-Ķünstlern gern überhören, ich kann es aber nicht. Dieser Kommentar beweist die Ignoranz eines Schwächlings.

Jürgen Fritz
Gast

Hat dies auf Jürgen Fritz Blog rebloggt.