7 von 16 Ministern und der Bundeskanzler schwören Amtseid ohne Gottesbezug. Meinrad Müller kommentiert.

Am 9.12. wurden wir Zeuge der Vereidigung der neuen Bundesregierung. Christenmenschen mutete dies zumindest teilweise befremdlich an, wurden wir doch im Vertrauen auf Gottes Werk erzogen und erleben, wie Amtsträger davon nichts mehr wissen wollen.

Auch wenn das, an das wir Christen glauben, von Atheisten belächelt wird, so bauen wir doch auf eine für uns unverrückbare Hoffnung. Für unsere tägliche Arbeit schöpfen wir daraus nicht zuletzt eine große Kraft, die Ungläubige nicht kennen und deshalb auch nicht nutzen können.

Boostern – eine zusätzliche Kraft

Besonders dann, wenn unsere Arbeit nicht nur uns selbst nützen soll, sondern einem ganzen Volk, immer dann sind wir gut beraten, eine lenkende und schützende Hand über uns zu wissen. Und wie oft sind gar besondere Kräfte erforderlich, um trotz allen wirren Zeitgeistes für eine gute Sache mit aller Kraft einzutreten.

Der plötzlich in den Sprachgebrauch medial zwangseingeführte Begriff „boostern“ bedeutet schlicht eine zusätzliche Kraftquelle zu nutzen. Ein „Boost“, englisch für einen Schub zusätzlicher Kraft, wird von uns Menschen im Leben oft herbeigesehnt, weil wir uns zuweilen schwach und ratlos fühlen. Diesen göttlichen Boost dann auch noch gratis zu erhalten, das nehmen wir Christen gerne an.

Gebet als Booster

Dieses „Verfahren“ nennen wir Gebet. Wir fassen die uns bewegenden Gedanken in Worte und bitten (= beten) in sich gekehrt um gutes Gelingen oder danken für Erreichtes.

So befindet sich im Reichstagsgebäude auch ein überkonfessioneller Andachtsraum, in welchem während der Sitzungswochen donnerstags um 8:40 Uhr eine Andacht nur für Abgeordnete stattfindet. Dort gelegentlich eine Portion „so wahr mit Gott helfe“ abzuholen, Herr Bundeskanzler Scholz, wäre bestimmt eine gute Idee. Schaden würde es Ihnen bestimmt nicht.

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