(David Berger) Der bekannte christliche Autor und Islamkritiker Nahed Hattar ist in Jordanien ermordet worden. Die tödlichen Schüsse trafen ihn auf dem Weg zu einer Gerichtsverhandlung am Gericht der Hauptstadt Amman. Kurz vor Betreten des Gerichtsgebäudes soll er von drei Kugeln getroffen und getötet worden sein.

Er sollte sich dort wegen einer in den sozialen Netzwerken verbreiteten Karikatur verantworten. Nach Angaben des arabischen Senders Al-Dschasira zeigt sie einen Isis-Kämpfer mit zwei Frauen im Bett, der Allah darum bittet, ihm einen Drink zu servieren.

Islamische Geistliche hatten die Zeichnung als verbotene Blasphemie (Gotteslästerung) eingestuft. Die staatlichen Behörden in Jordanien, das noch bis vor Kurzem als eher gemäßig islamisches Land galt, sahen im Verbreiten der Karikatur offensichtlich auch einen zu ahndenden Gesetzesverstoß, so dass sich Hattar vor Gericht verantworten sollte.

Dazu kommt es jetzt nicht mehr. Der Schütze konnte noch direkt am Tatort fest genommen werden und soll nach Augenzeugenberichten wie ein fundamentalistischer Salafist gekleidet gewesen sein.

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