(Peter Helmes*) Es gibt Fehler. Alle Menschen machen Fehler. Niemand ist vollkommen! Fehler kann man korrigieren, aus der Welt schaffen – oder immer wieder machen. Und manchmal spricht man von „Fehlern“, die gar keine „normalen“ sind, sondern in der Natur der Sache (bzw. einer Person) liegen und sozusagen dazugehören. Um solch einen(?) Fehler geht es im Folgenden.

Ein unbescholtenes Menschenkind schreibt ein Buch, schreibt sich seine Träume und Wahrheiten von der Seele. „Jetzt – Wie wir unser Land erneuern.“ (Amazon-Text: „Die Kanzlerkandidatin der Grünen erklärt, wie sie Deutschland verändern will und worauf es ankommt, wenn wir es in eine gute Zukunft führen möchten.“)

So wird das neue Buch der „Kanzlerkandidatin der Grünen“, Annalena Baerbock, angepriesen. Oh, wenn sie doch geschwiegen hätte! Sie wäre dann zwar nicht „Philosoph“ geblieben, aber hätte gewiss ein paar Fehler weniger an der Backe. Aber berauscht von ihren frühen Anfangspublicity-Erfolgen will sie die Welt partout teilhaben lassen an ihren Weltverbesserungsideen.

Vermutlich hat sie sich vom Traum vieler politischer Amateure treiben lassen, die fest glauben, „die Welt“ warte auf ihre Gedanken und geistigen(?) Ergüsse. Schließlich macht es ja etwas her, wenn sein/ihr Name auf einem Buchtitel prangt! Das hebt, meinen sie, das eigene Ansehen, die Auflage – und die Wahlergebnisse. Wenn´s denn so leicht wäre!

Verbaerbockt: Erneute Plagiate

Der Volksmund hat dafür einprägsame Merksätze parat: „Hochmut kommt vor dem Fall“ oder auch: „Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.“ Wohl ahnend, dass da Schweiß (und Gehirnschmalz) investiert werden muss, verfiel die Autorin – immerhin die Vorsitzende der Partei „Bündnis90/Die Grünen“ – auf die (in ihren Augen) rettende Idee, sich fremder „Hilfe“ und fremder Federn zu bedienen. Warum schwitzen und selbst denken, wenn andere die Arbeit bereits gemacht haben, wird sie wohl gemeint haben. Also hat sie schamlos abgeschrieben, kopiert, andere Quellen angezapft – ohne die wahre Quelle zu nennen. Das nennt man Plagiat – gleichgültig, ob es sich um ein wissenschaftliches Werk, einen Roman oder ein (auch persönlich gemeintes) „Sachbuch“ handelt.

Die Faktenlage ist eindeutig: Die (ehemalige?) Kanzlerkandidatin Baerbock hat ein neues Buch geschrieben, das so wichtig ist wie ein Kropf, aber umso mehr „Abgeschriebenes“ enthält. In ihrem neuen Buch finden sich mehrere Stellen, die nahezu wörtlich aus anderen Publikationen abgekupfert sind, ohne dass sie deren Autoren zitiert oder um Erlaubnis gebeten hätte.

Ob nun die Politikerin selbst, ihr Büro oder ihr Co-Autor – wer immer dafür verantwortlich ist, muss sich unethisches Verhalten vorwerfen lassen. Auch für Sachbücher gilt eine Quellenpflicht, Abschreiben bleibt Abschreiben. Dafür geben Deutschlehrer in der Schule eine glatte Fünf. Und nun, viel schlimmer, folgt bei vielen Kritikern – und das sind nicht alles Baerbock-Gegner – die z. T. entgeisterte Erkenntnis:

Die Glaubwürdigkeit von Annalena Baerbock ist dahin

Und damit die Aussicht auf die Kanzlerschaft. Dazu schreibt „altmod“, langjähriger Blogger und Facharzt:

„…Eine „Königin“, die sich wiewohl an Gestohlenem und Gefälschtem bereicherte und berauschte.

