Horror-Kabinett 2027: Hartmann träumt von Wüst, Baerbock und Lauterbach

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Difficile est satiram scribere, cum ipsa vita insania facta sit (David Berger)

(David Berger) Es gibt politische Satire, die von völlig absurden Voraussetzungen lebt. Und es gibt politische Satire, bei der man während des Lesens zunehmend nervös wird, weil eigentlich nur noch das Datum erfunden zu sein scheint. Waldemar Hartmann hat auf X einen kleinen Blick in die deutsche Zukunft gewagt. Sein Szenario spielt im Februar 2027 – also weit genug entfernt, um als Fiktion durchzugehen, und nahe genug, um vorsichtshalber schon einmal schweißgebadet aufzuwachen.

Besonders perfide an Hartmanns Albtraum: Keine einzige Personalie ist so grotesk, dass man sie dem deutschen Politikbetrieb nicht zutrauen würde. Hendrik Wüst im Kanzleramt, Annalena Baerbock als Bildungsministerin, Karl Lauterbach zurück am Kabinettstisch, Philipp Amthor als Regierungssprecher und Daniel Günther gleich für mehrere Ressorts – das klingt weniger nach dystopischer Literatur als nach einer jener Meldungen, bei denen man morgens zunächst das Datum kontrolliert. Deshalb erklären wir Waldemar Hartmanns politische Nachtangst zu unserem Fundstück der Woche. Lesen Sie selbst – und trösten Sie sich anschließend mit dem Gedanken: Noch ist es nur Satire.

Waldemar Hartmann auf X:

Februar 2027. Vereidigung der neuformierten Bundesregierung unter Kanzler Hendrik Wüst . Nach den für die Koalitionsparteien Union und SPD katastrophal verlaufenen Landtagswahlen im Herbst und dem Bruch der Thüringer Koalition Mitte Dezember tauscht die CDU den Kanzler aus. Die wenigen Unions-Abgeordneten, die zur AfD übergetreten sind und zur Kanzlermehrheit fehlen, spielen keine Rolle mehr, da Wüst die Grünen mit in eine neue Kenia-Koalition eingebracht hat. Lars Klingbeil und Bärbel Bas sind nicht mehr SPD-Vorsitzende. Neu im Kabinett unter anderem Bildungsministerin Anna-Lena Baerbock, die sich der Aufgabe nach drei Auftritten an der Columbia natürlich gewachsen sieht. Um das sehr geschrumpfte Merz-Lager einzubinden wird Philipp Amthor neuer Regierungssprecher im Ministerrang. Die SPD setzt sich bei der Besetzung des Gesundheitsministeriums durch und freut sich auf Prof. Karl Lauterbach. Leiter des Kanzleramts wird Nathanael Liminski, der auch die Direkte Pressearbeit des Kanzlers koordiniert. Das erste große Wüst-Interview wird in der taz erscheinen. Die Ministerien Außen-, Entwicklung und Umwelt werden aus Spargründen zusammengelegt und von Daniel Günther geführt, der sich auch noch für andere Ministerien angeboten hatte. Dann bin ich schweißgebadet aufgewacht.“ (QUELLE)

Man möchte Hartmann zurufen: Träumen Sie das nächste Mal bitte weniger realistisch!


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