Unser Tweet des Tages kommt von dem CDU-Politiker Ruprecht Polenz. Nicht dass wir ihn, der als der Ralle Stegner der Union gilt – wie ganz Deutschland – sympathisch fänden, ganz gewiss nicht. Aber sein Tweet zeigt, wie weit die Union nach Linksaußen abgekippt ist – sodass sie sich inzwischen sogar ganz offen zu ihren Sympathien für linksextreme Kriminelle bekennt:

Ohne sich davon zu distanzieren, twittert Polenz einen Satz aus der „Zeit“:

„Genau das ist jetzt demokratische Herzensaufgabe: bis weit in die Union und ihre Wählerschaft hinein ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass jeder „Alerta Antifascista“-Rufende begrüßenswerter ist als der freundliche AfDler von nebenan.“

Liebe zu den Schlägertruppen der Merkel-Jugend

Lassen wir mal das AfD-Bashing des Tweets beiseite, das ohnehin keiner mehr wahrnimmt, weil es zu einer reinen Formalie geworden ist wie das „Grüß Gott!“ in Bayern, das bedenkenlos auch Atheisten aussprechen … So verquast im typischen Zeit-Stil man formuliert, so überdeutlich sieht man an diesem Tweet des ehemaligen Generalsekretärs:

Die Liebe der „Antifa“ zum System Merkel, zu dessen Erhalt diese neue „Merkel-Jugend“ gewalttätig, kriminell und Journalisten einschüchternd – voller Hass gegen Demokratie und Rechtsstaat – durch die Straßen zieht, wird mit sehr viel Gegenliebe aus diesem System beantwortet, das seine linksfaschistoiden Züge immer offener zeigt.

Da fragt man sich schlussendlich: Ist die eigentliche demokratische Herzensaufgabe der Stunde vielmehr der Widerstand gegen das Abrutschen der Bundesrepublik in einen linksfaschistoiden Unrechtsstaat DDR 2.0?

Peter Helmes: „Der Mann muß schwer krank sein“

Treffend hat der bekannte CDU-Politiker und Blogger Peter Helmes dazu kommentiert: „Daß der (ehemalige) „Wenige-Monate-Generalsekretär“ Ruprecht Polenz (CDU) nicht gerade zu meinen politischen Freunden zählt, ist hinlänglich bekannt. Trotzdem hatte ich immer ein gerüttelt Maß Achtung vor seinem vielfältigen Engagement, das z.B. mit großem Verzicht auf Privatleben verbunden ist.

Polenz und ich waren viele Jahrzehnte in der CDU aktiv – mit positiven und negativen Begleiterscheinungen, die nicht ohne Blessuren an Leib und Seele abgehen. Jeder entwickelt seine eigene Art, mit diesen Verletzungen umzugehen – mal mehr, mal weniger souverän.

Nun sind wir beide alt geworden. Und da wird man normalerweise abgeklärter, zurückhaltender und rennt nicht jeder Möglichkeit zu einer Schlagzeile hinterher. Ich halte mich deshalb seit einigen Jahren vor allzu vordergründigen Parteiaktivitäten zurück – und Schlagzeilen brauche ich keine mehr.

Ich wurde in den letzten Jahren herzkrank, Polenz wohl eher hirnkrank.

Er scheint eher unbelehrbar zu sein – und entwickelt sich zum Bürgerschreck zumindest konservativer Zeitgenossen.

Als nachsichtiger Mensch decke ich gerne den „Mantel christlicher Nächstenliebe“ über manch krumme Erscheinung. Polenz zwingt mich aber, meine Selbstbeherrschung aufzugeben; denn er wird zu einer nicht mehr tolerierbaren Belastung.

Wer es noch nicht gesehen hat, möge den neuesten Auswurf des Merkel-Knechtes Ruprecht P. gründlich lesen:

„Genau das ist jetzt demokratische Herzensaufgabe:

bis weit in die Union und ihre Wählerschaft hinein ein Verständnis dafür zu entwickeln, dass jeder „Alerta Antifascista“-Rufende begrüßenswerter ist als der freundliche AfDler von nebenan.“

Was Polenz da von sich gegeben hat, heißt unmißverständlich:

MIR IST DIE ANTIFA LIEBER ALS DIE AFD!

Der ehemalige Generalsekretär und Bundestagsabgeordnete der CDU rückt sich und die CDU also lieber in die Nähe – oder gar in die Reihen? – von kriminellen, menschenverachtenden Schlägern, Polizistenverprüglern und Demokratiefeinden!

Dabei schreckt er nicht einmal davor zurück, den „Schlachtruf“ der Antifa zu übernehmen, „Achtung, Antifa!“ („alerta antifascista!“), mit dem diese linksradikalen Horden ihre z. T. bürgerkriegsähnlichen Aktionen begleiten. „Begrüßenswerter“ nennt Polenz das, setzt noch eins drauf und erklärt dies dann zur „Herzensaufgabe“!

Das ist nicht mehr nur Unsinn, das ist Wahnsinn! Der Mann muß schwer krank sein.

Für mich unfaßbar, daß dieser Fehltritt von Polenz nicht auf eine angemessene Reaktion in der CDU führt. Ich jedenfalls rufe ihm – meiner ordentlichen Erziehung zum Trotz – laut zu:

„Ruprecht, halt endlich Dein Maul!“

Und eine Schlußfrage an die CDU schiebe ich hinterher:

Was muß eigentlich noch passieren, damit die (ehemals) christdemokratische, liberale und konservative CDU wieder zur Besinnung kommt?“

(Quelle: Conservo)

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