Ausrutscher und Fehltritte:

◾ herablassende und beleidigende Charakterisierung des Mitbewerbers

◾ dabei selbst kränkelnd unter Sprechstörungen und kaputter Artikulationsfähigkeit

◾ eklatante Unkenntnis von einfachsten naturwissenschaftlichen Gegebenheiten und Arithmetik usw.

◾ Versuch der persönlichen Elitisierung durch gefälschte Lebensdaten

◾ schamlose Bereicherung an öffentlichen Geldern

◾ Mitverantwortung für unterschlagene Parteigelder (Potsdam)

◾ dreister geistiger Diebstahl beim Abfassen eines Buches

◾ usw., usw. …

Es wird gewiss noch mehr an die Oberfläche kommen und irgendwann kommt es dann zur „Nacht der langen Messer“.

Man möchte aber nicht unbedingt bis zum 26. September warten…“

(Quelle: https://conservo.wordpress.com/2021/07/03/mene-tekel/#more-32798 )

Die „Verteidigungserklärung“ ist sehr dünn

Sie habe eben „kein Sachbuch“ geschrieben. Ach nee, auch wenn´s kein Sachbuch sein soll (was eigentlich sonst?), darf man dann nach Belieben Text klauen („kopieren“ oder „pasten“)?

Wie auch immer, an der Ex-Kanzlerin in spe wird etwas hängen bleiben. Denn die Bürger haben ein feines Gespür für Menschen, die mehr darstellen wollen, als sie in Wirklichkeit sind. Und das wird Baerbock noch lange anhängen.

So fällt es mir nicht schwer, mich der Meinung des CSU-Generalsekretärs Markus Blume anzuschließen, der die Vorwürfe des Gutachters Weber zum Anlass für harte Kritik nahm:

„Vorsätzlich getäuscht, schlampig gearbeitet und bei der eigenen Leistung schon wieder hochgestapelt – das hat bei Annalena Baerbock scheinbar System und erschüttert einmal mehr ihre Glaubwürdigkeit“, sagte er „Focus online“.

Für die Grünen, die ihre moralischen Ansprüche und zuweilen auch ihre Selbstgerechtigkeit wie eine Monstranz vor sich hertragen, ist das politisch nahezu die Höchststrafe. Transparenz kann wehtun – vor allem dann, wenn es einen selber betrifft.

Man merkt: Der politische Betrieb nimmt Fahrt auf. Er wird härter – aber die drei Kanzlerkandidaten spüren dies in unterschiedlichem Maße. Während SPD-Mann Olaf Scholz um jede Minute Aufmerksamkeit kämpft (und in Vergessenheit zu geraten droht) und der CDU-Vorsitzende Armin Laschet virtuell durch die Kreisverbände tourt, findet sich Grünen-Chefin Annalena Baerbock inmitten eines Orkans wieder. Nur gut zwei Monate ist es her, dass sie strahlend vor die Kameras trat und sich von ihrem Co-Chef Robert Habeck zur ersten Kanzlerkandidatin in der Geschichte der Partei ausrufen ließ.

Ausgeträumt!

Zweieinhalb Monate vor der Bundestagswahl zeichnet sich ab: Aus den grünen Kanzlerinnenhoffnungen wird wohl nichts. Dabei muss Armin Laschets Truppe gegenwärtig nicht viel mehr tun als abzuwarten. Sei es Selbstbesoffenheit oder Unprofessionalität: Die Grünen sind drauf und dran, sich selbst zu zerlegen; sie begehen einen Stil-, Planungs- und Kommunikationsfehler nach dem anderen.

Zwischen dem Frust über das deutsche EM-Aus und der Sorge vor Corona-Delta donnern die Schlagzeilen über den Plagiatsvorwurf gegen Frau Baerbock durch die Medienwelt. Die Parteistrategen der Grünen schossen mit schwerem Geschütz zurück, witterten einen „Rufmord“ und ließen den Promi-Anwalt Christian Schertz juristische Nebelkerzen werfen. Feuer und Gegenfeuer: So schwillt der Chor der gegenseitigen Vorwürfe zum Getöse an. Die Gelassenheit und Souveränität, die es eben auch für ein hohes Staatsamt braucht, sucht man vergebens.

