Berufsbezogene Impfpflicht ist absurd und verschärft den Pflegenotstand

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(c) Ferran Cornellà, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons

Mittlerweile ist klar, dass Geimpfte und selbst Geboosterte sich mit Omikron in so großer Zahl anstecken (und das Virus dann auch weitergeben), dass die kritische Infrastruktur gefährdet werden kann. Und dass der einzige Schutz ein verlässlicher Negativ-Test ist. Trotzdem wird an dem absurden Beschluss zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht festgehalten. Ein Kommentar von Sarah Wagenknecht

Zwei Jahre der Pandemie liegen hinter uns. Eigentlich könnte man jetzt optimistischer in die Zukunft blicken. Die neue Virusvariante Omikron scheint harmloser zu sein und deutlich seltener zu Einweisungen ins Krankenhaus zu führen – trotzdem ist nicht ausgeschlossen, dass die Regierung morgen weitere Kontaktbeschränkungen auf den Weg bringt.

Zugleich soll die Quarantäne- und Isolationszeit u.a. für Beschäftigte in Schlüsselbereichen abgesenkt werden, da man andernfalls Personalengpässe befürchtet. Seltsam: Als man die Impfpflicht für Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen und Pflegeheimen beschlossen hat, war das Hauptargument, nur so Kranke und Ältere schützen zu können.

Was geht in den Köpfen von Lauterbach und Co vor?

Mittlerweile ist klar, dass Geimpfte und selbst Geboosterte sich mit Omikron in so großer Zahl anstecken (und das Virus dann auch weitergeben), dass die kritische Infrastruktur gefährdet werden kann. Und dass der einzige Schutz ein verlässlicher Negativ-Test ist. Trotzdem wird an dem absurden Beschluss zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht festgehalten.

Dabei wird er den Personalnotstand in der Pflege absehbar massiv verschärfen. Gerade in der ambulanten Pflege könnten große Lücken gerissen werden, wie dieser Bericht einer Pflegegruppenleiterin eindrucksvoll beschreibt. Für ungeimpfte Pflegekräfte gilt ab dem 15. März ein Berufsverbot – aber geimpfte Pflegekräfte, die sich mit Corona infizieren, sollen bereits nach 5 Tagen wieder zum Dienst erscheinen?

Was bloß geht in dem Kopf von Politikern vor, die solche Beschlüsse fassen?

(Quelle : hier)

Gysi: 30 Mio sind zu viel

Und weil es so schön ist, dass auch bei der Linkspartei so viele vernünftige Politiker unterwegs sind, hier gleich noch ein Statement von Gysi:

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