Ab und zu passiert es sogar der „taz“, dass der eine oder andere lesenswerte Kommentar oder Essay dort erscheint. Das war nun dieses Wochenende wieder einmal der Fall. Mit dem Text „Wir sind nicht eure Kuscheltiere“ hält der bekannte Islamkritiker und Buchautor Ahmad Mansour den linken Islamophilen einen Spiegel vor, der nicht nur deren ideologische Verblendung, sondern auch Schizophrenie und sektenhafte Scheinheiligkeit, die in diesen Gruppen herrschen, deutlich macht.

Aufsehenerregend ist bereits die Anekdote mit der er einsteigt. Offensichtlich soll es nämlich in Jugendämtern die Devise geben, dass man mit der weit verbreiteten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Familien mit muslimischem Migrationshintergrund „kultursensibel“ umgehen soll „und auch dann nicht unbedingt einschreiten soll, wo das rein rechtlich notwendig wäre.“

Meistens sind es naiv-gute und freundliche Menschen, häufig aus dem grünlinken Spektrum, die aus lauter Angst davor, islamophob oder rassistisch zu werden, in solchen Fällen ganz viele Augen zudrücken. Allerdings sei deren Nettigkeit ziemlich abrupt da zu Ende gegangen, wo sich der arabischsstämmige Islamkritiker kritisch zu wichtigen Lehren des Islam geäußert habe:

Bauchgefühlige Flüchtlingsromantik und Ausländerfreundlichkeit gelten offensichtlich nur für Personen, die die „richtige“ politische Einstellung haben.

Die hat Mansour offensichtlich nicht, wenn er schreibt: „Ich kritisiere muslimische Dachverbände wie Ditib oder den Zentralrat der Muslime, die behaupten, im Namen meiner Religion zu sprechen und für alle Muslime in Deutschland, was schon allein statistisch nicht stimmt.

Ich setze mich für innerreligiöse und gesellschaftliche Reformen ein und spreche öffentlich darüber, dass vieles schief läuft in den Familien, an den Schulen, in der Gesellschaft, im Umgang mit religiösem Fundamentalismus und islamischem Radikalismus.“

Mit solchen Aussagen macht sich der Autor bei den allermeisten Muslimen keine Freunde. Aber auch die, die sich derzeit für die politische Korrekten halten, scheinen es überhaupt nicht einzusehen, warum sie solch einen Verteidiger der Demokratie und der offenen Gesellschaft irgendwie in Schutz nehmen sollten:

„Ein Netzwerk von deutschen Links­liberalen und Grünen „beschützt“ eine Mehrheit der Muslime in Deutschland vor der Minderheit ihrer muslimischen Kritiker.“

„Was ist daran links, was progressiv?, frage ich mich. Und: Seid ihr noch bei Trost? Oder sind wir eure Kuscheltiere geworden?“

Mansour stellt im nächsten Schritt sogar unsere linksgrünen Politiker auf eine Stufe mit Islamisten. Das klingt hart, ist aber angesichts dessen, was er ausführt und auch im Hinblick auf die Erfahrungen anderer Islamkritiker durch aus zutreffend:

„Unter anderen Vorzeichen tut das links-grüne Lager dasselbe wie die Salafisten, Wahhabisten und übrigen islamischen Fundamentalisten, die wir kritisieren. Sie wollen kritische Muslime mundtot machen.“

Den ganzen Beitrag gibt es hier zu lesen: http://www.taz.de/!5317219/

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