
(David Berger) Für viele Bahnreisende gehörte sie einfach dazu: die Currywurst mit Pommes im Bordbistro des ICE. Doch damit ist nun Schluss. Die Deutsche Bahn hat die Pommes frites dauerhaft aus ihrem Angebot gestrichen. Hintergrund sind neue EU-Vorgaben zu klimaschädlichen Kältemitteln, die den Betrieb der bisherigen Tiefkühlanlagen zunehmend erschweren und verteuern.
Nach Angaben der Bahn werden die Tiefkühlgeräte in den Bordbistros schrittweise abgeschafft und durch normale Kühlsysteme ersetzt. Da Pommes tiefgekühlt gelagert werden müssen, verschwinden sie zwangsläufig von der Speisekarte. Die Bahn begründet den Schritt zudem mit einer Vereinfachung der Bordgastronomie und einer höheren Zuverlässigkeit des Angebots.
Auch Speiseeis und Eiswürfel müssen verschwinden
Auslöser der Entwicklung ist die sogenannte EU-F-Gase-Verordnung. Sie sieht eine schrittweise Reduzierung bestimmter fluorierter Treibhausgase vor, die bislang häufig als Kältemittel eingesetzt wurden. Die Europäische Union will damit klimafreundlichere Alternativen fördern. Für viele bestehende Kühlsysteme bedeutet dies allerdings kostspielige Umrüstungen oder einen vollständigen Austausch.
Von den Änderungen bleiben nicht nur die Pommes betroffen. Medienberichten zufolge sollen in den kommenden Monaten auch Speiseeis und später sogar Eiswürfel aus dem Bordbistro verschwinden. Die klassische Currywurst bleibt hingegen weiterhin im Angebot – allerdings künftig ohne ihre traditionelle Begleitung.
So zeigt sich einmal mehr, wie EU-Regulierung bis in die kleinen Alltagsgewohnheiten den Bürger terrorisiert.
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