(David Berger) Wie glaubwürdig ist der TV-Komiker Hape Kerkeling (90er Jahre), wenn er seinen Wunsch nach einem Altherrenhumor-Comeback mit gleichgeschalteten, totalitären Hasstiraden gegen die größte Oppositionspartei in Deutschland und gegen Donald Trump zu realisieren sucht?
Was machen weitgehend in Vergessenheit geratene deutsche TV-„Stars“, wenn das Geld langsam für die Zweitfrisur, Botox und Fettabsaugung ausgeht und sie gerne mal wieder in aller Munde wären, um weiter im Cafe Kortinghaus so viele Törtchen mit Champagner wegputzen zu können, wie sie und ihre auf großes Erbe hoffenden „Söhne“ und „Töchter“ vegputzen können?
Gleichgeschaltet „antifaschistisch“
Richtig: Sie machen einen auf Antifaschisten, drohen, dass sie Deutschland verlassen werden, wenn die AfD über 15 Prozent kommt und dass sie in die USA emigrieren würden, wäre da nicht der neben Putin schlimmste Hitler 2.0 in der Person Trumps an der Macht.
Sieht man einmal davon ab, dass Hape Kerkeling bei der noch den Staatsfunk konsumierenden Generation 60+ nie ganz vergessen war und dass dieser vermutlich weder Geldsorgen noch Söhne, eine Fettabsaugung, Botox oder Haarspray für seine Frise nötig hat, habe ich doch vermehrt den Eindruck, dass er – neben Damen wie der WDR-Schauspielerin Heidelinde Weis – auf dem Weg hin zum Shootingstar in diesem reizenden Milieu ist.
Und weil es für das Profil seiner noch verbliebenen Fans keinen besseren Ort gibt als die „Apotheken-Umschau“ (spöttisch auch genannt „Rentner-Bravo“), hat der deutlich in die Jahre gekommene Kerkeling dort nun einen großen Auftritt bekommen, um seine Gleichschaltung mit dem linkstotalitären System und einen neuen Film, der vermutlich versucht den Humor der 80er wiederaufleben zu lassen, zu präsentieren: „Es laufen zu viele kleine Trumps herum“ lässt er über das beste Deutschland aller Zeiten daher wissen.
Als ob meine 85-jährige Nachbarin, die Tag und Nacht den Fernseher laufen hat, reden würde, hört man ihn zu „Mutti Merkel“ sagen: „… eigentlich mochte ich die“. Was seiner Parodie gut getan hätte: „Es muss auch immer etwas Liebenswürdiges an der Figur sein, in die Sie schlüpfen wollen. Sonst macht das keinen Spaß. Bei Trump sehe ich das nicht.“ – belehrte der auf dem Foto der Apotheken-Umschau scheinbar reichlich gephotoshoppte, ehemalige Star die sich ebenfalls aus der gleichgeschalteten Gerontokratie rekrutierenden Spiegel-Leser.
Rechte als „Kloakenwasser“
Schon während der erwähnte Film in Arbeit war, ließ der gutmenschige Komiker wissen, dass wir dringend ein AfD-Verbot bräuchten:
„Ich höre immer nur, es wäre zu riskant, diese Partei zu verbieten. Diese Argumentation halte ich für geradezu grotesk. Wir haben ein Grundgesetz und das ist eindeutig. Der Gesetzgeber wollte verhindern, dass die Bundesrepublik Deutschland je wieder zu einer Diktatur wird. Wir stehen jetzt vor dem Problem, vor der real existierenden Möglichkeit, dass Deutschland eine Diktatur wird und das innerhalb kürzester Zeit“.
