„Liebe Freunde, liebe Gläubige, wieder einmal teile ich Ihnen mit Freude und Rührung mit, dass sich das Blut unseres heiligen Märtyrers und Schutzpatrons St. Januarius verflüssigt hat“ – so Kardinal Crescenzio Sepe, Erzbischof von Neapel gestern Vormittag um kurz nach 10 Uhr in der Kathedrale Neapels.

Seit dem 14. Jahrhundert ereignet sich am Festtag des Heiligen das Wunder der Verflüssigung des Blutes des frühkirchlichen Märtyrers St. Januarius immer wieder neu.

Schutzpatron der Stadt Neapel

Der Heilige Januarius ist der Schutzpatron der Stadt Neapel. Er war im dritten Jahrhundert Bischof der Stadt, seine Gebeine und sein Blut werden in der Kathedrale als Reliquien aufbewahrt. Es wird angenommen, dass er während der Christenverfolgung des Kaisers Diokletian den Martyrertod starb.

Die Verflüssigung des Blutes des heiligen Januarius findet mindestens dreimal im Jahr statt: am Festtag des Heiligen am 19. September, am Samstag vor dem ersten Sonntag im Mai, und am 16. Dezember, dem Jahrestag des Ausbruchs des Vesuvs 1631.

Ildefons Schuster schreibt dazu im VIII. Band seines Liber Sacramentorum: Man bringt ein Fläschchen mit dem getrockneten Blut des Heiligen in die Nähe seines hl. Hauptes. Nach einem kürzeren oder längeren Gebet beginnt das Blut aufzuwallen und flüssig zu werden. Der Verfasser hat das Blutwunder aus nächster Nähe gesehen und kann es bestätigen. Mit allen, die darüber nachgeforscht haben, bekennt er, dass eine natürliche Erklärung des Phänomens nicht möglich erscheint. Gott will dem frommen Volk Neapels zeigen, dass das Blut seines großen Patrons immer frisch und rot vor Gottes Angesicht ist. In der Ewigkeit gibt es keine Vergangenheit, sondern alles ist Leben und Gegenwart vor Gott. Der glorreiche Martyrerbischof schützt immerfort die schöne, liebliche Stadt der Parthenope, die ebenso reich ist durch den Geist ihrer Söhne, wie durch Blüten der Heiligkeit.“

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