Montag, 24. Juni 2024

Joe Biden und die Whistleblower

(David Berger) Vorbemerkung: Mit dem folgenden Beitrag darf ich Ihnen eine neue Gastautorin vorstellen: Tara Grimm

Grimm hat in Berlin, Prag und Lissabon studiert. Immer auf der Suche nach der Bedeutung hinter dem Wort, nach der Botschaft hinter dem Symbol, nach der Geschichte hinter der offiziell niedergeschriebenen Geschichte.

Die Ausrufung der Corona-Pandemie bezeichnet sie als den vielleicht nützlichsten Alptraum in der Menschheitsgeschichte, da für Millionen von Menschen erstmalig der wahre Charakter eines global angelegten Systems sichtbar wurde, das sich auf privat geführte Zentralbanken, auf umfassende Manipulation der Menschen sowie auf Korruption und Abhängigkeiten in Politik, Medien, Wirtschaft und Wissenschaft stützt.

Laut Grimm durchlebt die Welt apokalyptische Zeiten im ursprünglichen Sinne des Wortes, deren Höhepunkt daher eben nicht im Untergang der Menschheit liegen wird, sondern im Zerfall der alten Strukturen.

Tara Grimm plädiert dafür, die neue Zeit aktiv mitzugestalten. Ein wesentlicher Schritt, den dabei schon heute jeder gehen kann, findet sich in einem Zitat von Mahatma Gandhi: „Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“ 

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Nach seiner Festnahme auf Zypern galt er wochenlang als unauffindbar. Jetzt hat sich der israelische Professor Gal Luft mit neuen Details zu seinen Anschuldigungen gegen „La Familia Biden“ zurückgemeldet. Wie viele Indizien sind notwendig, damit das US-Justizministerium Ermittlungen aufnimmt? Ein Gastbeitrag von Tara Grimm

Joe Biden steckt in Schwierigkeiten. Dass die New York Post am 5. Juli die Residenz US-amerikanischer Präsidenten in Washington D.C. nach einem Kokainfund zum „schneeweißen Haus“ erklärte, ist lediglich die pudrige Spitze des berüchtigten Eisberges.

Bestechung und Vorteilsnahme im Weißen Haus?

Seitdem die Republikaner nach ihrem Sieg bei den US-Zwischenwahlen im vergangenen November die Mehrheit im Repräsentantenhaus und damit die Kontrolle in den wichtigen Kontroll- und Untersuchungskomitees der Abgeordneten übernommen haben, vergeht kaum mehr eine Woche, ohne dass sich die Biden-Familie mit immer neuen Behauptungen über Vorteilsnahme und Bestechung und die Regierungsbehörden wie FBI und Justizministerium mit dem Vorwurf der Vertuschung dieser potenziellen Verbrechen konfrontiert sieht.

Im Zentrum des sich seit einiger Zeit zuspitzenden Skandals stehen durch James Comer, Vorsitzender des Kontrollkomitees, und Jason Smith, Vorsitzender des Finanz- und Steuerkomitees, zusammengetragene Indizien, die darauf hindeuten, dass Joe Biden während seiner Amtszeit als US-Vizepräsident unter der Obama-Administration sich und seine Familie bereichert hat, indem er außenpolitische Entscheidungen gegen die Zahlung von erheblichen Geldsummen getroffen haben könnte.

Die Spur des Geldes

Indem James Comer nach dem bewährten Grundsatz „Folge dem Geld“ handelte, stießen er und seine Kollegen auf bislang zwanzig von den Bidens betriebene Strohfirmen, über die Millionen von US-Dollar aus dem Ausland auf die Konten von mindestens neun Familienangehörigen des Biden-Clans gespült wurden, darunter Konten von Joe Bidens Sohn Hunter, seinem Bruder James, Hunters Ex-Frau Kathleen Buhle sowie der Enkelkinder von Joe und James Biden.

Wie u.a. die „New York Sun“ kürzlich berichtete, habe ein Manager des ukrainischen Energieunternehmens Burisma, in dessen Vorstand Hunter Biden trotz fehlender Sachkenntnis von 2014 bis 2019 einen Posten mit monatlichen Bezügen von circa 50.000 USD bekleidete, seinerzeit je fünf Millionen USD an Joe Biden und seinen Sohn an Bestechungsgeldern gezahlt, und dies auf eine Weise, dass Ermittlungsbeamte „mindestens für zehn Jahre nicht in der Lage“ sein werden, den Vorgang aufzudecken.

Gestützt werden diese und weitere Behauptungen über dubiose Zahlungen an die Biden-Familie u.a. durch Unterlagen, welche Comer aus Janet Yellens Finanzministerium anforderte. Wie James Comer in einem Interview auf Fox News (ab Minute 04:02) erläuterte, wurden Geldflüsse auf sechs verschiedenen Banken durch diese als Verdachtsfälle potenzieller Geldwäsche dokumentiert. Dabei geht es um Zahlungen aus der Ukraine, Rumänien, China sowie aus anderen Staaten.

Laut einem Bericht der „Daily Mail“ sei das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses inzwischen auf weitere Strohfirmen gestoßen, und die Summe der über das Firmennetzwerk geschleusten Gelder könne bis zu 40 Millionen USD betragen.

Formblatt FD-1023

Doch die hart erkämpften Unterlagen aus dem Finanzministerium und dem FBI, wie beispielsweise das mittlerweile zu einiger Berühmtheit gelangte Formblatt FD-1023, auf welchem eine langjährige und „höchst zuverlässige Quelle“ bereits im Jahr 2017 zu Protokoll gab, dass „der damalige US-Vizepräsident Biden in ein kriminelles Bestechungssystem [involviert war]“, bilden bei Weitem nicht die einzige Grundlage für die Vorwürfe gegen La Familia Biden.

