(David Berger) Jahre lang hat Philosophia Perennis immer wieder auf das Problem und die wachsenden Gefahr des Linksextremismus hingewiesen. Da wäre es fahrlässig, nicht auch auf ein Wiedererstarken der rechtsextremen Barbarei hinzuweisen. Beide Seiten verbindet letztlich der Hass auf unsere Demokratie und und unseren Rechtsstaat – bzw. das real existierende Deutschland. Heimatliebe? Fehlanzeige!

Das zeigte sich besonders in diesem Jahr am 3. Oktober in Berlin. Videoaufnahmen von dem Tag zeigen z.B. die knapp 1000 Demonstranten, die sich dem Aufruf einer Gruppe “Wir für Deutschland” angeschlossen hatten:

„Nie wieder Israel“

Deutlich erkennbare Neonazis, Reichsbürger und auch ein André Poggenburg reihten sich hier hinter der Nationalfahne der Nazizeit ein und zeigten in nicht unerheblichen Teilen deutlich, wie sehr ihnen an einer gewalttätigen Eskalation der Lage gelegen ist: „Wenn wir wollen, schlagen wir euch tot!“, „Für ein weißes Europa“. „Nie wieder Israel“, „Ein Baum, ein Strick, ein Pressegenick“ riefen sie Gegendemostranten und Journalisten zu. Auch mit ordinären Ausfällen gegenüber dem politischen Gegner („Geh arbeiten, statt Deinen Arsch hinzuhalten, du Votze!“ usw.) sparte man nicht.

Bei diesem Kontrast erschienen die angetretenen Gegendemonstranten fast noch sympathisch. Und ihr Ruf „Nie wieder Deutschland“ bekommt sogar vor diesem Hintergrund eine gewisse Berechtigung: Das 1933-45-Deutschland, das diesen Leuten als Ideal vorschwebt, soll es in der Tat nie wieder gegen!

Der Volkslehrer tanzt auf dem Breitscheidplatz

Eher harmlos, weil peinlich-lächerlich dagegen das, was sich an der Gedächtniskirche – kaum wahrgenommen von den ohnehin wenigen Passanten, die nur durch Antifa-Störungsversuche auf das Schauspiel aufmerksam wurden – abspielte: Knapp 80 seiner stark zusammenschrumpfenden Fangemeinde konnte der rechtsextreme Youtuber „Volkslehrer“ (Nikolai Nehrlin) um sich am Breitscheidplatz versammeln.

Aufgrund der fehlenden Resonanz verfiel man dann in eine Art Volkstanz, der offensichtlich das auch in linksextremen Kreisen beliebte „Tanzen gegen rechts“ imitierte. Nur dass man hier dann vermutlich eher Frau Haverbeck zu Ehren tanzte. Aus dem Fanclub tauchten kurz nach der Veranstaltung erste Stimmen auf, die behaupteten, der Volkslehrer stünde inzwischen auf der Lohnliste des Verfassungsschutzes um seine „eigenen Leute“ ins Lächerliche zu ziehen.

Summa summarum lässt sich zusammenfassend feststellen, was RT Deutsch zu seiner Headline gemacht hat: „Berlin am Tag der Einheit: Tausende Linke und Rechte tragen gegenseitigen Hass auf die Straßen“ – Und zeigend damit letztlich ihren Hass auf unser Vaterland.