(David Berger) Die Corona-Krise wird nicht nur im gesamten säkularen Bereich – von der Wirtschaft bis hin zur Glaubwürdigkeit der Politik – schwere Schäden hinterlassen, das Versagen der katholischen Kirche angesichts der Epidemie stellt einen der gravierendsten Tiefpunkte ihrer gesamten bisherigen Geschichte dar. Nie zuvor, nicht einmal in schweren Seuchen- und Kriegszeiten, hat die Kirche die Gläubigen so alleine gelassen wie in den letzten Monaten.

Und so ist die Corona-Krise zum Lakmustest für die Glaubwürdigkeit der gegenwärtigen Kirchenvertreter und auch für unseren Glauben geworden, der uns allen einen erschreckenden Spiegel vor Augen stellt.

Erste Bistümer sagen Fronleichnamsprozessionen ab

Und manche, die sich da im Spiegel anschauen, scheinen sich mit diesem Bild komplett abgefunden haben. So läuft – obwohl staatliche Stellen den Kirchen geradezu den roten Teppich ausgerollt haben – der Betrieb der öffentlichen Gottesdienste nur zögerlich an.

Fast hat man den Eindruck, als hätten die Geistlichen keine große Lust, überhaupt weiterzumachen. Nachdem man zum ersten mal in der gesamten Geschichte der Kirche das Osterfest praktisch hat ausfallen lassen, sagen nun bereits – viele Wochen vor dem eigentlichem Ereignis – die ersten Bistümer schamlos die Fronleichnamsprozessionen ab.

Corona wird so zum willkommenen Anlass seinen längst verloren gegangenen Glauben an das Sakrament der Eucharistie auch praktisch umzusetzen. Und gleichzeitig eine Tradition abzustreifen, die wie kaum eine andere als öffentliche Lebensbekundung der Catholica im Abendland steht.

Dazu passen auch die geradezu peinlichen bis blasphemischen Formen, in denen die heilige Kommunion derzeit vielerorts gespendet wird.

Nie zuvor in ihrer Geschichte…

Unser Zitat der Woche kommt daher von der Internetseite „Summorum Pontificum“, die den Kern des Problems auf den Punkt bringt:

„Gravierender für das Seelenheil, für die geistliche und die geistige Disposition der Gläubigen, ist allerdings der Umstand, daß im Zeichen der Kontaktverbote und Hygienemaßnahmen auch viele Kranke und Sterbende auf den Trost und die Gnade der Sakramente und die Begleitung eines Priesters oder Angehörigen bei ihren letzten Atemzügen verzichten mußten. Nie zuvor in ihrer Geschichte, hat die Kirche hingenommen, daß ihr dieser primäre Dienst der Nächstenliebe verwehrt wurde – und selten zuvor hat eine durch und durch materialistische Gesellschaft so offen bekundet, daß ihr als erhaltenswert nur das rein animalische Leben in seiner primitivsten Form gilt und daß ihr jedes Verständnis für das eigentliche Wesen der menschlichen Existenz abgeht. So hängt diese Gesellschaft ihre Sterbenden zunächst an alle Schläuche der Intensivmedizin, um sie dann alleine, ungetröstet und unerlöst sterben zu lassen. Anschließend Entsorgung als Sondermüll ohne Abschied und Segen. Die Zahlen der Infektionsstatistik und das allgemeine Wohl verlangen es.

War da noch etwas? Die Seele jedenfalls kann seit den politischen Zwangsmaßnahmen der vergangenen Wochen als amtlich abgeschafft oder zumindest für unerheblich erklärt gelten – so, wie mit der forcierten Migrationspolitk der letzten Jahre ja auch bereits „Kultur“ als prägendes Element menschlichen Seins für irrelevant erklärt wurde. Der Begriff von der „Herdenimmunität“ enthält so eine ganz eigene Bedeutung: Auch beim Nutzvieh zählt nur die Anzahl der Köpfe.“

Sakramente – Seele der Kirche

Hier kann der ganze Artikel nachgelesen werden: Sakramente – die Seele der Kirche