Es ist stets ratsam, sich von der Aufregung der Boulevardmedien nicht anstecken zu lassen, aber selbst mit nüchternem Blick verfestigt sich der Eindruck einer Partei in Panik. Jahrelang haben sich die grünen Parteistrategen um den Bundesgeschäftsführer Michael Kellner auf die angestrebte Machtübernahme vorbereitet, haben ihren parteiinternen Dauerzwist zwischen Realos und Fundis befriedet, haben die Basisarbeit in den Ortsvereinen professionalisiert, haben ihre Kommunikation und Pressearbeit generalstabsmäßig organisiert. Die Kür der Kanzlerkandidatin gelang weitgehend reibungslos, das Duo Baerbock/Habeck verbreitete Harmonie und Elan, überambitionierte Anträge aus der Parteibasis wurden auf dem jüngsten Parteitag abgebügelt. Alles schien bereit für einen fulminanten Wahlkampf, mehr Rückenwind ging eigentlich nicht.

Frau Baerbock stolperte von einer Panne in die nächste

Sie vergaß, fünfstellige Verdienste an die Bundestagsverwaltung zu melden. Sie hübschte ihren Lebenslauf auf. Und nun kommt auch noch das neue Buch ins Gerede, das ihr eine intellektuelle Aura verleihen sollte. Nein, es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit, die formalen Vorgaben genügen müsste. Ja, die beanstandeten Passagen sind nach allem, was man bisher weiß, überschaubar. Trotzdem treffen die Vorwürfe hart. Zu offensichtlich sind die Ähnlichkeiten mit anderen Publikationen. Geschrieben hat das Buch zum Teil ein Co-Autor, aber Baerbocks Name steht auf dem Umschlag. Sie schmückt sich mit dem Werk. Sie trägt die Verantwortung.

Sinn und Zweck eines Wahlkampfs ist, dass sich die Bevölkerung ein Bild machen kann. Erstens von den politischen Konzepten. Zweitens von den Spitzenkandidaten. Sie sind es, die die Ideen umsetzen und die Geschicke des Landes lenken wollen. An ihre fachlichen, strategischen und persönlichen Kompetenzen werden höchste Maßstäbe angelegt.

Wer ins Kanzleramt will, muss sich vorher durchleuchten lassen

Und das ist richtig so. Die Wähler haben einen Anspruch darauf, die Kandidaten von allen Seiten kennenzulernen, sowohl den hellen als auch den dunklen. Und sie können erwarten, dass die Bewerber um ein Staatsamt ihre ganze Kraft und ihr Geschick investieren, um möglichst viele Menschen zu überzeugen. Dass sie sich auch dann bewähren, wenn ihnen der Wind ins Gesicht bläst.

Auch in Armin Laschets politischem Werdegang gibt es Merkwürdigkeiten. Der Lebenslauf des Unionskanzlerkandidaten enthielt ebenfalls Ungereimtheiten. Sein Verhalten rund um die Maskendeals seines Sohnes hat ihm den Vorwurf der Vetternwirtschaft eingebrockt. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz wiederum kleben die Skandale um den Cum-Ex-Steuerbetrug und den Wirecard-Betrug am Fuß. Bei beiden geht es um Millionen Euro. Bei Frau Baerbock geht es um die Glaubwürdigkeit. Und das merkt man ihr an.

Die grüne Spitzenkandidatin ist erkennbar verunsichert

Das ist verständlich, wenn man berücksichtigt, wie heftig sie attackiert wird. Facebook, Twitter und Co. sind voll von Gehässigkeiten, Verleumdungen und Bosheiten gegen sie. Die geschmacklose Kampagne der Lobbyorganisation INSM hat gezeigt, wie skrupellos ihre Gegner vorgehen. Aber diese Attacken sind nicht der Grund für die Probleme der Grünen. Der Grund sind ihre eigenen Fehler und die Art und Weise, wie sie damit umgehen. Deshalb zerbröselt ihr Umfrageerfolg, während die Union zulegt. Das macht die grünen Wahlkämpfer noch nervöser, dünnhäutiger, hektischer. Hopplahopp haben sie vor zwei Wochen einen PR-Manager verpflichtet, der Frau Baerbocks Image aufpolieren soll.

