(David Berger) Wir alle ahnen es: Der Kampf gegen den Rassismus hat gerade erst begonnen. Alles muss auf den Tisch, nichts darf in der neuen Wirklichkeit einfach so bleiben, wie es war. 

Während etwa das französische Kosmetik-Unternehmen L’Oréal nun stolz bekannt gab, in Zukunft auf Begriffe wie „Aufheller“ oder „Bleichen“ zu verzichten, scheint sich das Ende des kosmetischen Rassismus noch nicht bis in andere Bereiche herumgesprochen zu haben: So ist etwa das Anal Bleaching nach wie vor sehr gefragt: und das nicht nur bei Porno-Darstellern, sondern auch bei einigen Frauen und besonders Homosexuellen.

Anal Bleaching: Trend in Deutschland

Da wir davon ausgehen, dass der durchschnittliche PP-Leser von Anal Bleaching noch nie gehört hat oder hören wollte, hier eine kurze Wikipedia-Erklärung:

„Mit Anal bleaching (auf Deutsch etwa Analbleichung) wird die Hautaufhellung im Bereich des Anus bezeichnet …  Dafür werden in der Regel säurehaltige oder keratolytische Cremes und Lotionen verwendet… Anal bleaching wurde anfangs in der Pornoindustrie eingesetzt und fand von da seinen Weg in weitere Kreise. Ursprünglich war die Praxis vorwiegend in den USA verbreitet, in den 2010er-Jahren erreichte die Behandlungsmethode in Deutschland Anwenderzahlen, die Medien von einem Trend sprechen ließen. Das Bleichen der Haut in dieser Körperregion ist vor dem Hintergrund einer stärkeren Ästhetisierung des Intimbereichs zu sehen…“

Wie rassistisch ist Toilettenpapier?

Da sind wir also wieder: Eine weiße Rosette soll schöner als eine braune sein. Eine widerlich rassistische Denkart. Bitte kommt mir jetzt nicht mit irgendwelchen Hygieneassoziationen und der Wichtigkeit von Toilettenpapier und Feuchttüchern. Vielleicht habt ihr das noch nie bemerkt, aber auch solche Klopapiersüchte tragen schon immer einen rassistischen Unterton. Das wissen wir schließlich von keiner Geringeren als der von zahlreichen deutschen Politikern geradezu devot verehrten Starjournalistin Hengameh Yaghoobifarah.

Weiß schöner als braun? Das ist Rassismus pur, ob es nun um die Rosette geht oder nicht. Wer so denkt, diskriminiert Millionen brauner, schwarzer und gelber Rosetten. Und gerade diejenigen, die darum wissen müssten, wie weh Diskriminierung tut, machen es dennoch weiter. Eine kurze Umfrage bei Schwerpunkt- und Hautärzten, die sich auf homosexuelle Männer spezialisiert haben, berichten davon, dass dieser Trend ungebremst seit Jahren anhält.

Weiß = Edel: Zahnbleaching und Rassismus

Dass dieser Rassismus bislang nicht auffiel, liegt schlicht daran, dass ihn die meisten – sieht man einmal von festlichen CSD-Umzügen ab – in ihren Unterhosen verstecken. Auffälliger sind da schon Zahnbleaching-Studios. Den Kunden wird dabei – manchmal sogar schon im Firmennamen – vorgemacht, dass weiß edler und schöner sei als andere (sehr oft von Natur aus gegebene) Zahnfarben. So werden mit dem latenten Rassismus gute Geschäfte gemacht!

Wenn wir nicht länger zuschauen wollen, wie weiße Polizisten POCs tagtäglich auf unseren Straßen niederknüppeln, muskulöse Cis-Männer mit weiß gebleachten Zähnen dicke Frauen mit nikotingelbem Gebiss schon alleine durch ihre Existenz bodyshamen, muss auch in diesen Bereichen gehandelt werden. Denn solche entarteten Schönheitsvorstellungen bestimmen unser Denken und das Denken unser Handeln.

Sonnenstudios statt Klopapier und Zahnbleacher!

Kurzum: Auch hier ist die Politik gefragt, die gegen solchen Rassismus hart durchgreifen muss, sollte nicht eine vorangehende gesellschaftliche Ächtung solchen „Therapien“ ohnehin den Garaus machen.

Doch können wir es uns wirklich leisten, darauf zu warten? Gerade die Grünen, die sonst zur Avantgarde gehören, wenn es um Verbote geht, sollten hier möglichst schnell mit einem Verbot von Bleaching-Produkten, -Therapien und -Studios reagieren. Sonnenstudios statt Klopapier und Zahnbleacher!

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