Er ist ein Mann, der die Furcht verkörpert, das traditionelle Frankreich – das der Kirchtürme und des „Baguette“ – unter den Schlägen des Dschihad und der politischen Korrektheit verschwinden zu sehen.“ – so unsere Einleitung zu dem Artikel „Frankreich: Kann Éric Zemmour der nächste Präsident werden?“ Unser Leserbrief des Monats dazu:

Zu dem Gastbeitrag Frankreich: „Kann Éric Zemmour der nächste Präsident werden?“ muss ich einiges loswerden, weil ich seit drei Jahren Eric Zemmour auf dem Sender Cnews, der über Satellit auch hier empfangbar ist, mit Interesse verfolge.

Allen um Längen überlegen

Jeden Abend saß er in einer Talkrunde mit fast immer denselben, aber deshalb nicht uninteressanten Gästen. Man muss sagen: Eric Zemmour war und ist allen um Längen überlegen. Er kann aus dem Effeff Dutzende Philosophen, Dichter, Denker und Ökonomen zitieren und sie als Argumentationshilfe für sich nutzen.

Er hat dabei allerdings das amerikanische Denken „good or bad – my country“ . So verherrlicht er Napoleon, der in Deutschland – vor allem im Rheinland – fast alle Burgen zerstört hat und dessen Armee sich gnadenlos aus den Ressourcen der besetzten Länder „bediente“. Zemmour vergisst auch ,dass Frankreich Deutschland den Krieg 1870/71 erklärt hatte. Allerdings betrachtet er Frankreich (m.E. zu Recht) als Verlierer des Zweiten Weltkriegs.

Er ist zwar gegen die Homo-Ehe, aber nicht gegen die registrierte Partnerschaft, (frz. PACS), was selbst die Schwulenbewegung der 80er ja so forderte. Die Homo-Ehe wollte nur Voller Beck, aber nicht der BVH (Bundesverband Homosexualität) – da gründete dann Volker Beck den LSVD, jetzt ganz auf Staatslinie: das Schweigen der Belämmerten zu den Muslimattacken auf Schwule.

Fischen im Wahllager der Alt-Linken

Zemmour selbst hat jüdische Wurzeln, da sind die üblichen Antisemitismus-Angriffe der Linken schwierig, denn sonst ist rechts ja immer rechts = antisemitisch. Das verfängt bei ihm aber nicht.

Ebenso wenig wie der Vorwurf rechter Prüderie: Kürzlich meinte er, wie entspannt doch die französischen Filme der 70er Jahre waren. In einem Film habe sogar mal ein Busfahrer einem hübschen Mädchen einen Klaps auf den Hintern gegeben, ohne dass sich jemand entrüstet hätte. Da kam sofort die linke Empörungswelle: Zemmour legitimiere sexuelle Übergriffe und sehne sich danach zurück.

Insgesamt macht er sich durch solche Äußerungen freilich im Wähler-Lager der (Alt-)Linken klandestine Freunde: die wollen auch nicht weniger Frauenrechte, die wollen auch weniger Globalisierung, die wollen nämlich in Wirklichkeit auch einen Alltag in Sicherheit und weniger muslimische Einwanderung.

(Name und Anschrift des Briefschreibers sind der Red. bekannt)

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