(David Berger) Wie die Wahl in den USA auch ausgeht, ein Verlierer steht schon jetzt fest: es sind die deutschen Mainstreammedien, allen voran der gebührenfinanzierte Staatsfunk. Die sagen seit Wochen einen haushohen Sieg Bidens hervor.

Da war der Wunsch der Vater des Gedankens wird man wohl hier sagen müssen. Und „Schon wieder – kannst Du Dir nicht ausdenken“.

Unser Tweet des Tages kommt von Max Otte: „Fest steht schon jetzt: die #US-#Wahl ist ganz anders gelaufen, als #ard, #zdf und die sogenannten „Qualitätsmedien“ es uns die ganze Zeit erzählt haben. Schon wieder.“

Wunschdenken wird zur Realität erklärt

„Tichys Einblick“ dazu: „Wieder einmal erlag die Medienmehrheit Deutschlands ihren eigenen Erzählungen. Wieder einmal zeigten sich in der Wahlnacht die langen Gesichter der Enttäuschung. Denn wieder einmal hatte man sich mit fragwürdigen Umfragen den Wahlausgang schöngeredet und schien die Ergebnisse nicht fassen zu können und zu wollen.

Umfragen, die den Herausforderer Joe Biden mit deutlichem Abstand vorn sahen, verursachten einen ähnlichen Selbstbetrug, wie er die Medienmehrheit bereits vor vier Jahren kalt erwischte. Es ist nicht nur das US-Wahlsystem, das eben nicht von einem Washingtoner Zentralstaat ausgeht, welches derartige Umfragen unbedeutend werden lässt, weil es den Rang der Bundesstaaten über die Union stellt und damit die Präsidentschaftswahl bereits auf Bundesstaatsebene Vorentscheidungen wird. Es ist offensichtlich auch die Methodik der Polls, die, blickt man heute auf die Ergebnisse, eine deutlich Biden-lästige Prognose produziert haben.“ (Quelle)

Nichts aus den Fehlern gelernt

Ähnlich Boris Reitschuster: „Die deutschen Medien hyperventilierten fast quer durch die Bank. Sie scheinen dabei nichts aus ihren eklatanten Fehlern vor vier Jahren gelernt zu haben. Schon damals war sich das Gros der deutschen Journalisten sicher, dass Hillary Clinton einen klaren Sieg einfahren werde. Auch bei diesen Wahlen erlagen viele Journalisten wieder der Versuchung, ihr Wunschdenken als Realität wahrzunehmen. Und sich ganz auf die Umfragen zu verlassen, die ebenso wie vor vier Jahren eben kein realistisches Bild wiedergeben. Was wohl erneut damit zu tun haben dürfte, dass viele Wähler sich bei Befragungen scheuen, offen ihre Sympathie für Donald Trump zu bekennen. Vielen Journalisten scheint es so zu gehen wie ZDF-Redakteur Jörg Thadeusz: Der bekannte ganz offen seine Enttäuschung. Er habe eine deutliche Welle für Biden erwartet, so der Journalist.“ (Quelle)

Wer denkt da nicht an diese Präsentation der Wahlergebnisse (© Screenshot YT):

Stand George W. Bush wirklich zur Wahl?

Und wer glaubt, man sei bei der ARD nun stärker um Seriosität bemüht, dem sei schließlich dieser Artikel empfohlen:

„Tagesschau“ hält einen Sieg von George W. Bush bei den USA-Wahlen für möglich