Ein Gastbeitrag von Kai Knut Werner

Endlich, jetzt ist er da – der gute Syrer! Wenn es nach einigen Medien geht, hat der Deutschland vor dem Untergang gerettet! In einer dunklen Nacht am Hauptbahnhof in Leipzig, hat er selbstlos einen Landsmann mit nach Hause genommen und bot ihm eine Schlafstätte. Warum der eine von beiden am Hauptbahnhof war, ist geklärt. Er kam aus Dresden und floh vor der deutschen Polizei, der selbstlose Schlafstättenanbieter – tja, der war halt auch da.

Vermutlich gibt es viele Syrer, die nachts am Hauptbahnhof gestrandeten Menschen Hilfe anbieten, wenn sie nicht 500-Euro Scheine finden gehen, um sie bei der Polizei abzugeben.

Laut Medieninformation ging man dann nach Hause – in eine typisch ostdeutsche graue Platte und verbrachte die Zeit miteinander. Zwischenzeitlich hat sich der geflohene potenzielle Bombenleger noch die „Haare machen lassen“ bzw. der gute Syrer frisierte dem Schlafplatzlosen eine Glatze. Dann verbrachte man scheinbar noch einen entspannten Tag und traf sich mit Freunden.

Nachdem die Polizei in Dresden die Wohnung dieses Bombenbastlers auseinander genommen hatte und man sich bewusst wurde, welche Brisanz sich auftat, ging auch schon die Kritik an der Polizei los.

Warum hat man nur einen Warnschuss auf die Person abgeben, die morgens dieses Haus in Dresden verlassen hat? Ich stelle mir gerade vor: Die Polizei, die erst Stunden vorher über diesen Täter informiert wurde – und auch nicht wusste, in welcher Wohnung er sich befindet, hätte am Morgen dieses Einsatzes einen syrischen Flüchtling, versehentlich beim Brötchen holen erschossen.

Vermutlich hätten die Gutmenschen die Abschaffung der Polizei gefordert! In meinen Augen ist die Kritik an der Polizei völlig unberechtigt. Mit dem gefundenen Sprengstoff hätte man den halben Wohnblock in die Luft jagen können und dies passierte nicht, weil die Polizei besonnen gehandelt hat und dafür verdient sie Lob und Anerkennung.

Was sonst noch auffiel: in den ersten Stunden nach der Verhaftung dieses, vermutlich von der IS gesteuerten Täters, gab es kein Bildmaterial. Bis irgendwann die Bild-Zeitung entsprechende Aufnahmen präsentieren konnte. Der Täter mit neuer Frisur und Elektrokabel an den Füßen gefesselt. Dazu eine Person, die man nicht erkennen konnte – und über die alle Welt rätselt, ob es sich um eine Mann oder eine Frau handelt – und die heile Welt war in Ordnung!

Hat der „gute Syrer“ vielleicht Geld von der Bild-Zeitung für die Exklusivrechte an den Fotos bekommen? Was dann in den Medien passierte, ist geradezu skandalös: der „gute Syrer“ war der Held und ein gewisses Klientel überschlug sich mit Lob. Einige Kommentare verstiegen sich zu Behauptungen wie:„solange die sächsische Polizei nicht durch Syrer ersetzt wird möchte ich dieses Bundesland nicht mehr besuchen“.

Meine Vermutung: Da lief ein vom IS gesteuerter Terrorist durch die Gegend, der Menschen in die Luft sprengen wollte und dabei, von den deutschen Behörden entdeckt, fliehen konnte.

Ein anderer Syrer hat vermutlich die Chance genutzt, sich selber zum Helden zu machen! Leider geht das Augenmerk nur auf den Syrer, der vorgeblich was „Heldenhaftes“ gemacht hat. Inzwischen fordert bereits ein Politiker der Linkspartei, dass die Heldensyrer jetzt auf jeden Fall Asyl in Deutschland bekommen müssen.

Was wissen wir über die vielen anderen Syrer oder Islamisten, die bist jetzt unentdeckt sind aber auch Bomben in ihren Wohnungen basteln? Wir sollten nicht die Polizei beschimpfen – die so handelt, wie es unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft vorzieht, sondern eher die im Auge behalten, die in unser Land kommen! Zwischenzeitlich wissen wir, die wenigsten der Ankömmlinge werden zu Helden!