CSD Köln: Selbst mit Regenbogen bleibt die CDU unerwünscht

(David Berger) Die CDU beteiligte sich am Sonntag mit einem eigenen Wagen am Christopher Street Day in Köln. Doch statt des erhofften Beifalls wurde der Parteiwagen von zahlreichen Besuchern lautstark ausgebuht. Begleitet wurde der Protest von Pfiffen sowie Sprechchören wie „Merz, leck Eier!“. Ausgerechnet dort, wo sich die Union offenbar als besonders anschlussfähig präsentieren wollte, kassierte sie eine öffentliche Demütigung.

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Wer glaubt, durch immer neue Anpassung an den Zeitgeist Applaus zu erhalten, erlebt oft das Gegenteil. Denn in queer-linkstotalitären Milieus wird Nachgiebigkeit nicht belohnt, sondern als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt. Wer gestern noch als „konservativ“ galt, bleibt für die Queeriban auch dann der politische Gegner, wenn er längst Regenbogenfahnen schwenkt.

Die Union hat in den vergangenen Jahren auf fast allen wichtigen Feldern Positionen aufgegeben, die einst ihr Markenkern waren – von der Familienpolitik bis zur Migrationspolitik, von der Gesellschaftspolitik bis zur Sprache. Selbst beim Christopher Street Day gehört sie inzwischen vielerorts selbstverständlich zum offiziellen Aufgebot. Doch statt Anerkennung erntet sie Verachtung. Das ist kaum überraschend. Wer versucht, die politische Konkurrenz durch das Kopieren ihrer Agenda zu besiegen, macht am Ende vor allem eines: das Original attraktiver. Wähler, die eine linke Politik wollen, entscheiden sich für Parteien, die diese Positionen seit Jahrzehnten vertreten. Die CDU erscheint ihnen allenfalls als verspäteter Nachahmer oder mit Merz als Kanzler als Mogelpackung, der man nicht trauen kann.

Verdienter Spott

Für die wenigen verbliebenen konservativen Wähler wiederum sendet das Schauspiel eine andere Botschaft: Ihre Partei ist bereit, sich jedem Zeitgeist anzupassen – selbst dann, wenn sie dafür öffentlich gedemütigt wird.

Das Buhkonzert war ein Symbol für die Orientierungslosigkeit einer Partei, die verzweifelt um Zustimmung bei einem Milieu wirbt, das sie weder respektiert noch jemals als politische Heimat betrachten wird. Wer seine eigenen Überzeugungen aufgibt, gewinnt am Ende oft weder neue Freunde noch behält er die alten. Stattdessen bleibt von einer solchen Strategie vor allem eines übrig: der Verlust des eigenen Profils – und der Spott jener, denen man gefallen wollte. Weg damit!

Addendum: Kölner CSD bekannt für linksextreme Zwischenfälle

David Berger von Linksextremen brutal aus Veranstaltung zum Kölner CSD gehetzt

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David Berger
David Bergerhttps://philosophia-perennis.com/
David Berger (Jg. 1968) war nach Promotion (Dr. phil.) und Habilitation (Dr. theol.) viele Jahre Professor im Vatikan. 2010 Outing: Es erscheint das zum Bestseller werdende Buch "Der heilige Schein". Anschließend zwei Jahre Chefredakteur eines Gay-Magazins, Rauswurf wegen zu offener Islamkritik. Seit 2016 Blogger (philosophia-perennis) und freier Journalist (u.a. für die Die Zeit, Junge Freiheit, The European).

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