Ob das hilft? Es sind noch zwölf Wochen bis zur Wahl. Gegenwärtig hinterlassen die Grünen den Eindruck eines Stabhochspringers, der nach langem Anlauf ganz hoch hinauswill, aber dem im letzten Moment die Latte reißt. Und einer Spitzenkandidatin, die die hochgesteckten Erwartungen an ihre Person nicht erfüllen kann. (Zitate aus (https://www.t-online.de/nachrichten/id_90365842/baerbock-vor-der-bundestagswahl-der-gruene-traum-vom-kanzleramt-zerbroeselt.html )

Und nun? Sommerpause der Kandidatin – und neue „Wahrheiten“?

Kanzlerkandidatin Baerbock verabschiedete sich soeben in Sommerurlaub – vermutlich arg frustriert. Die grüne Kanzlerkandidatin hat ihren Sommerurlaub angetreten, um Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Die Diskussion um mögliche Plagiate in ihrem Buch geht aber weiter. Auch gibt es neue Informationen zu Plagiatsjäger Weber. „Sie tritt heute ihren seit längerer Zeit geplanten Urlaub an“, erklärte ein Grünen-Sprecher auf Anfrage.

Baerbock muss sich seit Anfang der Woche mit Vorwürfen des österreichischen Medienwissenschaftlers Stefan Weber auseinandersetzen, sie habe in ihrem Buch Textstellen aus anderen Veröffentlichungen übernommen, ohne sie auszuweisen. Darüber nachzudenken, sollte sie ihre Sommerpause jetzt nutzen.

Kellner: „Kleinigkeiten aufgebauscht“

Grünen-Geschäftsführer Kellner hatte zuvor Baerbock aufgrund von Plagiatsvorwürfen in ihrem neuen Buch verteidigt. Er halte die Debatte für überzogen. „Kritik ist völlig legitim (…), nur wir sehen eben auch, dass da auch Kleinigkeiten aufgebauscht werden“, sagte Kellner am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Als der Vorwurf der Urheberrechtsverletzung im Raum stand, sei es der Partei darum gegangen, ein Stoppschild zu setzen.

„Sowohl unser Anwalt als auch viele andere sagen: Das ist keine Urheberrechtsverletzung.“ Auf die Frage, wie in den vergangenen Wochen im Wahlkampf von Baerbock mehrere Fehler passieren konnten, sagte Kellner: „Manöverkritik machen wir intern. Das würde ich jetzt nicht übers „Morgenmagazin“ machen.“

Baerbock: Habe kein Sachbuch geschrieben

Der österreichische Medienwissenschaftler Stefan Weber hatte Anfang der Woche zuerst auf mehrere Stellen in Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ hingewiesen, die auffällige Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen aufweisen. Die Grünen weisen den Vorwurf angeblicher Urheberrechtsverletzungen zurück und argumentieren wie auch der Verlag, die Wiedergabe allgemein bekannter Fakten sei unproblematisch.

Baerbock hatte am Donnerstagabend in einem Gespräch mit Journalistinnen der Zeitschrift „Brigitte“ gesagt: „Ganz viele Ideen von anderen sind mit eingeflossen“. Und weiter: „Aber ich habe kein Sachbuch oder so geschrieben, sondern das, was ich mit diesem Land machen will –und auf der anderen Seite die Welt beschrieben, wie sie ist, anhand von Fakten und Realitäten.“ Sie halte es für wichtig, selbstkritisch zu sein, aber auch deutlich zu machen, wofür man stehe und falsche Behauptungen zurückzuweisen, sagte Baerbock.