Auch der typisch demokratische Dialog, der „herrschaftsfreie Dialog in der offenen Gesellschaft“ (Habermas) wird ihm dabei verdächtig: „Alle Menschen, die sich davon einfangen lassen und aus unerfindlichem Grunde diesem blinden Hass folgen und selbst hasserfüllt werden, Groll empfinden, sodass sie glauben, sie müssten diese Wahl treffen, die sollte man in jedem Fall versuchen einzufangen und eines Besseren belehren“, sagt er. Aber: „Diejenigen, die jedoch für diese Politik stehen und sie nach außen vertreten, ich glaube nicht, dass bei denen ein Sinneswandel möglich ist, nur im Ausnahmefall und insofern scheitert man da an rhetorischen Mitteln.“ An die Stelle des Dialogs will er (zwangsweise?) Belehrung der AfD-Wähler setzen und bezüglich der bereits Überzeugten sieht er selbst seine kaum überbietbaren „rhetorischen Mittel“ am Ende…
Eine ähnliche PR-Überzeugung hatte Kerkeling schon anlässlich des Erscheinens eines neuen Buches vor einem Jahr gefahren: Er verstehe nicht, warum alle so „wahnsinnig vorsichtig“ seien, wenn es um ein AfD-Verbot gehe: „Wenn ich immer höre: Die AfD ist ‚in Teilen rechtsradikal‘ – was heißt denn ‚in Teilen rechtsradikal‘? Das klingt für mich so, als hätte sich das der Verteidiger der AfD ausgedacht … Wenn ich ein Glas Wasser habe und ein bisschen Kloakenwasser reintue, dann ist das ganze Glas ungenießbar. Das kann ich wegschütten … Welcher Idiot ist Mitglied in einer Partei, die ‚teilweise rechtsradikal‘ ist?! Das kann kein wirklicher Demokrat sein.“
Bereits im Rahmen der Corona-Hysterie hatte sich Kerkeling als molluskenhafter Propagator der toxischen Maßnahmen und der gesundheitsgefährdenden Impfung dem unser Grundgesetz mit Füßen tretenden System angedient: Er glaube, „dass die Maßnahmen angemessen waren“ Und schon fast satirisch: „Karl Lauterbach ist kompetent. Der Mann ist Epidemiologe … Es ist ein wirklicher Segen für die Menschheit, dass so schnell ein Impfstoff entwickelt wurde.“
Ist Kerkeling in Wirklichkeit ein „islamophober Rassist“?
Doch wie glaubwürdig ist dieser, wie bei vielen ehemaligen Staatsfunk-Stars fast verzweifelt den Applaus einer sterbenden Medienwelt suchenden Kreuzzug „gegen rechts“?
Es ist bekannt, dass Hape Kerkelings Versuch vom Rheinland nach Berlin überzusiedeln vor allem daran scheiterte, weil er sich dort nicht mehr wohlgefühlt hat. Der von ihm offiziell angegebene Grund war nicht die in Drogen und sexuellen Perversionen komplett außer Rand und Band geratene queere Szene, sondern die Atmosphäre, die er in den letzten Jahren als zunehmend homophober wahrnahm. Als „offen schwules Gesicht“ wolle er sich nicht mehr einem gesellschaftlichen Klima aussetzen, das ihm in Berlin zunehmend unangenehm erschien. Welchen religiösen und migrantischen Hintergrund die Gewalt gegen Homosexuelle in Berlin hat, ist bekannt und es wird immer schwieriger, diese Tatsache noch unter der Decke zu halten. Bereits 2023 ergab eine Anfrage beim Hamburger Senat zu den Tätergruppen von homophober Gewalt: 70 Prozent der Tatverdächtigen bei Hassgewalt gegen homosexuelle Menschen sind Ausländer. In Berlin dürften die Zahlen inzwischen noch einmal deutlich höher bei ca. 90 Prozent liegen, dort verzichtet man aber wohlweislich seit einigen Jahren darauf, die Tätergruppen bei homophoben Übergriffen zu erfassen.
Bereits im Jahr 2006 entgegnet der bekannte Komiker, Autor, Moderator und Schauspieler Hape Kerkeling in einem Zeit-Interview – nachdem er zuvor die heiligen Schriften der großen Religionen mit der Bedienungsanleitung eines DVD-Players verglichen hatte – auf die Frage nach seiner Religionskritik:
„ZEIT: Über den Koran würden Sie so was heute nicht mehr schreiben?
Kerkeling: Ich würde und werde mich öffentlich mit dem Islam nicht beschäftigen. Aus Angst.“
Eine antifaschistische König Beatrix?
Komisch oder?, werden sich jetzt viele denken. Aber vielleicht ist die Lösung ganz einfach: Ist Hape Kerkeling am Ende doch nur ein gleichgeschalteter „Antifaschist“ in der selben Weise wie er Königin Beatrix war? Und es bleibt am Ende nur die Apotheken-Umschau, die ihn zwischen orthopädischen Strümpfen, Vitamin C-Kapseln und Aspirin als ein weiteres Produkt für ihre Leserschaft verkauft?
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