Ein Gastbeitrag von Ifis

Die Bundesregierung, vertreten durch Frau Özguz, ist scheinbar nicht zufrieden mit dem Bild des Islam in der deutschen Presse. Deshalb finanziert sie nun eine Handreichung, um Journalisten bei der gewünschten Art der Berichterstattung über den Islam beiseite zu stehen.

Für die Herausgeber ist nicht, wie für eine Mehrheit der Deutschen, der Islam und seine Menschenrechtsfeindlichkeit das Problem, das beleuchtet werden muss. Die ihre freiheitliche Demokratie verteidigenden Bürger und ihre „Vorurteile und negative Einstellungen“ sind das Problem.

Journalisten, so im Vorwort etwas geschickter formuliert, sollen so berichten, dass Ressentiments nicht bestätigt oder verstärkt werden. Was im Klartext bedeutet: Keine Kritik am Islam. Und dieser Aufgabe wird das Handbuch gerecht.

Bereits das Vorwort zur Entstehung konzentriert sich auf positiv besetzte Schilderungen. Auf Parallelen zum Christentum, die Vertreibung Mohammeds aus Mekka, sozusagen der Urfall des islamischen Opferstatus.

Die Vertreibung der Juden aus Medina oder die kriegerische Unterwerfung der arabischen Halbinsel, noch zu Lebzeiten Mohammeds, wollte man wohl nicht erwähnen. Platz war dagegen war wieder für den Versuch, den „guten“ Islam vom „politischen“ Islamismus zu trennen. Die Erklärung, welche Lehrinhalte denn die Beiden unterscheiden würden, hat man sich dann wie üblich geschenkt. Oder es war die leere Zeile am Ende des Kapitels.
Das Ausblenden von Fakten, die negative Einstellungen bestärken könnten, wird denn auch sehr systematisch betrieben. Man beschreibt z.B. im mittelalterlichen Spanien eine angebliche Kooperation mit Christen und Juden,

… aber das erste Pogrom an Juden auf europäischem Boden, 1066 im muslimisch beherrschten Granada, passt in die selektive Geschichtsschreibung wohl nicht hinein.

journalistenhandbuch-islamEin weiteres Beispiel: Mohammed Amin al-Husseini, wird vom „Großmufti von Jerusalem“ zum einfachen Mufti, sprich Rechtsgelehrten degradiert. Man will uns wohl sagen, er sei nicht wichtig gewesen. In Wirklichkeit hatten Großmuftis aber eine sehr starke Stellung im religiös-rechtlichen Bereich und waren Vorgesetzte über eine Reihe von Muftis.

Auch die Tatsache, dass Mohammed Amin al-Husseini, ab 1941 in Berlin lebte, SS Mitglied war und bei der Rekrutierung der muslimischen Waffen SS Einheiten half, wird unterschlagen, bzw. relativiert. Auch die Verstrickung in die Schoah wird weggelassen.

Der „gendergerechte Islam“

So beschreibt das steuerfinanzierte Werk das Ziel des islamischen Feminismus. Gipfel dieser weltfremden Propaganda, ist die Umdeutung des Kopftuchtragens in eine feministische Position.

Es wird also ganz gezielt und bewusst eine Umdeutung westlicher Errungenschaften im Sinn des Islams vorgenommen. Am Ende ist dann Freiheit durch Unfreiheit ersetzt und (hoffentlich) niemand hat es gemerkt.

Und wenn es doch jemand merkt? Daran hat man auch gedacht – dazu kommen wir noch. Aber erstmal weiter in diesem absurden Theater.

Die Vereinbarkeit des Islam mit der Demokratie werde, so die Propagandisten, „in der islamischen Welt weitgehend akzeptiert“. Welche islamischen Länder denn nun Demokratien sind, wird dem Leser leider nicht verraten. Schade, die Liste hätte nicht viel Platz weggenommen.

Und auch dem „Prinzip der Rechtsstaatlichkeit wird traditionell hoher Respekt gezollt“ werden wir belehrt. Es wird die Geköpften in Saudi Arabien oder die kastrierten Schwulen im Iran sicher freuen zu hören, dass man in der Bundesregierung so viel Freude am islamischen Prinzip der Rechtsstaatlichkeit hat.

Islam und Homophobie

Erfreut sieht man ein ganzes Kapitel, dass sich dem Thema widmet. Es hätte allerdings der Schlusssatz gereicht: „Ein pauschaler Vorwurf, dass Muslime homophob sind, ist damit nicht haltbar.“ Zwischen Überschrift und Schluss findet sich eine Ansammlung von Relativierungen und Belanglosigkeiten, um die Schlussthese zu stützen. Was sich nicht findet, ist eine ernsthafte Auseinandersetzung mit Homophobie im realen Leben oder im islamischen Recht oder in real existierenden islamischen Gesellschaften. Aber das könnte ja auch dem Ziel eines geschönten Bildes zuwiderlaufen. Wer braucht schon das reale Leben, wenn es doch so viel schöner ist?

Islam und Antisemitismus

gefordert-durchDas Kapitel über Muslime und Antisemitismus findet dann einen bereits erschöpften Leser vor, der gläubig in sich aufnimmt, dass es alle möglichen Ursachen für Antisemitismus gibt, jedoch der Islam nun wirklich nichts damit zu tun hat. Wie konnten wir das nur jemals in Frage stellen?

Staatlich finanzierte Hetze gegen Islamkritiker

Und dann folgt, auf vielen Seiten, eine systematische „Entkräftung“ aller Argumente der in „Islamfeinde“ umgetauften Islamkritiker. Es wird recht geschickt gemacht. Genannt wird z.B. Pegida, aber wohl nur um über eine inhaltliche Verbindung zu Thesen etwa von Hamed abdel Samad, eine Pauschalverurteilung von Andersdenkenden zu erreichen.

Der eigentliche Skandal: die Bundesregierung

Mit Bundesmitteln greift die Regierung in die öffentliche Debatte als Partei pro Islam ein. Die Beeinflussung der Presse in ihrem Sinn zeigt, wie hemmungslos man dieses Ziel verfolgt.

Das Vorgehen ist völlig unkritisch gegenüber dieser Ideologie, gepaart mit einer pauschalen Abwertung, nicht nur der Gegenkritik, sondern auch der diese Meinung äußernden Menschen. Ein einzige rote Faden scheint die Verteidigung des Islam zu sein. Autoren mit islamkritischem Hintergrund sucht man natürlich vergebens in der Autorenliste. Das zeigt gut drei Leitmotive, die den derzeit offiziell mehr oder weniger vorgeschriebenen Umgang mit dem Islam in Deutschland charakterisieren:

  • Zum Einen, dass man nicht an kritischer Differenzierung und ergebnisoffener Debatte interessiert ist.
  • Zum Anderen, wie weit die Islamisierung an deutschen Hochschulen und Institutionen schon voran geschritten ist.
  • Und wie sehr sich die Bundesregierung hier gegen ihre Bürger einmischt.
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