Was geschah in Stuttgart, wer plante und exekutierte das? Schon bisher war die Landeshauptstadt für dicke Luft bekannt. Jetzt wurde auch diese Stadt Opfer von politischer Brunnenvergiftung. Ein Gastbeitrag von Albrecht Künstle.

Die Medien und Politiker sinnieren, was in der Stuttgarter Krawallnacht oder „Partynacht“ eigentlich passiert ist. Viele Verletze, vor allem Polizisten, fast zehn demolierte Polizeiautos und 40 beschädigte, zerstörte und geplünderte Geschäfte sind die Bilanz.

Frage: Nach wie vielen „Partys“ wird die Polizei keine einsatzbereiten Fahrzeuge mehr haben und mit Pferden ausrücken müssen? Eine „ausgeuferte Party“, so sind sich fast alle einig, jedenfalls „nichts Politisches“. Die Landespolizeipräsidentin Stefanie Hinz ließ schließlich wissen: „Wir haben keine verdichteten Hinweise, dass eine politische Motivation oder entsprechend auch eine religiöse Motivation hinter diesen Taten steckt.“

Na dann ist ja alles gut? Nein, ist es nicht! Ich stelle mir zwei Fragen und ergänze sie mit einer Feststellung:

Warum machen Polizisten keinen Gebrauch von ihrer Dienstwaffe?

Erstens, wie kann es eigentlich geschehen, dass Polizeikräfte angegriffen werden, die schließlich bewaffnet sind, oder sind deren Pistolen Attrappen? Da muss doch jemand der das tut der Schließmuskel gehen. Nein, eben nicht. Die Polizei, auch die deutsche, traut sich nicht mehr für Sicherheit zu sorgen, weil in Minutenschnelle Handyaufnahmen tausendfach in der Szene der Gut- und Schlechtmenschen kursieren. Und natürlich kommentiert mit „rassistischem“ Verhalten der Polizei.

Diese traut sich bald nicht mehr, jemand festzuhalten, sodass Straftäter fliehen können und sich der Festnahme entziehen. Den Boden dafür bereiteten die Medien, die aber auch fast alles was geschieht als „rassistisch“ titulieren. Deshalb trauen sich auch Politiker aus dem grünen und linken Milieu und jetzt auch der SPD, den Streitkräften und der Polizei latenten oder strukturellen Rassismus unterstellen. SIE sind die geistigen Brandstifter solcher Gewalt, die sehr wohl eine politische Dimension hat.

Besteht die „Eventszene“ v.a. aus Männern mit Migrationshintergrund?

Zweitens, wer waren die jungen „Partygänger“ der anderen Dimension? Und warum hatten die Randalierer ganz offensichtlich professionelle Sturmhauben und Farbbeutel dabei?

Immerhin trauten sich die Medien nicht, sie einfach „Menschen“ zu nennen, sie meldeten „junge“ Menschen – und riskierten vielleicht von bestimmter Seite der Politik den Vorwurf der Alters-Stigmatisierung. Aber die Fernsehbilder zeigten unzweideutig, dass es keine „alten Säcke der AfD“ waren. Auch das weibliche Geschlecht trifft keinen Vorwurf; die Behauptung, dass es junge Männer waren dürfte keine Geschlechterdiskriminierung sein. Also Frauen und Alte sind diesmal außen vor.

Aber diese „jungen Männer“ fielen ja nicht vom Himmel, sondern haben eine Herkunft und „Sozialisation“. Und hierbei tun die Medien genau das, was sie anderen vorwerfen. Sie legen einen Nationalismus an den Tag, der sich gewaschen hat. Von den 24 Festgenommenen haben „12 einen deutschen Pass“. Die Hälfte der Randalierer waren also gewaltbereite Deutsche (?), die andere Hälfte haben verschiedene Nationalitäten – was halb so schlimm ist?

Nur einen deutschen Pass?

Aber immerhin bezichtigten die Medien nicht mehr die „Deutschen“, wie die Familienministerin Giffey die „deutsche Männer in deutschen Schlafzimmern“ als die größeren Sittlichkeitsverbrecher bezeichnete. Jetzt ließen die Medien durchklingen, dass diese Straftäter nur einen „deutschen Pass“ hatten. Hier ist ein Blick in die amtliche Bevölkerungsstatistik gefragt. Die Bevölkerung besteht aus rund 26 Prozent mit Migrationshintergrund, darunter 13 Prozent Noch-Ausländer. Überträgt man diese Quoten auf den Kreis der 24 Festgenommenen, waren von den 12 Deutschpässigen wahrscheinlich zwei mit Migrationshintergrund. Jetzt war sogar in der BZ zu lesen, dass meine Mutmaßung zutreffend ist, es waren neben den 12 Pass-Ausländern drei Migrationshintergründler, zusammen also 15.

Es kann natürlich reiner Zufall sein, dass von 24 Straftätern 15 einen Migrationshintergrund haben. Aber: Von 26 Prozent Bevölkerungsanteil bedeutet im Verhältnis zu neun deutschen Straftätern von 74 Prozent Bevölkerung einen fünffach geringeren Gewaltanteil dieser mutmaßlich deutschen Straftäter.

Nichts ist mehr unmöglich

Aber ich wette drauf, dass das Problem vor lauter Angst vor dem Rassismusvorwurf wieder so hingedreht wird, dass die Ausschreitungen den jungen Menschen mit deutschem Pass angelastet werden.

Oder aber, die Festnahmen werden als erneuter Beweis für den „Rassismus der deutschen Polizei“ hingedreht, sie habe bewusst ausländisch Aussehende festgenommen, und nur weil Bärte inzwischen modern sind, auch Deutsche darunter waren. Nichts mehr ist unmöglich.