(David Berger) „Kein Warten auf die Ampel: Stationäre Grenzkontrollen zu Polen sofort einrichten!“ fordert die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) und übt damit scharfe Kritik an dem Zauderer Seehofer. Jetzt sei eine klare Botschaften an Migranten wichtiger denn je.

(c) Youtube

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat erneut die abwartende Haltung des Bundesinnenministers Seehofer zu stationären Grenzkontrollen zu Polen kritisiert. Niemand könne vorhersagen, wann die neue Bundesregierung im Amt ist, so die DPolG-Führung. Die dramatische Situation an der polnischen Grenze zu Belarus dulde keinen Aufschub. In Berlin erklärt dazu der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt:

„Die Ereignisse in Belarus warten nicht darauf, bis die neue Bundesregierung im Amt ist, jetzt sind Entscheidungen nötig. Stündlich verändern sich die Lagebilder und der Migrationsdruck auf die polnische Grenze nimmt ständig zu. Die Menschen wollen nicht in Polen bleiben, sondern nach Deutschland weiterreisen.“

Klare Botschaft an Migranten: Weiterreise nicht möglich!

Wendt fordert, dass in Berlin nun mehrere Schritte gleichzeitig geschehen müssten, das für die umfangreichen Schutzmaßnahmen der polnischen Grenzsicherungskräfte, „den weiteren Sanktionen durch die EU, aber eben auch den notwendigen Kontrollmaßnahmen an der deutsch-polnischen Grenze, die den Migranten auch die klare Botschaft sendet, dass es hier kein Weiterreisen gibt.“

Die jetzige Situation sei auch das „Ergebnis bisheriger deutscher Migrationspolitik, die immer wieder viel zu hohe Anreize für Migration nach Deutschland setzt und deshalb korrigiert werden muss. Wenn Deutschland seine Haltung nicht ändert, werden unsere befreundeten Nachbarländer diesem Druck nicht lange standhalten können, weder in Ost- noch in Südeuropa.“

Ob Wendt mit einem gestern Abend geposteten Facebook-Motto (Screenshot links) Seehofer gemeint hat, ist nicht ganz klar, liegt jedoch nahe.

Machtvakuum in Deutschland gefährlich

Heiko Teggatz, Vorsitzender der DPolG-Bundespolizeigewerkschaft und stellvertretender Bundesvorsitzender der DPolG ergänzte dazu: „Das derzeitige Machtvakuum in Deutschland ist gefährlich für die weitere Entwicklung. Auch und gerade in Sicherheitsfragen muss unsere politische Führung jederzeit handlungsfähig sein. Die Grenzkontrollen zu Österreich funktionieren seit etlichen Monaten ausgesprochen wirkungsvoll und ohne Beeinträchtigungen der Menschen in Bayern. Sie sind europäisch verabredet und genehmigt und mindern den Migrationsdruck auf der Balkanroute – genau das brauchen wir jetzt auch an der polnischen Grenze!“

***

Als migrations-kritischem Portal wird auch PP die Arbeit derzeit schwer gemacht. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen! Auch die finanzielle. Wenn Sie unsere Arbeit gut und wichtig finden, dann können Sie das u.a. hier zeigen:

PAYPAL

… oder auf klassische Weise per Überweisung:

IBAN: DE04 3002 0900 0803 6812 81
BIC: CMCIDEDD – Kontoname: David Berger – Betreff: PP