(David Berger) Ein überraschendes politisches Szenario sorgt derzeit für Aufregung in der Union: Könnte Angela Merkel, Deutschlands ehemalige Bundeskanzlerin, 2027 das Amt des Bundespräsidenten übernehmen? Dieser Gedanke geistert offenbar durch Teile der politischen Sphäre – und sorgt bei führenden CDU-Politikern für besorgte Blicke.
Hintergrund sind Spekulationen in der Bild-Zeitung, wonach insbesondere die Grünen – wegen Merkels anhaltender Beliebtheit in Teilen der liberal-grünen Wählerschaft – erwägen könnten, die frühere Kanzlerin für das höchste Staatsamt vorzuschlagen. Diese Vorstellung versetzt die CDU-Spitze um Bundeskanzler Friedrich Merz in Unruhe: Was, wenn ausgerechnet eine partei- und oppositionübergreifende Unterstützung für Merkel entsteht, bevor die Union selbst einen Kandidaten präsentiert?
CDU will möglicher Merkel-Nomination zuvorzukommen
In CDU-Kreisen heißt es deshalb, man überlege, schon in den kommenden Wochen eine eigene, parteiinterne Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten vorzubereiten – „um einer möglichen Merkel-Nomination zuvorzukommen“.
Als potenzielle Unionskandidaten gelten derzeit vor allem Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bildungsministerin Karin Prien. Ob jedoch ausreichend Unterstützung aus SPD und Grünen für eine dieser Kandidatinnen zustande käme, ist völlig offen – die Bundesversammlung, die den Bundespräsidenten wählt, setzt eben auf breite politische Mehrheiten.
Doch so brisant die Spekulationen auch sind: Angela Merkel selbst hat ihnen vorsorglich deutlich widersprochen. Eine Sprecherin der Altkanzlerin erklärte, dass eine Kandidatur Merkels für das höchste Staatsamt „abwegig“ sei. Merkel stehe nicht zur Verfügung – sie werde 2027 nicht für das Amt antreten. Ob es dabei bleibt oder sich Merkel nur beknien lassen will, in diesen „schwierigen Zeiten“ als oberste Mutti zu dominieren, bleibt fraglich.
Wie in einem Horrorfilm
Dabei ist Merkels politisches Comeback schon allein durch ihre jüngste Entscheidung bemerkenswert: Erstmals seit ihrem Ausscheiden aus dem Kanzleramt nahm sie wieder an einem CDU-Bundesparteitag teil, was intern als ungewöhnliches Zeichen gewertet wird.
Die Diskussion zeigt vor allem eines: Die Union ringt momentan verzweifelt um ihre politische Identität, hilflos i, linksgrünen Morast brandeingemauert und verfangen, während zentrale Personalfragen für 2027 längst begonnen haben. Und mitten in diesem Ringen steht – unverhofft und ungewollt – wieder einmal Angela Merkel im Zentrum der Debatte. Nicht wenige Bundesbürgern fühlen sich da erneut in einem Horrorfilm, dem man irgendwie nicht entkommt, weil man von zu vielen Zombies umgeben ist. Während andere in einer Bundespräsidentin Merkel auch eine Chance sehen. Frank Jürgen Helbig dazu: „Ja, unbedingt. Macht endlich den Deckel drauf, auf den totalen Untergang…“
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