Matussek: „Unsere Demokratie stürmt auf ihren Kipp-Punkt zu“

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In seiner aktuellen Kolumne in der Weltwoche richtet Matthias Matussek einen offenen Brief an den AfD-Politiker Martin Sichert. Darin kritisiert er den Umgang der etablierten Parteien mit der Opposition und findet ungewöhnlich deutliche Worte

Ausgangspunkt für die Kolumne dieser Woche ist Sicherts Ausschluss als AfD-Kandidat aus dem Wahlausschuss. Matussek erinnert daran, dass Sichert „seit fünfzehn Jahren Beamter ohne jede Beanstandung“ gewesen sei und fragt: „Was stimmt hier nicht?“

Aus dem Besteckkasten des Stalinismus

Seine Antwort fällt unmissverständlich aus. Er spricht von einer „verfassungswidrigen (!) Maßnahme“ und warnt vor einem fortschreitenden Abbau demokratischer Grundrechte. Die Opposition solle verboten werden, Überwachung und Meldestellen nähmen zu, während politische Gegner verfolgt würden. Besonders scharf wird Matussek, wenn er schreibt: „Bekämpfen, verfolgen, sanktionieren. Der Besteckkasten des Stalinismus.“ Und weiter: „Unsere Demokratie ist längst unterwandert von linken Radikalen auf ihrem ‚langen Weg durch die Institutionen‘.“ Sein Fazit richtet er direkt an Martin Sichert: „Sie, lieber Martin Sichert, standen im Weg. Unsere Demokratie stürmt auf ihren Kipp-Punkt zu.“

Matthias Matussek zählt zu den bedeutendsten konservativen Journalisten Deutschlands. Der frühere Spiegel-Star und Bestsellerautor gehört zu den wenigen prominenten Publizisten, die sich auch unter erheblichem persönlichen Druck nie dem Zeitgeist unterworfen haben. Dass ein so prominenter Publizist wie Matthias Matussek einen AfD-Politiker derart offen gegen den Vorwurf mangelnder Verfassungstreue verteidigt, dürfte weit über die Leserschaft der Weltwoche hinaus Beachtung finden.


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