(Ed Piper) In der jüngsten Vorschau auf ein Schrang.tv-Interview mit David Berger wird dazu aufgerufen, „zur Elite zu werden, die wir brauchen, um einen gesellschaftlichen Wandel herbeizuführen

Dazu drängt sich die Frage auf, wie es denn diesbezüglich mit den aktuellen Eliten steht?

In einem gestern veröffentlichten BILD am Sonntag Interview mit dem prominenten Entertainer Jürgen von der Lippe wird dieser mit den Worten zitiert

„Witze über den Islam? Mein Leben ist mir wichtiger, als ein guter Gag.“

Bildausschnitt: Jürgen von der Lippe-Zitat, BamS-Print, 06.01.2019

Das hört sich für mich, wenn auch man diese Äußerung durchaus als kritisch verstehen kann, nach vorauseilender Selbst-Zensur an. Doch etliche Kommentatoren auf facebook empfinden selbst diese Aussage bereits als mutig. Und so bestätigt sich einmal mehr, wie intolerant und gefährlich der importierte Islam jenseits öffentlicher Verlautbarungen von Mainstream-Medien und Multikulti-Lobbyisten tatsächlich empfunden wird.

Verstärkt wird dieser Eindruck dadurch, dass von der Lippe mit seiner Angst nicht alleine ist:
Bereits im Jahr 2006 entgegnet der bekannte Komiker, Autor, Moderator und Schauspieler Hape Kerkeling in einem Zeit-Interview – nachdem er zuvor die heiligen Schriften der großen Religionen mit der Bedienungsanleitung eines DVD-Players verglichen hatte – auf die Frage nach seiner Religionskritik:

„ZEIT: Über den Koran würden Sie so was heute nicht mehr schreiben?

Kerkeling: Ich würde und werde mich öffentlich mit dem Islam nicht beschäftigen. Aus Angst.“

Leider vermeidet es die Zeit, die Gelegenheit zu ergreifen, auf diese Aussage weiter einzugehen.

Auch von Manfred Deix, dem Karikaturiste, Grafiker und Cartoonisten, der das Bild Österreichs prägte, wie kaum ein anderer ist auf eine Frage zum Karikaturenstreit in einem ORF-Beitrag zu lesen

„ORF: Ist Mohammed für Sie tabu?

Deix: Ich habe gemerkt, dass er tabu zu sein hat. Kaum hat es diese Geschichte gegeben, hat irgendeine große Zeitung ein Interview abgedruckt, in dem ich sehr frisch von der Leber weg darüber geredet habe, das es mir auf die Nerven geht, dass man das nicht mehr zeichnen darf. Knapp danach bekam ich eine bedrohliche E-mail, und das hab ich der Polizei gemeldet. Es hieß: „Pass auf, wenn du so was noch mal sagst über uns, bist du gefährdet. Auch in deiner nächsten Umgebung gibt es Sympathisanten von uns, radikalisierte Moslems.“ Das war eine Drohung, dass ich die Goschen halten soll. Ich muss sagen, da habe ich Angst verspürt ..“

Etwas später dann, im Jahr 2015, kurz nach dem Terror von Charlie Hebdo, äußerte sich der bekannte Comic-Zeichner Ralf König, in eine ähnliche Richtung. The European berichtet:

„Nach diesem „Tagesspiegel“-Bericht hat Ralf König eine kritische Islam-Zeichnung von seiner Internetseite gelöscht. Und zwar aus Angst vor „vereinzelten kranken Irren“, womit er offensichtlich den nun auch Europa wirkmächtig heimsuchenden islamistischen Terror meint. Der Comic-Zeichner hat die Aussagen des Berichts auf seiner Facebookseite bestätigt und spricht dort sehr offen, fast berührend von seiner Angst, durch die er „seit 2 Tagen wie gelähmt“ sei.“

Das sind schon ganz andere Worte, als die des ehemaligen Charlie Hebdo Chefredakteurs und Herausgeber Stéphane Charbonnier, von dem die Worte überliefert sind

„Besser aufrecht sterben, als auf den Knien leben!“

Unbestreitbar ist, dass man der sich zusehends auswachsenden Gefahr nur im Rahmen einer sich klar artikulierenden gesellschaftlichen Mehrheit begegnen kann. Umso kritischer erscheint mir deshalb die Verweigerung unserer kulturellen Eliten, die mit ihrer Vorbildfunktion einhergehende Verantwortung anzunehmen und entschlossen mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten für unsere freiheitliche Gesellschaftsordnung zu streiten. Denn, ganz ehrlich, was will man von „kleinen Otto-Normalverbrauchern“ erwarten, wenn selbst unsere Eliten sich hinter ihrer Angst verstecken?

Klar ist, dass Stéphane Charbonnier seine aufrechte Haltung tatsächlich mit dem Leben bezahlen musste. Deshalb geht Kritik in dieser Sache auch immer weitaus leichter über die Lippen, als selbst zu handeln.

Die Frage, die sich nun jeder Einzelne ganz ehrlich stellen sollte ist:

„Wie würde ich selbst mich verhalten?“

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