(David Berger) Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer ist nicht nur in seiner mit der Flüchtlingsdebatte maßlos überforderten Partei eine Ausnahmeerscheinung. Er ist in der gesamten politischen Landschaft einer der wenigen, die überhaupt noch den Mut haben, Fakten jenseits pädagogischer Überlegungen und aufgezwungener politischer Korrektheit zu benennen und über Ursachen nachzudenken. So jetzt wieder in einem Interview mit der Tageszeitung „Welt“, in dem er klarstellt:

Die Silvesterübergriffe waren auch Folge der von seiner Partei als Dogma hochgehaltenen unkontrollierten Zuwanderung

Ausgangspunkt für die „Welt“ war ein (bislang offensichtlich von dem Netzwerk noch nicht zensierter) Beitrag auf Facebook, in dem Palmer die Gewalttätigkeit junger Asylsuchender ansprach. Und auch mit indirekten Vorwürfen an Parteikollegen nicht sparte (etwa bzgl. Claudia Roths Lieblingsvergleich der Silvesternacht mit dem Oktoberfest)

Boris Palmer Facebook

Er bezog sich dabei auf „den jetzt bekannt gewordenen Bericht des Bundeskriminalamts, wonach etwa die Hälfte der Übergriffe an Silvester quer durch Deutschland von Männern begangen wurde, die seit höchstens einem Jahr im Land waren.“

Und er warnt:

„Junge Männer ohne Bindungen, die nichts zu verlieren und auch nichts zu befürchten haben, sind gefährlicher als andere.“

Die Übergriffe der Silvesternacht hätten gar nicht erst stattgefunden, wenn die ca. 1000 (!) Täter nicht im Schutz der großen Migrationsflut nach Deutschland gekommen wäre

Dies nicht richtig erkannt zu haben, sei kein Problem nur der Grünen: „Die gesamte Gesellschaft war nicht darauf eingestellt, dass die großzügige Hilfe, die wir zurecht im vergangenen Herbst geleistet haben, in einem solchen Ausmaß missbraucht werden könnte. Es war nicht falsch, zu helfen. Aber wir müssen auch offen darüber sprechen können, welche Probleme sich daraus ergeben haben.“

“Die Silvester-Übergriffe haben etwas mit der Aufnahme von Flüchtlingen ohne Registrierung und Kontrolle zu tun. Diesen Satz muss man aussprechen können, ohne dafür gleich zu hören zu kriegen: Dann geh doch zur AfD!“

Palmer warnt in diesem Zusammenhang auch vor den Rassismusvorwürfen, die aus seiner Partei auch gegen ihn gerichtet, immer wieder hervorgekramt werden. Diese blockierten jede Diskussionen und erschwerten die Suche nach tragfähigen Lösungen

Lösungen seien nur in Sicht, wenn es endlich möglich sei, „diese Probleme offen ansprechen“. In einem nächsten Schritt sei es dann notwendig, dafür zu sorgen, „dass niemand mehr unkontrolliert und unregistriert nach Deutschland kommt.“

Das ganze Interview können Sie hier kostenlos nachlesen: „Unsere großzügige Hilfe wurde missbraucht“

Foto: © By Björn Láczay (Flickr) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

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Axel
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Na ja, David, Vernünftige bei den Grün*ixes? Palmers Vater ist ein Schwabenrebell gewesen. Gegen alles. Die heutigen Kretschmann-Grün*ixes sind doch nur denkfaule konformistische Bürgerkinder*ixes, die nur nachplappern und sich mit Antirassismus, Klimawahn und Gender einen Heiligenschein ergattern wollen.

Die anderen Parteien sind voll von aalglatten Schleimern wie Lindner, die über jedes linke Stöckchen springen, das man ihnen hinhält.

Lothringer
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Lothringer

Prinzipiell ist das richtig, was er sagt. Er wird sich nur in seiner Partei nicht damit durchsetzen können. Und je mehr ihn die Schwafeleien von Roth und Beck mürbe machen, umso mehr wird er sich innerlich von dieser Partei der Unfreiheit distanzieren. Und entweder ausgeschlossen werden oder freiwillig gehen … Mhhh, wohin wohl?

Maria Anna
Gast
Maria Anna

Jetzt sind wir schon dankbar, wenn überhaupt nur jemand die katastrophalen Auswirkungen der millionenfachen Einwanderung anspricht! So dankbar, daß unsinnige Aussagen hingenommen weden, z. Bsp., daß man nicht absehen konnte, was der Zuzug von fast einer Million alleinstehender Männer bedeute, oder daß Religion und Kultur dabei keine Rolle spielten; und so unfaßbar weitreichende Forderungen, wie daß nun der Familiennachzug zügig folgen müsse! Aber komisch, ich habe es vorausgesehen, und ich sehe noch weit größere Katastrophen für das (bald ehemals) christliche Europa voraus! Ich darf schon seit über 50 Jahren das Auftreten der eingewanderten muslimischen Bürger beobachten, und sehen, wie der… Mehr lesen »

Marcel Graumann
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Marcel Graumann

Sorry, wenn ich den Enthusiasmus hier irgendwie dämpfen muss: Die Grünen lassen doch Palmer nur spielen, um ihn als Feigenblatt zu benutzen. In der Befürchtung doch noch ein paar Wähler zu haben, die denken können, hoffen sie diese durch Palmer bei sich zu halten: Die sollen sich sagen: Naja, so schlimm sind doch die Grünen gar nicht, es gibt ja noch den Palmer … und dann doch wieder die Partei wählen, die ganz fundamental mit verantwortlich ist für das, was in der Silvesternacht passierte und täglich passiert