Auch wenn der Terrorismus-Experte der ARD noch immer offen lassen will, ob es sich tatsächlich um einen Terroranschlag handelt: Die Informationen – u.a. von ZDF und SWR – mehren sich, nach denen der gestrige Vorfall, bei dem ein gestohlener Lkw gegen 17.20 Uhr in Limburg in mehrere Autos raste, ein islamistischer Terroranschlag war. 

Fakten zum derzeitigen Zeitpunkt

  • Der Täter soll syrischer Herkunft und 32 Jahre alt sein und Omar A. I. heißen (andere Quellen: Mohammed)
  • Er soll sich auf Allah berufen haben – so die Bildzeitung, die sich wiederum auf Augenzeugenberichte beruft. Auch die FNP berichtet: „Zu den Ersthelfern gehörte auch eine Gruppe von Joggern, darunter eine Frau. Auch sie soll versucht haben, dem Unfallverursacher zu helfen. Er soll Arabisch gesprochen haben. Weil er versucht haben soll, sie anzugreifen, und angeblich von „Allah“ gesprochen habe, soll die Gruppe den mutmaßlichen Täter festgehalten haben, berichten die Ersthelfer.“ Auch SPON schreibt nun, dass er bei der Festnahme „Allah“ gerufen hat. Bislang wurde bei der Durchsuchung der Wohnung des Täters kein muslimisches Propagandamaterial gefunden, die Auswertung der beschlagnahmten Datenträger hat aber erst begonnen.
  • Er soll sich seit 2015 mit subsidiärem Schutz in Deutschland aufhalten. Seit 1. Oktober .2019 hat er keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr.
  • Der Täter soll bereits zuvor mehrfach versucht haben, LKws zu kapern.
  • Er ist wegen Gewalt- und Drogendelikten schon länger polizeibekannt.

Nachrichten, nach denen es mehrere schwer Verletzte gegeben haben soll, wurden heute Morgen dementiert. Die Zahl von 8 Verletzten bleibt aber wohl weiter korrekt. Die wichtigste Nachricht für die „Tagesschau“: „Neben einem versuchten Anschlag halten die Ermittler auch eine psychisch bedingte Amok-Fahrt für möglich.“

AfD fordert Stopp der Seenotrettung

Das ZDF geht dagegen bereits fest von einem Terroranschlag aus

Bundesinnenminister Seehofer warnt indes vor voreiligen Schlüssen zum Terroranschlag. AfD-Politiker wie Martin Hess fordern bereits strikte Konsequenzen: „Jetzt muss gehandelt werden. Durch offene Grenzen kommen Terroristen in unser Land. Die Bundesregierung muss Umverteilungsabkommen aufkündigen, Seenotrettung nach Europa stoppen, Grenzen kontrollieren & illegale Migranten konsequent zurückweisen!“ – so Hess.

Ähnliche Töne auch von Alice Weidel: „Wer bereits auffällig geworden ist, hat Deutschland sofort zu verlassen. Darüber hinaus dürfen Rückführungen in befriedete Gebiete Syriens nicht länger tabu sein. Die Bundesregierung hat endlich die eigenen Bürger zu schützen!“ – so in einem Statement auf Twitter.

Justizministerin will stärker gegen „rechte Hetze“ vorgehen

Passend zu dem Szenario lädt Bundesjustizministerin Lambrecht heute zu einer Konferenz über den Umgang mit „rechter Hetze und Gewalt“ ein, die eine weitere Verschärfung des Netzwerkdurchsetzungsgesetz fordern soll.

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