Plagiatsjäger arbeitete auch für die Grünen

Unterdessen wurde bekannt, dass Gutachter Weber in einem spektakulären Fall auch schon für die Grünen gearbeitet hat. Im erbittert geführten Streit um die europäische Zulassung für Glyphosat hatte er mit einem Aktivisten der Organisation Global2000 ein Gutachten des Instituts für Risikobewertung zur Gefährlichkeit untersucht. Die Grünen hatten seinen Befund massiv verbreitet. Weber war zum Schluss gekommen, dass im BfR-Bericht wesentliche Angaben wörtlich übernommen waren von Herstellern des umstrittenen Unkrautgifts. Wie die FAZ berichtete, trugen die Europäischen Grünen ein Drittel der Kosten.

(Quelle für die letzte Meldung: 02.07.2021, 16:10 Uhr  | dpa, t-online)

Den publizistischen Anstand verletzt

Es hilft nichts. Im neuen „Fall“ der Kandidatin darf man nüchtern feststellen, dass „abgeschrieben“ wurde. Nur die Kandidatin scheint dies nicht zugeben zu wollen. Sie hat wohl immer noch nicht begriffen, dass sie – vor allem als Kanzlerkandidatin – unter Beobachtung einer breiten Öffentlichkeit steht.

Die FAZ vom 1.7.21 schreibt denn auch schonungslos offen:

„In dieser Hinsicht gibt es wenig zu diskutieren. Baerbock und ihr Verlag haben mit der Veröffentlichung dieses Buchs den publizistischen Anstand verletzt. Statt Empörung über eine angebliche Rufmordkampagne wäre eine Entschuldigung fällig, sodann eine baldige Überarbeitung der fraglichen Stellen…“ (…)

„…Da man es sich mit der Faktenlage leicht machen kann, ist vielleicht eine andere Frage am Platz: Warum hat sie es getan? Warum arbeitet die Spitzenkandidatin der Grünen in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ so schlampig? Kann sie angenommen haben, es merke keiner?“

Was bleibt? Tiefe Enttäuschung und Wut

Die Grünen, die Saubermänner und -frauen der Politik? An diesem Bild haben die Grünen Jahrzehnte gestrickt, und viele haben ihnen das Saubermann-Image abgenommen. Aus und vorbei. Was bleibt, ist eine charakterliche Trümmertruppe: unfähig, unglaubwürdig, unethisch.

Dazu gehört ihr Umgang mit der Krise. Die sich einst so liberal, so freiheitlich gebende Ökotruppe verfällt nicht nur in Schnappatmung – das wäre ja noch verständlich – sondern greift ganz tief in die unterste Schublade beleidigter Leberwürste:

Nicht die eigenen Fehler sind es, die den Skandal ausmachen, sondern die Kritik daran. Ja, hatten Baerbock und ihre Grünen gemeint, sie würden jetzt auch noch mit einem Heiligenschein geschmückt? Nein, und nochmals nein, wer auf berechtigte Kritik an der Stümperei der eigenen Arbeit so reagiert wie die Grünen, hat keinen Charakter. Die Reaktion der Parteivorderen zeigt einen gar nicht mehr verdeckten Hang „Freie Presse“-feindlicher Gesinnung, die nicht weit von einer totalitären Denke entfernt ist. „Ihr habt nicht das Recht, uns zu kritisieren“, wird da signalisiert.

Erlaubt ist wohl nur, was den Grünen nutzt. Das ist in höchstem Maße bedenklich. Und Menschen mit einer solchen Grundeinstellung sollten nicht, niemals, ins Kanzleramt ziehen dürfen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf

CONSERVO

*Artikelüberschrift leicht verändert. Zwischenüberschriften von der PP-Redaktion teilweise gekürzt. Der aktuellen Rechtschreibreforn angepasst, weil wir auf Kommentare und E-Mails, die solcherlei regelmäßig bemängeln, gut verzichten können. Wir selbst haben vollstes Verständnis dafür, dass Peter Helmes sich der in verschiedenen Punkten unsinnigen Rechtschreibreform nicht unterworfen hat.

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