(David Berger) In Sydney kam es heute zu einem Polizei-Großeinsatz: Ein junger „Allahu Akbar“ schreiender Mann lief mit einem großen Messer fuchtelnd durch die Innenstadt, tötete eine Frau, verletzte eine andere schwer – bis mutige Passanten ihn stoppen konnten.

Videos zeigen, wie ein Mann in Sydney mit einem großen Messer bewaffnet auf ein Auto springt und laut „Allahu Akbar“ und „Erschießt mich“ schreit. Dann sieht man, wie sich mutige Passanten zusammentun, um den Mann mit Stühlen und Kisten zu stoppen.

Verletzte Frau in Hotel gefunden

Wie Medien berichten, soll er zuvor eine Frau mit dem Messer angegriffen und getötet, eine andere in einem Hotel schwer verletzt haben, um danach auf der Straße auf weitere Passanten loszugehen. Diese stoppten ihn dann allerdings: Die Polizei lobte den Mut der Passanten: „Diese Menschen sind Helden“.

„Wir haben das Fenster geöffnet und gesehen, wie der Typ ein Messer schwingt und auf die Motorhaube (eines Autos) springt“

Der Tagesspiegel weiß bereits näheres über die „Helden“: „Vier der Verfolger waren Mitarbeiter eines Start-ups für Personalberatung, die die Ereignisse von ihrem Büro im vierten Stock eines nahen Gebäudes aus verfolgt hatten. „Wir haben das Fenster geöffnet und gesehen, wie der Typ ein Messer schwingt und auf die Motorhaube (eines Autos) springt“, sagte Paul O’Shaughnessy, ein früherer Profi-Footballspieler, AFP.

In der Annahme, dass es sich um einen Anschlag handelt, rannten die Männer auf die Straße und verfolgten den Angreifer. „Alle waren in Panik, niemand wusste wirklich, was los war“, erzählte O’Shaughnessys Kollege Alex Roberts.“

Der „Herald“ spricht von dem Täter als einem 21-jährigen Angreifer mit dem Namen Mert Ney, der mentale Probleme haben soll. Augenzeugen äußern die Vermutung, er habe unter Drogen gestanden.

Deutsche Medien verschweigen krampfhaft „Allahu Akbar“-Rufe

Die deutschsprachigen Medien verschweigen krampfhaft die „Allahu Akbar“-Rufe. Statdessen berichten sie über das gerücht, der Mann sei kurz zuvor as der Psychiatrie ausgebrochen. Nach derzeitigem Stand soll es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund geben.

Vor einem guten halben Jahr erschütterte ein ähnlicher Anschlag Melbourne: Ein Somalier, der sich dem „Islamischen Staat“ verbunden fühlte, lief ebenfalls mit einem großen Messer um sich stechend durch die Innenstadt, erstach einen Cafebesitzer und verletzte zwei Passanten dabei schwer.