„Soll ich Namen nennen?“

Seit Monaten und insbesondere in den letzten Wochen melden sich Whistleblower zu Wort, so u.a. der leitende Beamte der US-Steuerbehörde IRS, Gary Shapley, der kürzlich vor dem Steuer- und Finanzkomitee des US-Repräsentantenhauses detailliert darüber berichtete, wie die Ermittlungen gegen Hunter Biden auf Weisung des US-Justizministeriums behindert worden seien.

Ein weiterer, möglicherweise entscheidender Whistleblower ist Gal Luft, ein ehemaliger Angehöriger der israelischen Verteidigungskräfte. Luft geriet im Februar dieses Jahres in die Schlagzeilen, als er am Flughafen auf Zypern auf Grund eines von den USA ausgestellten Auslieferungsantrages festgenommen wurde. Nach einem Post auf Twitter verlor sich seine Spur für mehrere Wochen. Sein letzter Tweet vom 19. Februar lautete:

„Ich wurde auf Zypern auf der Grundlage eines politisch motivierten Auslieferungsantrages durch die Vereinigten Staaten festgenommen. Die USA behaupten, ich sei ein Waffenhändler. Es wäre lustig, wenn es nicht so tragisch wäre. Ich bin nie ein Waffenhändler gewesen. Das Justizministerium versucht mich zu begraben, um Joe, Jim & Hunter Biden zu schützen. Soll ich Namen nennen?“

Gal Luft und das geheime Treffen in Brüssel

Vor wenigen Tagen veröffentlichte Luft nun eine 14-minütige Videobotschaft, die von der renommierten Journalistin Miranda Devine in der „New York Post“ veröffentlicht wurde.

Darin behauptet er, seine Festnahme auf Zypern habe darauf abgezielt, seine Aussage vor dem Aufsichtskomitee des US-Repräsentantenhauses zu verhindern. Bereits im Jahr 2019, so Luft, habe er sich mit Erkenntnissen an das FBI gewandt, bei denen es um Zahlungen von mit dem chinesischen Geheimdienst verbundenen Personen an die Biden-Familie gegangen sei sowie um einen Maulwurf innerhalb des FBI, namens „der Einäugige“, welcher die Gönner der Bidens im chinesischen Energieunternehmen CEFC mit klassifizierten, also der Geheimhaltung unterliegenden, Informationen versorgte. Daraufhin sei es im März 2019 zu einem zweitägigen geheimen Treffen in Brüssel gekommen, an welchem sechs Beamte von FBI und US-Justizministerium teilgenommen hätten.

Luft erklärt, dadurch davon erfahren zu haben, dass sich Hunter und James Biden auf der CEFC-Gehaltsliste befanden, weil er selbst zu jenem Zeitpunkt über einen Think Tank mit dem chinesischen Unternehmen in Verbindung gestanden habe.

In ihrem Artikel weist Miranda Devine darauf hin, dass Lufts Aussagen insofern glaubwürdig sind, als er mit den Geheimdienstkreisen in Washington D.C. gut vernetzt sei und im Rahmen seines Think Tank, The Institute for the Analysis of Global Security, mit Personen wie dem früheren CIA-Direktor James Woosley und dem früheren Nationalen Sicherheitsberater Robert McFarlane zusammengearbeitet hat.

Joe Biden, der kompromittierte Präsidentschaftskandidat?

Luft zufolge habe die einzige Motivation für seine Kontaktaufnahme mit den US-amerikanischen Strafvollzugsbehörden darin bestanden, die Regierung vor einem potenziellen Risiko bezüglich der Präsidentschaftswahlen 2020 zu warnen.

Wörtlich sagt er:

„Ich, der die Regierung freiwillig über einen möglichen Sicherheitsverstoß informiert hat sowie über kompromittierende Fakten über einen Mann, der danach strebte, der nächste Präsident zu werden, werde nun von denselben Leuten gejagt, welche ich informiert habe — und werde möglicherweise für den Rest meines Lebens auf der Flucht sein. (…)

Warum hat das Justizministerium ausgerechnet den 1. November gewählt, um  die Anklage zu entsiegeln, in genau jener Woche, in der die Zwischenwahlen stattfanden?

Könnte dies irgendetwas mit der Angst zu tun haben, dass, wenn die Republikaner erst einmal die Kontrolle über den Kongress erlangen und mit den Untersuchungen beginnen, die Vertuschung [durch das Justizministerium] vollumfänglich sichtbar werden würde?“

Von Brüssel zum „Laptop aus der Hölle“

Dass es sich bei dieser Mutmaßung womöglich um mehr als eine paranoide Verschwörungstheorie handeln könnte, darauf deutet u.a. die Tatsache hin, dass einer der 2019 nach Brüssel gereisten FBI-Beamten, laut Lufts Aussage, Special Agent Joshua Wilson gewesen sein soll, also der Mann, welcher später die Beschlagnahmung von Hunter Bidens Laptop unterzeichnet hat. Dieser wurde in der Folge, trotz der massiven und koordinierten Zensurversuche durch FBI und Big Tech, als „Laptop aus der Hölle“ bekannt, wobei die dort gespeicherten Daten nicht nur die von Luft geschilderten Vorwürfe, sondern zahlreiche weitere Verbrechen zu bestätigen scheinen.

Aus Angst, dass ihn in den USA kein fairer Prozess erwartet, schließt Gal Luft derzeit aus, persönlich vor dem Aufsichtskomitee von James Comer zu erscheinen.

Und so bleibt denn abzuwarten, schreibt Miranda Devine, ob Luft der Mann ist, der die Bidens zu Fall bringt. Doch mit Sicherheit werde er nicht still und leise in der Dämmerung verschwinden.

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PP-Redaktion
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